Der Schweizer und seine Berge

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Von Ernst Jenny

Der Schweizer und seine Berge Die Liebe zu den Alpen ist heute im Schweizerlande grösser und verbreiteter als je. Geht ein Sohn Helvetias in ferne Lande, dann kann er die Alpen nicht vergessen. Sie schauen ihm länger nach als Mutteraugen; sie begrüssen ihn zuerst bei der Rückkehr. Unser Patriotismus, unsere Heimatliebe haben ihren stärksten Untergrund und Rückhalt in den Alpen. Im Gebirge lag nicht zuletzt die Wiege unserer heutigen Selbständigkeit. Es gab unsern Altvordern Kraft und Mut und Trotz zu kühnen Taten. Es wird sie auch den Enkelsöhnen wieder geben, wenn es nötig werden sollte. Die Alpen sind des Schweizers grösste, höchste und beste Schule. Sie zu lieben und zu pflegen mit Leidenschaft muss ihm allezeit am Herzen liegen. Sie zu preisen, ihr Wesen, ihre Bedeutung uns künstlerisch zu vermitteln, ist hohe Aufgabe des vaterländischen Dichters.

Schlusswort in seinem Buche: « Die Alpendichtung der deutschen Schweiz. Ein literar-historischer Versuch. » Bern, Verlag Gustav Grunau, 1905.

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