Heinrich Albert Dübi (1848-1942)

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Heinrich Albert Dübi ( 1848-1942 ) Durch Jahrzehnte hindurch war Dr.phil. Heinrich Albert Dübi eine der markantesten Gestalten des Alpinismus und des alpinen Schrifttums. Er wurde am 25. November 1848 zu Bern geboren als Sohn des Jakob Carl Dübi aus Schupfen und der Maria Carolina geb. Wal ti, Adliswil-Zürich. Bern und seine Umgebung waren die Welt seiner Jugend. Hier verbrachte er auch seine Studentenzeit und wirkte dann ein Leben lang als Gymnasiallehrer für alte Sprachen und Geschichte und blieb so der Stadt seiner Jugend treu. In der Freizeit war er Wanderer und Bergsteiger und ein hervorragender Erschliesser und Erforscher unserer Alpenwelt. Im Jahre 1868 trat er der Sektion Bern des SAC bei, deren Denkschrift für die ersten fünfzig Jahre er 1913 verfasste. Sich selbst treu, hat Dübi gerade in diesem Buche - neben der Hüttenfrage - den Ausbau des Alpinen Museums als eine schweizerische Kulturstätte als Aufgabe des SAC hervorgehoben und damit auf den Wert und die Bedeutung des Historischen und Geistigen als Teil eines umfassenden Alpinismus hingewiesen. Er durfte die Verwirklichung seines Wunsches, den Neubau des Alpinen Museums in Bern, noch erleben ( Einweihung am 15.12.1934 ), dessen Gründung 1902 auf die Anregung von Paul Utinger, E. Davinet, Ch. Montandon und Dr. Zeller zurückgeht und deren Kommission auch Heinrich Dübi angehörte. Das erste Museum war zu Bern im sog.«Standesratshaus » untergebracht. ( Rathaus des äusseren Standes, an der Zeughausgasse 17, heute wohl unter Denkmalschutz stehend, aber als « Warenlager und Kaufhaus » verwendet !) Heinrich Dübi war Ehrenpräsident der Sektion Bern und wurde 1913 zum Ehrenmitglied des Gesamt-SAC ernannt.

Dübi war ein sehr aktiver Bergsteiger, der im besondern in den Berner Alpen eine Reihe von Erstbesteigungen durchgeführt hat, wie die erste Überschreitung der Jungfrau vom Rottal nach der Wengernalp ( West-Ost, 1873 ) und den Nordwestgrat des Gross-Fiescherhorns. Von 1891 bis 1923 betreute er das « Jahrbuch des SAC », an der besondern Tradition, die in dieser Schriftenreihe verankert ist, unentwegt festhaltend. Seinem besondern Anliegen, der wissenschaftlichen Erforschung der Alpenwelt, ist er mit zahlreichen eigenen Aufsätzen und Veröffentlichungen gerecht geworden, und seine Literaturhinweise bergen eine Fülle wertvoller Gedanken. Er hat als Schriftleiter des « Jahrbuches » auch immer wieder namhafte Mitarbeiter zu gewinnen vermocht, welche den Alpinismus von der wissenschaftlichen oder historischen Seite her zu behandeln und zu beleben verstanden. Schon frühzeitig wurden auch Schilderungen aus allen Gebieten der Weltberge berücksichtigt, und dieses Erbe haben seine Nachfolger in der Betreuung der Monatsschrift des SAC übernommen.Dübi verfasste unter anderm: « Die Feldzüge der Römer über die Alpen » ( « Jahrbuch » 1880 ), « Die Römerstrassen in den Alpen » ( « Jahrbuch » 1883,1884 und 1885 ), « Bergsteigen und Bergreisen in der Schweiz vor dem Beginn des 19. Jahrhunderts » ( « Jahrbuch » 1900 ), « Die Erforschung der Alpen » ( Bd. III, Die Schweiz im 19. Jahrhundert ), « Der Alpinismus in der Literatur und Kunst der Berner von 1537-1839 » ( Bern 1901 ); zusammen mit A. Wäber die Neuausgabe von Gottlieb Studers « Über Eis und Schnee » ( 3 Bände, 1896 und 1899 ); Biographien über Gottlieb Studer ( « Jahrbuch » 1890 ), Edw.Whymper ( « Jahrbuch » 1911 ) und M. Anderegg ( « Jahrbuch » 1914/1915 ); « Drei spätmittelalterliche Legenden in ihrer Wanderung aus Italien durch die Schweiz nach Deutschland » ( I—III « Zeitschrift des Vereins für Volkskunde » in Berlin, 1907 ), « Die ersten 50 Jahre des SAC » ( Denkschrift 1913 ), « Paccard wider Balmat oder die Entwicklung einer Legende » ( 1913 ), « Die Berner Alpenpässe und ihre Benutzung im späteren Mittelalter » ( Clubnachrichten der Sektion Bern SAC, 1936 ), erste Ausgabe des « Clubführers der Berner Alpen » ( 1909/1910 ), « Saas-Fee und Umgebung » ( 1902, 1946 Neubearbeitung von A. Zimmermann ). Diese wenigen Hinweise zeigen, wie Heinrich Dübi seine Bergwanderungen und Studien dazu benützte, die gesamte Berglandschaft zu erfassen. Gerade der Führer von Saas-Fee lässt erkennen, wie er in dieser eigentlichen Monographie die Bedeutung einer Ortschaft inmitten einer grossen Bergwelt zu erkennen und über deren Geschichte, Sagen, Kultur und Wirtschaft erschöpfend zu berichten weiss. So war sein ganzes Schaffen und Leben immer von Gründlichkeit getragen. Diese forderte er auch von seinen Schülern. Wo er aber im Familien- und Freundeskreis war, da strahlte er gleichfalls etwas ungewollt Souve-ränes aus, das gefangen nahm und faszinierte.Max Oechslin

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