Der Traum

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Von Franz Wagner.

Ein winziger schwarzer Punkt ist der kleine Heustadel vom Tale aus, und es scheint, als hätte er sich ins Grün der Bergwiese verirrt.

Hingeduckt an den steilen Berghang, tief gebräunt vom Wetter und mit schweren Steinen auf den rissigen Holzschindeln, steht er vor einer mächtigen Berggestalt, deren Wände und Grattürme in senkrechter Flucht aus einer breiten Geröllhalde ragen.

Viele Jahre barg er nur die spärliche Mahd der Almen. Nun aber war er die Zuflucht von zwei jungen Bergsteigern geworden. Denn zwischen dem wetterharten Gebälk lässt es sich hausen, wenn Regen den Himmel verdüstert und kalt der Wind die Talwände entlang fegt. Und ein guter Schlaf ist nicht weniger zu verachten, wenn nach dem Erwachen ein schwerer Gang anhebt, der für Stunden nur über glatte Felsen führt.

Etliche Tage kampieren die beiden Kameraden schon im Stadel. Aber die grauen Nebel geben den Berg nicht frei, verhüllen Wand und Gipfel, und zwecklos scheint den beiden jeder Schritt, mit dem sie sich vom Stadel entfernen.

Es geht um die Wand. Zwar kennen sie vom vergangenen Jahr her ein paar Seillängen des vermeintlichen Einstieges, doch der Durchstieg ist noch ein Problem, heiss umstritten und umworben, immer wiederkehrend in nüchternen und begeisterten Plänen.

Stundenlang sitzen sie am Fuss der Wand und starren auf die gelbroten, brüchigen Felsbrocken, halten spielend den gedrehten Hanfstrick und ein schweres Bündel Mauerhaken zwischen den Händen, versuchen alle möglichen Einstiege, um sich dann wieder zur Geduld zu zwingen, bis das Wetter genügend Sicherheit verspricht.

Es ist für den Älteren nicht leicht, wenn der Jüngere mürrisch wird, von Feigheit spricht und allein einzusteigen droht, weil er in den Nebelschwaden nicht die Gefahr und einen Grund zum Misslingen der Tat sieht. Freilich der Jüngere hat auch recht mit seinem Aufbegehren. Waren sie nicht schon oft in schwieriger Wand vom Unwetter überrascht worden, halb starr gewordenNoch nie hatte sie Nässe und Kälte zur Umkehr zwingen könnenWas da an Fingerkraft verloren ging, wurde mit den Haken ausgeglichen — und auf einen mehr oder weniger war es noch nie angekommen. Und jetzt fangen die schlanken Eisenstifte zu rosten an... Dazu kommt die eigene Ungeduld, die alle Erfahrung über den Haufen werfen will, nur wegen der unerträglichen Spannung zwischen Sturm und Drang und der selbst-erhaltenden Überlegung.

Noch tiefer senken sich die Wolken. Der Ältere wird wortkarg und still. Es gibt nichts mehr, das beide bewegt und nicht schon öfters besprochen wurde. Etwas Leeres, Totes schiebt sich ein. Das untätige Warten spaltet die gemeinsamen Gedanken.

Der ältere Bergsteiger schaut in die wogenden Nebel. Fern sind seine Gedanken, und Bilder spiegeln sich in ihm, die aus dunklem, unbestimmtem Ahnen kommen. Neue, ganz neue Gedanken sind es, die wie an einem dünnen Faden hängen, endlos scheinen, immerzu weiter führen und doch nichts Endgültiges, Klares aufzeigen, in deren Hintergrund der tausendfältige Berg steht und die Erinnerung an die bunten Erlebnisse weckt, die zusammen einem einzigen grossen Abenteuer gleichen. Er weiss nicht, warum das heute anders ist als die Zeit vorher. Das Geschehen am Berg, die frohe, unbeschwerte Tat leuchtet nicht mehr so hell, sondern hat einen kalten Glanz wie etwas Fremdes, das dem eigenen Ich nicht nahe kommt.

Im Kreise laufen seine Gedanken, der Wand entrückt, um derenwillen er den Gang unternommen hat. Er vermag sich nicht einmal dagegen zu stemmen, obgleich er weiss, wie gefährlich es ist, ohne die innere Ruhe und Bereitschaft vor der Lösung einer schweren Aufgabe zu stehen.

Er schaut zu seinem Freund hin. Ob er zu ihm darüber sprechen soll, was ihn schon seit Stunden zum Schweigen und Nachdenken zwingtWohl wäre er dies dem Kameraden schuldigAber warum ihn stören mit unsicheren Gedanken, die ihn doch ebenso fremd berühren müssenNein, nach dem Durchstieg lässt sich das leichter bereden...

Der Nachtwind hebt die Wolken über die Berge. Sonnenklar ist der Morgen, und das frühe Licht strömt breit über die Geröllhalden und wird zum silbernen Leuchten an den tauigen Gräsern.

Ein schwacher, rotgoldener Schimmer sickert durch die rissigen Holzschindeln des Heustadels. Der jüngere Bergsteiger kriecht rasch aus dem warmen Heuloch, springt durch den engen Schlupf und jodelt freudig der Wand des Berges zu, die nun verheissungsvoll in ihrer gewaltigen Schönheit zu ihm herniederschaut.

Dem Älteren ist jedoch ganz anders zumute. Langsam löst er die dürren Gräser aus dem Schnürlsamt seiner Kletterjacke. Es hat den Anschein, als habe ihn nur die Gewohnheit den Schlaf unterbrechen lassen.

Der Jüngere blickt ihn von der Seite an: so geistesabwesend, in sich versunken kennt er seinen Freund nichtSieht er denn das günstige Wetter nichtEr fragt ihn und bekommt keine Antwort. Er schreit ihn an, ob er denn die Wand vergessen habe. Wieder keine Antwort. Da wendet er sich zornig ab. Wenn der Freund nicht will, dann muss es auch allein gehen!

Doch während er noch seinen Tee schlürft und den Zwieback kaut, setzt sich der Freund zu ihm.

« Was hast denn heut an dir? » « NichtsNur etwas ganz Eigenartiges hab ich geträumt. » « Ist das jetzt so wichtig? » « Für dich nicht, aber für mich um so mehr. » Bisher war für beide alles gleich wichtig, wenn sie am Berg waren. Nie gab es eine Meinungsverschiedenheit, und vor einem Einstieg schon gar nicht. Das gab dem Jüngeren zu denken. Und das wegen eines Traumes...

« Was kann so ein Traum schon bedeuten? Wenn du genau hinschaust, vergehen doch diese Gespinste! » « Horch erst einmal her, und dann kannst reden », gibt der Ältere zur Antwort.

« Dann erzähl! » Widerwillig kommt diese Aufforderung.

Der Ältere überhört den unfreundlichen Ton in der Stimme seines Kameraden. Der Traum beschäftigt ihn so lebhaft, und er glaubt nicht eher seine Ruhe unH Selbstsicherheit wieder zu haben, bevor das nächtliche Erlebnis nicht ausgesprochen ist.

Klar steht der Traum vor ihm, er beginnt langsam zu erzählen.

« Wir beide wanderten in einer einsamen Berggegend und wussten nicht recht, welchen Gipfel wir zuerst besteigen sollten. Die Wände und Grate schienen einander ganz genau gleich zu sein. Wir stiegen zu der nächstliegenden Wand empor. Und da begann plötzlich das Seltsame. Eine Reihe Kamine setzte an, die waren so tief und dunkel, als läge ihr Grund in unbestimmter Ferne und so tief im Berginnern, als könnte ihn kein Mensch erforschen. Da hinein zog es uns. Wir wussten selbst nicht warum...

Zuerst tappten wir in völliger Finsternis, bis ein dünner Lichtstrahl den schmalen Gang etwas aufhellte und uns einen Weg zur Höhe zeigte. Aber die Schwierigkeiten wuchsen nun rasch bis zur Grenze unserer Kraft. Nach jedem Meter wurden wir verzagter — und zur Umkehr war es schon zu spät, kein Haken wollte mehr fest genug für eine Abseilschlinge halten...

Der Berg hatte uns gefangen, hielt das Sonnenlicht ab und wandelte unsere anfängliche Freude zur Gleichgültigkeit. Wir sprachen kein Wort mehr zueinander. Im Grunde des Kamins schlugen die Wassertropfen wie Schmiedehämmer auf den blanken Fels. Aus versteckten Ritzen drang fremd und kalt eine Stimme, die uns verhöhnte. Sie rief uns die schönen Stunden wach, die wir erlebten, ehe wir in die Wand eingestiegen, frug nach der Sicherheit, die wir sonst hatten... Die Spannung in uns wurde immer unerträglicher. Was sollten wir tunBeten oder FluchenAbstürzen oder in der Wand verhungernIrgendwas muss geschehen, muss die Lösung oder das Verderben bringen, schrie ich verzweifelt.

Da war mir, als hörte ich ein Echo rufen: Geh ruhig deinen Weg weiter!

Dann war es wieder still. Aber mit der Stimme war etwas zu uns gekommen, das wir noch nicht kannten. Wir erzählten plötzlich von Bergfahrten: wie wir die Berge sahen, in Schwierigkeitsgrade eingeteilt, mit festgelegten Zeiten, und wie wir alles verwünschten, gelang uns einmal ein Durchstieg nicht.

Und da erschien mir der bisherige Weg zum Berg als ein Irrweg. Die senkrechten Wände, glatten Pfeiler und Türme, die nach unserer Meinung den einzigen Weg zum Gipfel bilden mussten, um ihn überhaupt begehrenswert zu machen, traten zurück. Etwas Lebendiges griff wie aus dem Innern des Berges nach mir — ich spürte es deutlich —, etwas, das auch in uns ist, das wir aber nicht aussprechen können...

Kaum hatte ich dies erkannt, schwand unsere verhängnisvolle Lage. Es wurde hell um uns, gute Griffe boten sich, und es war wieder alles in Ordnung. » Der Ältere hält einen Augenblick inne. Sein Auge sucht über die grünen Matten zum Berg hinauf, der nun von der Sonne überstrahlt und von flimmernden Bändern eingehüllt ist. Seine Gedanken tasten an den steilen Wänden nach dem Widerhall des Traumes, doch sie finden sich noch nicht zurecht. Langsam wendet er sich wieder dem Freund zu und erzählt seinen Traum zu Ende.

« Nur die Mauerhaken begannen am Gürtel zu klirren, die Karabiner öffneten sich von selbst, die ganze Schlosserei flog in die Tiefe. Mit dem Eisen muss das letzte Schwere von uns gefallen sein. Denn noch nie kletterten wir so leicht.

Darüber war es spät geworden, und es schien, als hätten wir viele Jahre im Kamin verbracht. Wir hatten schlohweisses Haar... Am Gipfel war deshalb unsere Freude nicht geringer als sonst, aber unsere Stimme hatte den Klang, den wir schon öfters bei alten Bergsteigern hörten. » Er schweigt wieder. Auch der Jüngere sinnt dem Traumbild nach, sieht etwas Mahnendes, Warnendes aufsteigen, eine Erkenntnis, die sich plötzlich seinem Draufgängertum entgegenstellen will. Dennoch vermag er nicht, tiefer hineinzuhorchen. Was kann auch ein Traum viel bedeutenUnd träumen tut man vieles, wenn man da immer nachdenken und sich eine passende Auslegung zurechtlegen wollte. Unsinn! Die Wand steht im schönsten Sonnenlicht, und nur rasches Zupacken ist Gewinn. Mit dem Denken allein ist noch keine Wand durchklettert worden. Das war auch bislang bei seinem Freund nicht die Mode.

Er hängt sich den Vierzigmeterstrick um, steckt ein wenig Proviant in die Taschen und stellt sich vor den Freund hin, als wollte er damit sagen, dass es jetzt an der Zeit sei zu gehen.

Der Ältere übersieht das gewohnte Aufbruchzeichen, sinniert und grübelt nach einer klaren Deutung seines Traumes. In dieser Verfassung will er sich den schweren Felsgang nicht zumuten, er fühlt sich verantwortlich für den guten Ausgang der Tat. Und was so schlagartig das Empfinden bannt, alle Gedanken in sich aufsaugt, das ist nicht zufällig, ein leeres Hirngespinst. Das kommt von innen heraus...

Er gleitet in aufwühlende Fragen, die das Traumbild wieder verzerren und fortwischen wollen. Nichts will ruhig und sicher stehen bleiben. Er klammert sich an den Schluss des Traumes, an das Zufriedene des Alters, wie es aus der Stimme klang, oben auf dem Gipfel. Mit diesem Ende versucht er den Ausgleich.

Geh ruhig deinen Weg weiter, hat es gerufen in der Dunkelheit des Kamins, in seiner grössten Verzweiflung. Und dann ging es wieder aufwärts, war Licht und Freude da. WarumWeil ihm schien, dass der bisherige Weg zum Berg ein Irrweg warDas Eisen fiel in die Tiefe, die Haken und Karabiner verschwanden von selbstSie sind wohl nicht das Ausschlaggebende, wenn man zum Berg geht Hatten sie nicht das Werkzeug mehr und höher geschätzt als den Berg selbstNiedergenagelt hatten sie die Wände! Das gesteht er sich jetzt ein.

Der Freund unterbricht ihn: « Du, hast jetzt noch nicht ausgeträumt? » « Doch! » « Was wartest dann? » « Weil ich jetzt erst weiss, dass sich etwas in mir geändert hat. » « Geändert? » fragt der Jüngere misstrauisch zurück.

« Ja! Ich will nun versuchen, mit anderen Voraussetzungen zum Berg zu gehen. » « Dein Traum hat dich scheinbar krank gemacht, da oben! » Und erlangt ihm mit dem Finger an die Stirn. « Ich hab'auch einen Traum, aber der handelt nur von der Wand, die nun schon lange genug auf uns wartet. Oder willst du dich über Nacht umstellen können? — » « Ich will die schwere Wand nicht aufgeben, ist auch gar nicht notwendig. » « Klug werde ich aus deinem Gerede nicht. Aber wenn du es für richtiger hältst, dann traumwandeln wir zur Abwechslung durch die Wand. » « Zum Spassen ist mir nichtIch... » « Dann sag endlich, was du überhaupt willst! Entweder du gehst — dann aber gleich 1 oder ich versuche es eben allein. » Und trotzig setzt er hinzu: « Du hast mich ja gelehrt, wie man klettert und mit der Schlosserei umgeht. Ich werde mit dieser Wand schon fertig! » « Ich hab'dir gesagt, dass ich die Wand nicht aufgebe. Aber ich werde ohne Haken einsteigen », gibt nun der Ältere so fest und bestimmt zur Antwort, als wäre ihm plötzlich der Traum ganz klar geworden. Er fühlt, dass er nicht abweichen darf von dem, was das nächtliche Erlebnis ihm aufzeigte, dass sich ein Tor zu einem Geheimnis geöffnet hat, hinter dem ein grosses Leuchten steht. Ungläubig starrt der Jüngere ihm ins Gesicht. « Diesen Fels willst du ohne Haken angehenDu bist wohl restlos über Nacht verrückt geworden! » — Solche Gedanken sind ihm zu stark übertrieben, und er lacht laut über diese absurde Idee.

Aber der Ältere lässt sich nicht mehr beirren. Ruhig ist es in ihm, gerade sieht er seinen Weg, der sich aus vielen zerrissenen Gedanken herausgewunden hat, wie eine Pflanze sich lichthungrig aus dem finsteren Schatten rankt. Und was war, sinkt in eine abgrundtiefe Kluft. Das Erlöstsein lässt ihn wieder frei aufatmen. Er weiss aber auch, dass es nicht ohne harten Kampf gehen wird, das im Traum Geschaute so lebendig zu halten, wie er nun gerne möchte.

Fern strahlt ihm ein Licht, ein Berg mit steilen Wänden und Graten, tiefen Schluchten und grauöden Karen und dem himmelnahen Gipfel, und in diesem Licht ist die Gestalt des Berges nicht mehr totes Gestein. Er wird Schritt für Schritt aufwärts steigen zur Höhe des Berges — bis er das höchste Glück am Gipfel findet. Das weiss er jetzt.

Die Alpen — 1936 — Les Alpes.9 Er wirft seine Haken durch den Schlupf in den Heustadel und fordert den immer noch lachenden Freund auf, das gleiche zu tun.

« Das kann doch nicht dein Ernst sein? » fragt der Jüngere zurück, voller Zweifel, weil er den Freund nicht mehr begreifen kann.

Doch der Ältere wiederholt nur eindringlicher seine erste Aufforderung.

« Und ich denke gar nicht daran, deinem Unsinn zu folgen! » « Dann müssen wirauseinander gehen... » Langsam fallen diese Worte, wie Steine, die sich aus der Wand lösen, von Band zu Band tiefer springen ins Kar und dort zu tausend Trümmern bersten. Und beiden ist 's, als hörten sie den grellen Klang der Scherben.

Hart fassen diese Worte den Jüngeren an, zeugen Hilflosigkeit und Trotz, Wehmut und feindlichen Widerstand zugleich. Deutlich spürt er etwas Fremdes, das die Freundschaft verdrängen will, die Not und Gefahr, Kampf und Sieg eng geknüpft. « Auseinandergehen? » — überlegt er, und sieht plötzlich ein, was er durch seinen Trotz heraufbeschworen. Ja, allein wollte er gehen — durch diese mächtige Wand, die noch kein Mensch betreten hat —, und wie selbstsicher hatte er dies gesagtUnd jetzt, da der Freund die Trennung ausgesprochen, überfällt ihn das Schwere des eigenen Handelns.

— Ist das AngstVielleicht vor dem VersagenEr schaut zur Wand hin, sucht sich den scheinbar möglichen Weg. Er müsste zu überwinden sein, mussAber warum denn allein? Weil der Freund alles Gewohnte weggeworfen hatSein Trotz, der ihn zum Widerstand gegen die neuen Gedanken seines Freundes aufstachelte, beginnt zu wanken. Mag er sich doch geändert haben, den Berg sehen wie er will, wenn er nur nicht vom schwierigen Fels zurücktritt! Alles andere wird sich finden.

« Vielleicht hast du recht mit deinem Traum, » sagt er zum Älteren, « ich kann ihn noch nicht begreifen, aber er soll uns auch nicht trennen. » Dabei löst er seine Haken und Karabiner von seinem Gürtel und wirft sie zu den anderen im Heustadel.

Der Ältere freut sich und schweigt. Die Freude kommt zu ihm aus der ehrlichen Anhänglichkeit, aus der Kameradschaft des Jüngeren, und schweigen muss er, wohl bis auch im Freunde der Drang zu einem anderen Erleben des Berges ganz von selbst durchbricht.

Nun ist der Weg frei. Mit raschem Schritt streben die beiden Bergsteiger dem Einstieg zu, überwinden die Wand und reichen sich am Gipfel stumm die Hände__ Sie schauen einigen Dohlen nach, die in der regungslosen Luft schweben, flink den Berg umkreisen, die schwarze Punkte sind im goldenen Sonnenlicht — und wieder schwinden, niedertauchen in das Dunkle der Schatten. Doch das Licht bleibt!...

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