Die Drohne nicht verteufeln

Zum Artikel Die Drohne – dein Feind und Helfer, «Die Alpen» 08/2019

Ich bin selber Pilot eines Quadrokopters mit kleiner Kamera und finde die Möglichkeiten der Luftperspektive für Fotos oder auch für Videoaufnahmen einfach toll. Ich gehe mit den Empfehlungen absolut einig hinsichtlich Wildtiere, und es ist selbstverständlich, dass das Gerät nur auf Sichtkontakt geflogen wird.

Ich stelle aber fest, dass viele diese Fluggeräte als problematischer erachten als zum Beispiel Mountainbiker auf Wander- oder Bergwegen. Dazu gibt es aber folgende Punkte zu bedenken: Ein kleiner Multikopter fliegt mit einem Akku bestenfalls 20 Minuten, dann ist er wieder am Boden. Vielleicht hat der Pilot zwei oder gar drei Akkus dabei, aber kaum einmal mehr. Der Multikopter produziert keine Abgase und ist sicher die verträglichere Variante, Luftaufnahmen zu machen als die grosse Alternative. Und er verursacht keine Erosionsschäden auf den Wegen, wie sie immer öfters zu sehen sind. Ich habe auch schon mehrmals Flugaufnahmen von Lokalitäten (noch keine SAC-Hütten) gemacht, und meist waren die Eigentümer selber an den Aufnahmen interessiert. Ob ich persönlichkeitsverletzende Aufnahmen aus der Luft oder mit dem Handy mache, spielt für die Betroffenen keine Rolle. Es ist aber nicht zielführend, das Werkzeug (Handy, Minicam oder Drohne) zu verteufeln, es ist der Mensch, der es missbraucht (wie vieles andere auch).

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