Bewahren und Entwickeln

«Die Nachfrage nach Authentizität und Tradition nimmt zu.» «Outdoor-Sport ist ein Lebensstil geworden.» «Nur starke Marken werden im Internet-Dschungel wahrgenommen.» «Die Konsumenten erwarten immer mehr Leistungen für weniger Geld.» «Radfahren, Wandern und Schwimmen sind die beliebtesten Sportarten in der Schweiz.» «Durch die Klimaänderung nimmt die Attraktivität der Alpen als Sommerdesti-nation zu.»

Diese Aussagen aus der Umfeldanalyse, die Luc Boll im Rahmen seiner Bachelorarbeit zu den SAC-Hütten an der Hochschule Luzern 2011 durchgeführt hat, zeigen das breite Spektrum an Entwicklungen und Fakten in unserer globalisierten Welt. Mit ihnen gilt es sich im Rahmen der Diskussionen um die Verbands- und Hüttenstrategie ebenso auseinanderzusetzen wie mit Fragen zu Ausbau- und Komfortstandard, zu Finanzierung von Bau- und Unterhaltsprojekten und zum Betrieb von Hütten.

Im Zentrum der Diskussionen müssen aber Sie, die Hüttengäste stehen. Wie beurteilen Sie das Angebot und die Infrastruktur? Welches sind Ihre Bedürfnisse und Erwartungen an eine Hütte? Was ist Ihnen das Hüttenerlebnis wert? Antworten dazu liefert die Befragung von Hüttengästen im Sommer 2010. Die wichtigsten Resultate finden Sie auf S. 34.

Die überwiegende Mehrheit der Gäste – so viel sei gesagt – ist mit Qualität, Ausbaustandard und dem Preis-Leistungs-Verhältnis zufrieden. Es gibt aber Entwicklungspotenzial, etwa beim Einsatz von elektronischen Kommunikationsmitteln, bei Zimmergrössen oder sanitären Anlagen. Und: Mehr als die Hälfte der Befragten würde für etwas mehr Komfort höhere Übernachtungspreise in Kauf nehmen.

Fazit: Die Hütten sind das Aushängeschild des SAC – und sie bleiben Gebirgsunterkünfte. Eine sanfte Anpassung an die gesellschaftliche, gesetzliche und technische Entwicklung, aber auch an die sich ändernden Umweltbedingungen muss aber sein.

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