Abstimmungspropaganda in der Zeitschrift «Die Alpen»

Zum Artikel Droht den Hüttengeschichten das aus?, «Die Alpen» 01/2018

Laut Art. 1 der Statuten ist der SAC ­parteipolitisch und konfessionell ungebunden. Es hat mich daher äusserst ­befremdet, von der Abstimmungspropaganda des SAC-Zentralverbandes ­zugunsten der Gegner der «No Billag»-­Initiative lesen zu müssen, zumal die Befürworter keine Gelegenheit hatten, ihren Standpunkt zu vertreten. Die vom SAC-Zentralverband angeführte Begründung der ablehnenden Haltung ist völlig haltlos. Gut gemachte Programme wie die Hüttengeschichten würden auch von privaten Produzenten ­gesendet werden, allerdings bei viel tieferen Produktionskosten. Schleierhaft ist, weshalb ein Bedürfnis bestehen sollte, dass Randsportarten einer «breiten Öffentlichkeit kommuniziert» werden. Randsportarten sind gerade deshalb Randsportarten, weil sich nur wenige dafür interessieren. Der SAC-Zentralvorstand würde ausserdem bedauern, wenn bei einer Annahme der Initiative für «politische Zwischentöne» seitens des SAC kein Platz mehr übrig bliebe. Dieses Bedauern vermag ich nicht zu teilen. Der SAC-Zentralvorstand ist durch nichts legitimiert, politische ­Stellungnahmen im Namen seiner Mitglieder abzugeben. 

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