SAC-Hütte Rambert 2017 David Schweizer

Sicher unterwegs beim Berg- und Alpinwandern 10 Empfehlungen

Draussen an der frischen Luft zu wandern bietet grossartige Chancen für Naturerlebnisse, Gemeinschaft, Verantwortung und Abenteuer. Die folgenden Empfehlungen helfen dir, den möglichen Gefahren auf deinen Bergwanderungen wirkungsvoll begegnen zu können und genussvoll zu gestalten.

Die 10 Punkte basieren auf den CAA-Empfehlungen und wurden von den SAC-Fachexperten für Ausbildung und Sicherheit für dich ergänzt. Diese ersetzen aber keinen Ausbildungskurs, in dem du mit ausgebildeten Personen wichtige Grundlagen erwirbst und dein Wissen erweiterst.

10 Empfehlungen

1. Gesund und fit in die Berge

Bergwandern ist Ausdauersport. Die positiven Belastungsreize für Herz und Kreislauf setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck und wähle das Tempo so, dass niemand in der Gruppe ausser Atem kommt.

2. Sorgfältige Tourenplanung

Wanderkarten, Führerliteratur, Internet und Experten informieren über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse. Besonders Beachtung verdient der Wetterbericht, da Gewitter, Schnee, Wind und Kälte das Unfallrisiko stark erhöhen. Stimme die Touren immer auf die Fähigkeiten der Gruppe ab. Plane Alternativrouten! Informiere dich über nationale Bergrettungs-Notrufnummern (REGA 1414, Euro-Notruf 112).

3. Zweckmässige Ausrüstung

Passe die Ausrüstung dem Ziel an und achte auf ein geringes Rucksackgewicht! Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack. Achte auf gutes Schuhwerk, das dir sicheren Halt gibt. Sonnenschutz mitnehmen. Für den Notfall: Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke, Mobiletelefon.

4. Passendes Schuhwerk

Gute Wanderschuhe schützen und entlasten den Fuss und verbessern die Trittsicherheit! Achte bei der Wahl auf perfekte Passform, rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht. Zudem geben dir hohe Wanderschuhe (über Knöchel) besseren Halt im Gelände, insbesondere bei zunehmender Ermüdung der Füsse auf längeren Wanderungen.

5. Trittsicherheit ist der Schlüssel

Stürze als Folge von Ausrutschen oder Stolpern sind die häufigsten Unfallursachen! Beachte, dass zu hohes Tempo oder Müdigkeit deine Trittsicherheit und Konzentration stark beeinträchtigen. Achtung Steinschlag: Durch achtsames Gehen vermeidest du das Lostreten von Steinen.

6. Auf markierten Wegen bleiben

Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust, Absturz und Steinschlag. Vermeide Abkürzungen und kehre zum letzten bekannten Punkt zurück, wenn du einmal vom Weg abgekommen bist. Achtung: Steile Altschneefelder werden häufig unterschätzt und sind gefährlich. Informationen können zum Beispiel beim Hüttenwart eingeholt werden.

7. Regelmässige Pausen

Rechtzeitige Rast dient der Erholung, dem Geniessen der Landschaft und der Geselligkeit. Essen und Trinken sind notwendig, um Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhalten. Genügend, nicht gesüsste Getränke sowie ein ausgewogener Lunch (Müesliriegel, Trockenfrüchte, Schokolade, Käse, Trockenfleisch, Nüsse, Biberli) geben dir die notwendige Energie für den Tag.

8. Verantwortung für Kinder

Beachte, dass Abwechslung und spielerisches Entdecken für Kinder im Vordergrund stehen soll. In Passagen mit Absturzrisiko kann ein Erwachsener nur ein Kind betreuen. Bei ausgesetzten Passagen das Kind mit einem Seilstück führen. Sehr ausgesetzte Touren, die lang anhaltende Konzentration erfordern, sind für Kinder nicht geeignet.

9. Kleine Gruppen

Kleine Gruppen gewährleisten Flexibilität und ermöglichen gegenseitige Hilfe. Vertraute Personen über Ziel, Route und Rückkehr informieren. In der Gruppe zusammen bleiben. Achtung Alleingänger: Bereits kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.

10. Respekt vor der Natur

Die Berge bieten einen wertvollen Freiraum zum Bewegen in einzigartiger Natur. Geniesse diese Freiheit und respektiere die sensible Gebirgsnatur! Zum Schutz der Bergnatur: Keine Abfälle zurücklassen, Lärm vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt lassen und Schutzgebiete respektieren.