Die Gletscher der Schweizer Alpen im Jahr 1988/89

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Markus Aellen, GK/SANW und Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ( VAW/ETHZ )

Auszug aus dem 110. Bericht der Gletscherkommission der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften ( GK/SANW ) Einleitung Die Veränderungen der Gletscher in den Schweizer Alpen werden seit 1880 jeden Herbst an ausgewählten Objekten beobachtet und in jährlichen Berichten beschrieben. Diese regelmässigen Erhebungen, von F. A. Forel begonnen, von der Gletscherkommission seit 1893 im Sinne einer Landesaufnahme weitergeführt, sind im Herbst 1989 zum 110. Mal durchgeführt worden. Wie bisher und in gewohntem Umfang haben kantonale Forstdienste, Bundesämter und -forschungsinsti-tute, Kraftwerkgesellschaften und Privatpersonen ihren Beitrag geleistet zu den Vermessungen und Beobachtungen am Messnetz mit derzeit 120 Gletscherzungen, deren Längenänderung in der Regel jedes Jahr bestimmt wird. Ebenfalls wie bisher sind im Rahmen laufender Projekte für Grundlagen- oder Auftragsforschung weitere, an rund einem Dutzend Gletschern erhobene Daten über die Veränderung der Fliessgeschwindigkeit, der Dicke, der Fläche, des Volumens oder der Masse beschafft worden. Die Angaben über Wetter-, Klima-, Schnee- oder Abflussverhältnisse im näheren und weiteren Umfeld der Gletscher beruhen vorwiegend auf den Beobachtungen und Messungen der zuständigen Landesdienste oder Forschungsinstitute. Seit 1964 wird die Organisation der Gletscherbeobachtungen, das Sammeln, Sichten und Veröffentlichen der Ergebnisse betreut durch Mitarbeiter der Abteilung Glaziologie der VAW/ETHZ. Die Zusammenarbeit dieses Instituts und der Gletscherkommission am gemeinsamen Forschungsprojekt ( Gletscherveränderungen in den Schweizer Alpen> hat bisher auf einer brieflichen Vereinbarung beruht, die neuerdings durch eine vertragliche, ab Jahresanfang 1990 rechtskräftige Regelung ersetzt worden ist. Wesentlicher Bestandteil dieses Forschungsvertrags ist die Umformung der kommissionsintern seit 1955 eingesetzten ( Arbeitsgruppe für Gletscherbeobachtungen ) zum gemeinsamen Leitungsorgan des vorgenannten Forschungsprojekts.

Der vorliegende Bericht fasst die Hauptergebnisse des Beobachtungsjahrs 1988/89 zusammen, als Fortsetzung der vorangehenden, in der Zeitschrift DIE ALPEN veröffentlichten Gletscherberichte. Diese Berichte sind die Kurzfassung eines ausführlicheren Gletscherberichts, den die Gletscherkommission zusammen mit der Abteilung Glaziologie der VAW/ETHZ als Jahrbuch herausgibt. Aus verschiedenen Gründen hat sich die Veröffentlichung der Jahrbücher übermässig verzögert. Das Aufholen dieses Rückstandes ist eine vordringliche Aufgabe der neuen Arbeitsgruppe. Zu diesem Zweck sind ausser den Rechtsgrundlagen auch die verhältnismässig bescheidenen, in den letzten Jahren besonders durch Personaleinsparungen beschränkten Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, verbessert worden.

Der vorliegende 110. Bericht ist nach dem Muster des vorangehenden 109. Berichts abgefasst mit den dort erwähnten inhaltlichen Veränderungen gegenüber den früheren Berichten.

Witterung und Klima Das Berichtsjahr 1988/89 ist bereits das sechste aufeinanderfolgende Jahr mit gemeinsamen Eigentümlichkeiten im Witterungsablauf. Im wesentlichen sind dies milde Trockenperioden im Früh- und Hochwinter, kühle Niederschlagsperioden im Spätwinter und Frühjahr, ausgesprochen warmes und ge- bietsweise trockenes Wetter im Sommer wie auch spätes Einschneien trotz frühen Schneefällen im Herbst. Unter solchen für das Wachstum der Gletscher von Jahr zu Jahr weniger günstigen Klimabedingungen hat eine Phase zunehmenden Schwundes die Wachstumsphase des 1980er Gletschervorstosses abgelöst.

Der Witterungsverlauf des Berichtsjahrs vom September 1988 bis Oktober 1989 ist veranschaulicht in der Figur 1 auf der Seite 234 anhand der folgenden Beispiele: Tagesmittel der Lufttemperatur auf Jungfraujoch ( 3580 m ü. M. ), Tagesmengen des Niederschlags auf dem Säntis ( 2490 m ü. M. ) und täglich durch Radiosondierung um 13 Uhr ermittelte Meereshöhe der Nullgradisotherme über Payerne. Graphisch dargestellt sind die aktuellen Werte, bei den Temperaturreihen mit den langjährigen Mittelwerten als Vergleichs-grösse. Im Berichtsjahr traten Wärmeperioden, die oft mehrere Wochen dauerten, in allen Landesteilen und in allen Jahreszeiten, besonders im Hochwinter, häufiger auf als Kälteperioden. Die dargestellte Niederschlagsreihe Abb. 1: Giétrogletsche am 8.9.1989 Schuhtiefe Neuschnee lagen bis an die Gletscherenden waren im Sommer 1989 keine Seltenheit; dennoch ist viel Eis abgeschmolzen mit einer einzigen mehrwöchigen Trockenperiode im Januar ist für die niederschlagsreichen Gebiete am Alpennordrand repräsentativ.

Das Klima des Berichtsjahrs ist in Figur 2 auf Seite 235 veranschaulicht durch die Grossen Jahresniederschlag und Sommertemperatur, die den Massenhaushalt der Gletscher massgebend bestimmen. Sie sind dargestellt durch ihre Abweichung vom Normalwert, die für rund 110 Stationen des Niederschlagsmessnetzes und für rund 60 Stationen des automatischen Temperaturmessnetzes der SMA als statistische Indexzahl berechnet und gemäss diesem Index den Klassen geringer, starker und sehr starker Abweichung nach oben ( positiv ) oder nach unten ( negativ ) zugeteilt ist. Aufgrund der klassierten Werte sind die Zonen gleicher Abweichung abgegrenzt und in stark vereinfachender Weise wiedergegeben. Die Summe der Niederschläge von Oktober 1988 bis September 1989 war meistenorts normal, im Jura und in den alpinen Föhngebieten der Ostschweiz viel bis sehr viel kleiner, in einigen Gebieten am nördlichen Alpenrand viel bis sehr viel grösser als normal. Die mittlere Lufttemperatur von Mai bis September 1989 war überall höher als normal. Meistenorts war der Sommer warm bis sehr warm, gebietsweise auch extrem oder nur mässig warm.

Winter 1988/89 Mit dem Kälteeinbruch vom 5. Oktober, dem am B. Schneefall bis in die Alpentäler folgte, ging die Schwundperiode 1988 und damit das Bilanzjahr 1987/88 im Massenhaushalt der Gletscher unvermittelt und überall fast gleichzeitig zu Ende. Weitere ergiebige Niederschläge in der ersten Oktoberhälfte brachten der Alpennordseite bereits die normale Monatsmenge, dem Gletschergebiet erste, verhältnismässig grosse Rücklagen für den Massenhaushalt im Bilanzjahr 1988/89. Trockene Wärmeperioden in der zweiten Oktober- und ersten Novemberhälfte setzten das Schmelzen auch auf den Gletschern soweit wieder in Gang, dass die Rücklagen auf durchschnittliche Werte schwanden. Ausserhalb der Gletscher schmolz die erste Schneelage wie in den Vorjahren grösstenteils weg. Im Oktober erhielten alle Regionen mehr als die normale Niederschlagsmenge, vor allem die Alpensüdseite ( bis 200% der Norm ). Im November dagegen, der gebietsweise sehr trocken war, erhielten nur die Zentralschweiz und das Appen- Abb.2: Steinlimmigletscher am 5.7.1989 Der Eisrand, umsäumt mit Winterschnee, ist seit 1984 zurückgeschmolzen vom Scheitel zum Fuss der angelagerten Moränenwälle, die beim Vorstoss um rund 16 m nach 1979 entstanden sind zellerland normale Mengen. Mit dem Kälte-schub am 21. stellte sich die erste Schneedecke, in der Folge auch starker Frost in den Niederungen ein. Wechselhaftes, anfänglich vorwiegend zu kaltes, in der letzten Dekade sehr mildes Wetter ergab für Dezember in der ganzen Schweiz einen Wärmeüberschuss, bis 3 Grad in den Niederungen, bis 1 Grad in den Hochlagen, und im Hochgebirge beträchtlichen Schneezuwachs. Bei grossen regionalen Unterschieden erreichte die Monatssumme des Niederschlags im Alpenraum und in der Ostschweiz 150 bis 250 Prozent, im Tessin, Engadin und westlichen Mittelland gebietsweise nur etwa 50 Prozent des Normalwerts. Wetter-bestimmend für den Januar war eine stabile Hochdrucklage über Mitteleuropa, die von Ende Dezember bis gegen Mitte Februar dauerte. Oberhalb der häufig vorhandenen Hochnebeldecke war es in dieser Zeit ausnehmend mild, trocken und sonnig. In Lagen oberhalb 1600 m lag das Januarmittel bis 6 Grad über dem Normalwert. Auf dem Säntis war es der wärmste Januar in der seit 1882 laufenden Messreihe. Extrem trocken war es - wie oft um diese Jahreszeit, aber seit Messbeginn noch nie so lange - auf der Alpensüdseite, wo während der 77 Tage vom 6. Dezember bis 21. Februar kein messbarer Niederschlag fiel. Eher ungewohnt war die Trockenheit in der Ostschweiz, wo z.B. Zürich mit 7 mm Monats- niederschlag den trockensten Januar seit 1864 erlebte. Derweilen sanken die Rücklagen auf den Gletschern unter normale Werte, vor allem infolge des fehlenden Zuwachses, teils auch durch Schmelzen und Verdunsten. Gleiches gilt für die Schneedecke in höheren unvergletscherten Lagen, wo an manchem Sonnenhang ungewohnt stark entwickelte Büsser-schneeformen entstanden. Wie alle tieferen aperten ausser in den nördlichen Regionen auch die mittleren Höhenlagen grossenteils bereits im Dezember wieder aus. Neuen Schneezuwachs oder eine dauernde Schneedecke brachten erst die Schneefälle der niederschlagsreichen zweiten Monatshälfte im Februar. Mit der Wetterwende sank der Luftdruck von einem der höchsten auf den tiefsten der bisher beobachteten Stände.Vom 13. bis Ende Februar fiel auf der Alpennordseite grossenteils mehr Niederschlag als sonst im ganzen Monat. Vom 22. an erhielt die Alpensüdseite innert vier Tagen z.T. mehr als das Doppelte der normalen Monatsmenge. Gesamthaft war der Februar zu warm, um 2-3 Grad in den Niederungen, um 4-5 Grad in den Bergen. Überaus mild bei beträchtlich schwankenden Temperaturen war ebenso der März, der nördlich der Alpen seit Beginn der Beobachtungen nur ausnahmsweise wärmer gewesen war, z.B. 1948 in den westlichen, 1957 in den östlichen Landesteilen. Wärmerekorde gab es in Basel mit sommerlicher Tagestemperatur am 30. als frühestem Datum eines Sommertags nördlich der Alpen in diesem Jahrhundert und mit dem höchsten Monatsmittel für den März seit 1755. Kälter als im März - obwohl nur mässig kälter als normal - war es meistenorts im April, der mit vorwiegend trübem, durch Tiefdrucklagen bestimmtem Wetter allen Landesteilen sehr viel Niederschlag brachte, der Alpennordseite bis 200 Prozent, der Alpensüdseite und dem Südwallis bis 400 Prozent der normalen Menge. Eine Südstaulage führte den südlichen Vispertälern am 13./14. innert 36 Stunden 130 bis 150 cm Neuschnee zu, ein Kaltlufteinbruch erzeugte am Monatsende Schneefall bis in die Niederungen. Im April erreichten die Schneehöhen und die Rücklagen auf den Gletschern gebietsweise stark übernormale Werte. Den Höchstwert des Haushaltsjahrs erreichten sie im Mai nach einer niederschlagsreichen Kälteperiode um die Monatsmitte. Sonst war der Maimonat überall ausgesprochen warm und trocken, so dass die Schneedecke bis in mittlere Lagen rasch wegschmolz. In der ersten Junidekade herrschte im Gebirge nochmals winterliches Wetter mit zeitweiligem Schneefall bis in die Alpentäler.

Sommer 1989 Den Kälteschüben von Mitte Mai und Anfang Juni folgten im Laufe des Sommers in unregelmässigen Abständen weitere Kaltlufteinbrüche, zum Teil und vor allem auf der Alpennordseite begleitet von Schneefall bis an die Waldgrenze. Indessen war es auch im Sommer mehrheitlich warm und gebietsweise sehr trocken, besonders in der Westschweiz mit häufigen Hochdrucklagen im Juni und Juli. Die Ostschweiz jedoch, oft im Randbereich feuchter Luftmassen gelegen, erhielt von Juni bis September normale bis grosse Niederschlagsmengen. Im Alpengebiet, wo die Monatsmittel der Temperatur im Juni um den Normalwert, im Juli bis September etwa 1 Grad darüber lagen, war der Sommer gesamthaft merklich kühler als im Flachland. Auf dem Alpennordhang fiel wie in der Ostschweiz während des ganzen Sommers ziemlich häufig und zeitweise ausgiebig Niederschlag. Sonst war es in den Berggebieten vielfach wesentlich trockener als normal, auf der Alpensüdseite sehr trocken im September und ex- 75 Jahre Clariden-Firn- messungen ( Abb. 5 und 6 ) Seit 1914 wird der jährliche Firnzuwachs an 2 Pegelstangen auf dem Claridenfirn in den Glarner Alpen gemessen. Am 19.9.1989 hat eine Jubi-läumsbegehung stattgefunden ( 5 ). Die Höhe der Zuwachsschicht wird an der Stange gemessen, die Dichte und der Wasserwert durch Wägen kalibirierter, aus der aufgegrabenen Schicht ausgestochener Schneeproben ermittelt ( 6 ).

trem trocken auch noch im Oktober. Dieser Monat war gekennzeichnet durch sehr Starke Gegensätze im Temperaturverlauf und in der Niederschlagsverteilung. Einem Temperatursturz zu Monatsbeginn folgten vom 6. an bis zum 15. auf der Nordseite ergiebige, auf der Südseite der Alpen abgeschwächte Niederschläge, zeitweise als Schnee bis in die Täler. Damit ging das Bilanzjahr im Massenhaushalt der Gletscher im allgemeinen ebenso rasch zu Ende wie das vorangehende. Allerdings wurden in der ausserordentlich warmen und trockenen zweiten Monatshälfte die neuen, in der ersten Monatshälfte gebildeten Rücklagen weitgehend aufgezehrt, bis eine Kaltfront am 29. erneut der Alpennordseite viel, der Südseite wenig Niederschlag mit Schnee bis 2200 m brachte. Ausgleichend gab es im November in mehreren Schüben in den südlichen Landesteilen viel, in den nördlichen wenig Niederschlag. Wie im Oktober war es auch im Dezember zeitweise sehr warm und sonnig, so dass unterhalb der Waldgrenze nur in Schattenlagen eine dünne Schneedecke das Jahresende überdauerte. Die Schnee- und Gletscherschmelze hat im Hochgebirge Mitte Mai, etwa 2 Wochen vor dem Normaltermin, eingesetzt. Nach einem Unterbruch Anfang Juni war sie bis Ende Juli in allen Regionen sehr stark wirksam, so dass auch in den schneereichen Gebieten das Übermass der Rücklagen auf normales Mass vermindert wurde. Im August und September fand in den niederschlagsreicheren nordalpinen Gebieten etwa durchschnittliche, sonst starke bis sehr starke Schmelzung statt. Entsprechend der unterschiedlichen Verteilung des Jahresniederschlags und bei durchwegs überdurchschnittlichen Sommertemperaturen ergab sich im südalpinen Bereich eine sehr grosse, im nordalpinen eine massige bis geringe Verminderung der Gletschermasse.

Gletscherveränderungen Massenhaushalt Die regionalen Unterschiede im Klima des Berichtsjahrs kommen im Massenhaushalt der Gletscher sehr deutlich zum Vorschein. Für die Jahresbilanz massgebend waren im wesentlichen unterschiedlich grosse Summen des Schneezuwachses im Winter und des Schnee-, Firn- und Eisabtrags im Sommer, die je nach Region mehr oder weniger über dem normalen Wert lagen. Der Schneezuwachs Tabelle 1 Längenänderung der Gletscher 1986/87 bis 1988/89 - Zusammenfassung Klassen Anzahl Gletscher und Prozentanteil der Klasser 1986/87 1987/88 Anzahl Prozent Anzahl I Prozent 1988/89 Anzahl Prozent Beobachtungsnetz 120 120 120 nicht beobachtet 11 12 131 beobachtet 109 108 107 nicht klassiert 3 1 22 Stichprobe 106 100.0 107 100.0 105 100.0 im Vorstoss 35 33.0 27 25.2 193 18.1 stationär 13 12.3 6 5.6 34 2.8 im Rückzug 58 54.7 74 69.2 835 79.1 Durchschnittliche Längenänderung Mittelwert -6.4 m -5.1 m -9.1 m Anzahl Werte 94 89 856 Klassierung: Den Klassen sind im Berichtsjahr folgende, durch ihre Nummer aus der Tabelle 2 bezeichnete Gletscher zugeordnet:

1 22 23 32 46 52 72 75 76 81 85 100 115 116 2 112 113 3 7 10 18 20 25 26 28 30 38 41 53 58 61 70 78 96 98 105 110 4 42 60 108 5 1 2 3 4 5 6 8 9 11 12 13 14 15 16 17 19 21 24 27 29 31 33 34 35 36 37 39 40 43 44 45 47 48 49 50 51 54 55 56 57 59 62 63 64 65 66 67 68 69 71 73 74 77 79 80 82 83 84 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 97 99 101 102 103 104 106 107 109 111 114 117 118 119 120.

6 Für die Berechnung der mittleren Längenänderung sind die Ergebnisse von 20 Gletschern nicht berücksichtigt aus folgenden Gründen:

-Zahlenwert gilt für 2 Jahre: 14 29 30 33 71 74 78 82 118Einwirkung eines künstlichen Sees: 3 50; -keine Zahlenangabe: 49 55 56 58 106 107 108 110 114.

übertraf den Normalwert im Norden mehr als im Süden. Umgekehrt war das Übermass des Abtrags im Süden grösser als im Norden. Bei allen beobachteten Gletschern wurde im Sommer 1989 mehr Masse abgetragen, als im vorangegangenen Winter zugelegt worden war. Dementsprechend sind im Süden grosse, im Norden geringe Mengen der Rücklagen aus früheren Jahren aufgezehrt worden.

Am Griesgletscher wurde Anfang Juni ein Schneezuwachs von 2,7 m Schichtdicke ( Wasserwert 131 cm ) gemessen, rund 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der 28 Winter seit 1961. Die Jahresbilanz über Firnzuwachs im Nährgebiet und Eisabtrag im Zehrgebiet vom Herbst 1988 zum Herbst 1989 ergab einen Schwund um rund 7 Millionen m3 Eis, was einer Absenkung der Gletscheroberfläche um durchschnittlich 1,1 m Eisdicke ( Wasserwert 102 cm ) gleichkommt. Im Mittel der 28 Haus-haltjahre seit 1961 schmolz pro Jahr eine 23 cm dicke Eisschicht ( Wasserwert 21 cm ) ab. Die extremen Schwundjahre dieser Messreihe sind 1988, 1973, 1971, 1976 und das Berichtsjahr mit Absenkungen ( in der gleichen Reihenfolge ) um 109, 106, 104, 102 und noch einmal 102 cm Wasserwert.

Für die Haushaltsgletscher des nördlichen Alpengebiets wurden im Berichtsjahr durchwegs geringere Massenverluste ermittelt. Als Wasserhöhe auf die ganze Gletscherfläche verteilt, entsprechen diese Verluste den folgenden Absenkungen: Aletsch 7 cm, Limmern 31 cm, Plattalva 75 cm und Suvretta 40 cm. Die Bilanzrechnungen über den täglichen Wasserhaushalt im Einzugsgebiet der Massa, dessen Fläche ( 195 km2 ) zu rund zwei Dritteln durch die Aletschgletscher belegt ist, ergeben für die Zuwachsperiode ( 5.10.1988-15.5.1989 ) eine Dauer von 222 Tagen und einen als Wasserwert auf die ganze Fläche des Einzugsgebiets verteilten Zuwachs der gespeicherten Wassermenge um 133 cm, für die Schwundperiode ( 16.5.5.10.1989 ) eine Dauer von 144 Tagen und einen Abtrag um 140 cm. Die Dauer Tabelle 2 Längenänderung der Gletscher in den Schweizer Alpen 1988/89 Nr. a ) Gletscher Kt. b ) Längenänderung in Metern 1987/88 1988/89 c ) c ) Höhe m ü. M.

1989 Messdatum Tag, Monat 1987 1988 1989 Einzugsgebiet der Rhone ( II ) 1 Rhone VS - 19 5 2123 19. 8.

16. 9.

30. 8.

2 Mutt vs + 1.9 1.9 2582 19. 8.

17. 9.

30. 8.

3= Gries vs 5 - 11 2382.6 1.10.

21. 9.

20. 9.

4= Fiescher vs + 16.6 - 16.8 1666.3 5. 9.

31. 8.

9. 9.

5 = Grosser Aletsch vs - 12.3 - 13.8 1548.5 31.10.

5.11.

2.12.

106 = Mittelaletsch vs — X — X 2253.086 7. 9.

5. 8.

8. 9.

6 = Oberaletsch vs - 5.6 - 39.0 2145.1 1.11.

6.11.

1.12.

7 = Kaltwasser vs - 3.8 + 1.7 2660 30. 9.

8. 9.

29.10.

8 Tälliboden vs - 16.4 - 12.2 2630.7 29. 9.

29. 9.

4.10.

9 Ofental vs - 197.2 - 18.1 2671.2 29. 9.

28. 9.

4.10.

10 Schwarzberg vs 0 + 5.6 2649.0 29. 9.

1.10.

3.10.

11 = Allalin vs + 21.7 - 49.1 2214.4 29. 9.

17.11.

23.10.

12 Kessjen vs 7.4 - 5.1 2868.0 30. 9.

5.10.

2.10.

13 Fee ( Nord ) vs + 86.7 - 51.0 1932 4.11.

8.11.

31.10.

14= Gorner vs - 19 - 24.82 208387 3.11.

9.10.

2.11.

15 Zmutt vs + 10 - 2.4 2242 18. 8.

15. 9.

29. 8.

16 = Findelen vs - 15.22 - 45.2 2483.988 1.10.

12.11.

27.10.

107 = Bis vs — x — X - 1.10.

22. 9.

22. 9.

17 Ried vs + 4.6 - 15.8 2058.3 28. 9.

30. 9.

5.10.

18 = Lang vs + 31 + 13 2023 1.10.

2.11.

23.10.

19e Turtmann ( West ) vs + 1.7 - 6.5 2261 7.10.

13.10.

13. 9.

20 = Brunegg ( Turtm. Ost ) vs + 0.4 + 2.7 2452 7.10.

13.10.

13. 9.

21 = Bella Tola vs 8.2 - 37.5 - 17. 9.

23. 9.

6.10.

22 Zinal vs + 3.7 n 203088 3.10.

20. 9.

n 23 Moming vs n n - 3.10.

n n 24 Moiry vs - 7.2 1.4 239083 19.10.

29.10.

28.10.

25 Ferpècle vs + 5.6 + 3.1 209583 27. 9.

15.10.

14.10.

26 Mont Miné vs - 8.0 4- 13 196383 27. 9.

15.10.

14.10.

27 Arolla ( Mt. Collon ) vs 3.0 6 213583 27. 9.

15.10.

14.10.

28 Tsidjiore Nouve vs 4- 7.0 4- 5 220583 27. 9.

15.10.

14.10.

29 Cheillon vs X5 - 6.42 263083 4.10.

9. 8.

5.10.

30 = En Darrey vs + X5 + 72 249083 3.10.

9. 8.

4.10.

31 = Grand Désert vs - 9.8 - 13.2 275583 1.11.

24. 9.

1.10.

32 Mont Fort ( Tortin ) vs - 11.7 n 269583 1.11.

8.10.

n 33 = Tsanfleuron vs n - 21.52 241769 19.10.

n 20.10.

34= Otemma vs - 49.72 - 25 2460 19.10.

21. 9.

20. 9.

35 = Mont Durand vs - 28 - 24 2360 19.10.

22. 9.

21. 9.

36 = Breney vs - 10.22 - 7.5 257582 19.10.

21. 9.

20. 9.

37 = Giétro vs - 1.6 - 18.4 2480 ca.

29. 9.

22. 9.

25.10.

38= Corbassière vs 0 4- 7 2169 12. 9.

12. 9.

16. 9.

39 Valsorey vs - 1.0 - 10 2395 9.10.

18.10.

4.10.

40 Tseudet vs - 1.0 - 5 2423 9.10.

18.10.

4.10.

41 Boveyre vs + 4.0 4- 1 2595 9.10.

18.10.

4.10.

42 Saleina vs 4- 5.0 0 1695.5 20.10.

14.10.

13.10.

108 = Orny vs + X6 St — n 27. 9.

25.10.

43 = Trient vs - 10 - 5.0 1752 14. 8.

16.10.

25.10.

44= Paneyrosse VD - 3.6 - 7.0 — 20.10.

26. 9.

2.10.

45 e Grand Plan Névé VD 4- 15.6 - 17.4 — 19. 9.

27. 9.

26. 9.

Nr. a ) Gletscher Kt. b ) Längenänderun in Metern 1987/88 c ) g 1988/89 o ) Höhe m ü. M.

1989 Messdatum Tag, Monat 1987 1988 1989 46 Martinets VD n n _ n n n 47 = Sex Rouge VD - 8.4 - 14.4 — 18.10.

27.10.

24. 8.

48 = Prapio VD - 12ca.

- 8.0 — 25.10.

30.10.

11.10.

49 = Pierredar VD + X — X — 11. 9.

5. 8.

8. 9.

Einzugsgebiet der Aare ( la ) 50e Oberaar BE - 21.4 - 4.7 2302 29. 8.

21. 9.

15. 8.

51 = Unteraar BE - 10.0 - 16.7 1914 29. 8.

21. 9.

15. 8.

52 Gauli BE - 6 n — 25.10.

29. 9.

n 53 = Stein BE + 5.5 + 3 1934 27. 9.

21. 9.

18. 9.

54 Steinlimmi BE - 2 - 8 2092 27. 9.

21. 9.

18. 9.

55= Trift ( Gadmen ) BE + X — X 167O80 7. 9.

5. 8.

20. 9.

56 = Rosenlaui BE St — X 1860 ca.

10. 9.

5. 8.

24. 8.

57 Oberer Grindelwald BE - 2 - 20 1250 ca.

12.11.

29.10.

11.10.

58 = Unterer Grindelwald BE + X + X — 28.10.

26.10.

11.10.

59= Eiger BE - 10.7 - 15.3 2115 17. 9.

20. 9.

21. 9.

60= Tschingel BE - 1.5 + 0.4 2265 18. 9.

27. 9.

22. 9.

61 Gamchi BE - 3.5 + 4.5 1990 5.10.

28. 9.

26. 9.

109 Alpetli BE + 4.4 - 2.0 2250 19. 9.

21. 9.

21. 9.

110e Lötschberg BE n + X3 — n n 6.12.

62 e Schwarz VS - 7.5 - 13.0 2210 ca.

22. 9.

27. 9.

15. 9.

63 = Lämmern VS - 4.7 - 6.3 252088 23. 9.

28. 9.

14. 9.

64 Blümlisalp BE - 2.3 - 12.7 2200 12. 9.

20. 9.

22. 9.

111 = Ammerten BE - 1.9 - 20.8 2345 ca.

11.10.

17.10.

15.10.

65= Rätzli BE - 34 - 29.5 2410 20.10.

31.10.

5.10.

112 Dungel BE n sn — n n 18.11.

113 Gelten BE n sn — n n 19.11.

Einzugsgebiet der Reuss ( Ib ) 66= Tiefen UR - 6.4 - 9.9 250088 25. 9.

28. 9.

27. 9.

67 = Sankt Anna UR - 1.9 - 2.8 2565 "

25. 9.

21. 9.

28. 9.

68= Kehlen UR - 2.0 - 1.2 2078 22. 9.

21. 9.

20. 9.

69= Rotfirn ( Nord ) UR - 0.8 - 6.2 2031 22. 9.

21. 9.

20. 9.

70 e Damma UR + 5.9 + 8.4 20446* 26. 9.

21. 9.

20. 9.

71 = Wallenbur UR n - 2.02 2235 5.10.

n 6.10.

72 Brunni UR n n — n n n 73 = Hüfi UR + 24.5 - 21.0 1640 20.10.

22. 9.

24.10.

74 e Griess UR n - 14.02 2218 1.10.

n 2.10.

75 Firnalpeli ( Ost ) OW - 10.02 n — 31. 8.

3.10.

n 76 Griessen OW - 1.5 n — 18.10.

5.10.

n Einzugsgebiet der Linth/Limmat ( Ic ) 77e Biferten GL - 1.0 - 9.5 1901.0 28./29.9.

3.10.

2.10.

78 e Limmern GL St + 4.82 — 14. 9.

28. 9.

27.10.

114= PI atta Iva GL — X — X — 14. 9.

28. 9.

25. 8.

79 = Sulz GL - 3.2 - 4.4 1790 6.11.

29.10.

5.10.

80= Glärnisch GL - 4.0 - 3.2 2295.1 20. 8.

15.10.

21. 8.

81e Pizol SG - 16.7 n — 22. 9.

5.10.

Nr. a ) Gletscher Kt. b ) Längenänderung in Metern 1987/88 1988/89 e ) e ) Höhe m ü. M.

1989 d ) Messdatum Tag, Monat 1987 1988 1989 Einzugsgebiet des Rheins/Bodensees ( Id ) 82 Lavaz GR n - 912 2285 8. 9.

n 4.10.

83« Punteglias GR - 23 - 9 2355 23.10.

27.10.

23.10.

84 e Lenta GR - 11.2 - 6.5 2310 2.10.

24.10.

6.10.

85« Vorab GR - 13.4 n — 21. 9.

21. 9.

n 86« Paradies GR - 20.6 - 21.3 2402 10. 9.

26. 9.

8. 9.

87« Suretta GR - 33.2 - 16.1 2214.8 16. 9.

11. 9.

15. 9.

115 Scaletta GR n n — n n n 88« Porchabella GR - 7.2 - 4.1 2639.1 21.10.

17.10.

15. 9.

89 e Verstankla GR - 5.5 - 1 2390 3. 9.

1. 9.

26. 8.

90« Suvretta GR - 7.8 - 8.6 2437.1 17. 9.

27. 9.

20. 9.

91« Sardona SG - 5.4 - 14.7 2500 18. 9.

27. 9.

25. 9.

Einzugsgebiet des Inns ( V ) 92e Roseg GR - 9.2 - 11 2159 4.10.

18.10.

28. 9.

93« Tschierva GR - 20.8 - 5 2141 4.10.

18.10.

28. 9.

94« Morteratsch GR + 2.4 _ i 2030 6.10.

16.10.

1.11.

95« Calderas GR - 10.1 - 8.3 2725 4.10.

17.10.

18.10.

96« Tiatscha GR + 4

2500 17.10.

2.10.

4.10.

97« Sesvenna GR - 5.7 - 1.9 2750 18. 9.

25. 9.

23. 9.

98« Lischana GR - 6.2 + 8.6 2745 29. 9.

29. 9.

30. 9.

Einzugsgebiet der Adda ( IV ) 99« Cambrena GR - 14.52 - 12 2520 ca.

1.11.

1.10.

14.10.

100 Palü GR - 6.82 n — n 18.11.

n 101e Paradisino ( Campo ) GR - 12 - 1.2 282588 27. 9.

9.10.

16. 9.

102e Forno GR - 55.82 - 12.7 2240 n 26.10.

5.10.

116 Albigna GR n n — n n n Einzugsgebiet des Tessins ( IM ) 120« Corno TI - 1.5 - 5.2 2570 15. 9.

6. 9.

12. 9.

117« Valleggia TI - 3.4 - 3.7 2420 16. 9.

28. 9.

15. 9.

118« Val Torta TI sn - 37.62 2530 16. 9.

28. 9.

15. 9.

103« Bresciana TI - 18.82 - 3.4 2720 n 29. 9.

19. 9.

119« Cavagnoli TI - 15.4 - 10.5 2560 24. 9.

21. 9.

26. 9.

104« Basòdino TI + 3.0 - 4.9 2520 24. 9.

20. 9.

25. 9.

105« Rossboden VS + 16.0 + 3.1 1950 19.10.

6.10.

12. 9.

Abkürzungen + im Vorstoss st stationär — im Rückzug Allgemeine Bemerkungen a In Tabelle 1 und Figur 3 des vorliegenden Berichts sind die Gletscher mit ihrer Nummer aus dieser Tabelle bezeichnet.

b Liegt ein Gletscher auf dem Gebiet mehr als eines Kantons, ist der Kanton angegeben, in dem sich das beobachtete Zungenende befindet.

c Gilt die Angabe für eine mehrjährige Zeitspanne, ist die Zahl der Jahre folgenderweise angezeigt: —13.42 = Schwund um 13.4 Meter in 2 Jahren.

d Ist die Höhenkote des Zungenendes oder des Gletschertors nicht im Berichtsjahr gemessen, ist das Jahr der Messung folgenderweise angezeigt: 2253.086 = Meereshöhe 2253.0 Meter, gemessen im Jahr 1986.

e Eine Bemerkung mit der Nummer dieses Gletschers wird im vollständigen 110. Bericht der Gletscherkommission veröffentlicht.

ca. ungefährer Wert x Betrag nicht bestimmt sn eingeschneit unsichere Angabe nicht beobachtet Auslotung des Gletscherbetts auf dem Colle Gnifetti ( Abb. 7 bis 12 ) Bohrkerne aus den Firn-und Eisschichten am Colle Gnifetti, die an verschiedenen Hochschulen untersucht werden, geben Aufschluss über Klima- und Umweltveränderungen im Alpenraum während der letzten Jahrtausende ( vgl.

97. Gletscherbericht ). Um die Ergebnisse der Bohrkernuntersuchun-gen richtig deuten zu können, muss die Verformung der Schichten durch Setzen und Fliessen von Firn und Eis im Bereich der Bohrstelle bekannt sein. Das setzt voraus, dass die Topographie des Gletscherbetts und die Bewegungsverhältnisse an der Oberfläche bekannt sind. Zu diesen Zwecken hat eine Forschergruppe der ETH Zürich im August 1989 einen Stollen gegraben und mit hoch-empfindlichem Radargerät Echolotungen vorgenommen. Bewegungsmessungen an Pegelstangen werden seit Jahren durchgeführt.

Abb. 7 bis 9 Colle Gnifetti ( 4452 m ) und Signalkuppe ( 4554 m ) mit Capanna Margherita und Sondierstollen im Firnhang oberhalb des zugeschneiten Bergschrunds ( 7 ). Der Stollen zur Entnahme von Schnee- und Firnproben, zum Messen der Setzung und Verformung der Schichten im .Ml. ".

Steilhang hat unter jungen Schnee- und Firnlagen bereits nach 5 m Vortrieb unerwartet wenig Eis und den Felsuntergrund angefahren ( 8 ). Er ist mit einer Türe verschlossen ( 9 ), um Messungen über einige Jahre weiterzuführen.

des Bilanzjahrs ( 366 Tage ) und das Ergebnis der Jahresbilanz ( Schwund um 7 cm ) stimmen fast genau überein mit den Durchschnittswerten der 56 Bilanzjahre vom 1. Oktober 1931 bis 30. September 1987 ( Dauer 365 Tage, Schwund 14 cm/Jahr ). In dieser Zeitspanne dauerte der Winter im Mittel 239 Tage ( 6. Ok-tober-1. Juni ) und erzeugte einen Zuwachs um 101 cm. Der Sommer dauerte 126 Tage ( 2. Juni-5. Oktober ) und erzeugte einen Schwund um 115 cm. Schreibt man die jährliche Verminderung der Wasserreserven im Massagebiet um jährlich 14 cm dem Gletscherschwund zu, ergibt sich eine Absenkung der Gletscheroberfläche um durchschnittlich 24 cm Eisdicke.

Gletscherbewegung Beobachtungen über die Gletscherbewegung liegen von allen Gletschern vor, deren Massenhaushalt aufgrund von Messungen an einem Pegelnetz ermittelt wird. Seit einigen Jahren sind diese Messnetze, die zeitweise 50 bis 80 Pegelstangen umfassten, auf je 10 Pe- 10 gel reduziert. In Jahren mit ausgeglichenem Haushalt liegen 5 Messpunkte im Nährgebiet und 5 im Zehrgebiet. Solche mit Pegelstangen markierten Messpunkte dienen auf einigen weiteren Gletschern ( z.B. Allalin und Giétro ) vor allem der Bewegungsmessung. Auf dem Glacier de Corbassière wird die Bewegung in zwei Querprofilen ermittelt, indem auf der Profillinie gefärbte Steine ausgelegt werden. Im folgenden Jahr wird die Entfernung von der Linie gemessen, bevor die Steine ins Profil zurückgelegt werden. Diese einfache, im letzten Jahrhundert übliche Methode hat auf dem Rhonegletscher von 1874 an rund 50 Jahre lang hervorragende Ergebnisse geliefert und auch im vorliegenden Fall 20 Jahre lang ungestört funktioniert. Erst in jüngster Zeit sind einzelne Steine von gedankenlosen Touristen als Wegmarkierungen zweckentfremdet und versetzt worden. Auf den Aaregletschern kommt als Gegenstück eine der modernsten Methoden zur Anwendung. Dabei wird die Bewegung mittels jährlich aufgenommener Luftbilder in einem speziellen, auf dem direkten Vergleich der Aufnahmen zweier Jahre beruhen- den Auswerteverfahren photogrammetrisch bestimmt. Die beiden Methoden verbindet der gemeinsame Nachteil, dass sie im Gegensatz zu den Pegelmessungen nur bei schneefreier Gletscheroberfläche und damit nur im Zehrgebiet anwendbar sind.

Die Fliessgeschwindigkeit des Eises hat sich im Berichtsjahr wenig verändert. An den meisten Messpunkten war sie im Jahresdurchschnitt geringfügig grösser als im Vorjahr und in den Jahren vor oder zwischen den Perioden 1965-70 und 1977-81 mit wesentlich höheren Werten ( vgl. 109. Bericht ).

Längenänderung Gegenwärtig umfasst das Messnetz 120 Gletscher, deren Längenänderung in der Regel jährlich, in 7 Fällen mehrjährlich ermittelt wird. Im Herbst 1989 sind 107 Netzgletscher erfasst worden, die mit zwei Ausnahmen ein statistisch verwertbares Ergebnis geliefert haben. Die Ergebnisse des 110. Beobachtungsjahrs sind in Tabelle 1 zusammengefasst und mit den Ergebnissen der beiden vorangehenden Jahre verglichen. In Tabelle 2 sind sie zusammen mit dem Vorjahresergebnis für jeden Netzgletscher einzeln aufgeführt. Figur 3 gibt als Ergänzung zu Tabelle 2 eine geographische Übersicht für das Berichtsjahr. In der Figur 4 sind die Hauptergebnisse aus Tabelle 1 in die Reihe der 99 Jahresstatistiken seit 1891 eingefügt.

Die Zahlen der Tabelle 1 und die Kurven der Figur 4 zeigen klar, dass die Tendenz zum Gletscherschwund in den Schweizer Alpen im Berichtsjahr angedauert und etwa gleichermassen zugenommen hat wie in den vorangehenden Jahren. Der Anteil der wachsenden 11 Gletscher ist unter einen Fünftel gesunken, der Anteil der schwindenden über drei Viertel gestiegen. Damit ist der Anteil der schwindenden bereits wieder grösser als der Anteil der wachsenden seit 1880 jemals war, da sowohl in der letzten Vorstossperiode ( 72% im Jahr 1978 ) als auch in der vorletzten ( 70% im Jahr 1919 ) stets weniger als drei Viertel der erfassten Gletscherzungen gleichzeitig vorrückten. Ähnliche Verhältniszahlen wie im Berichtsjahr sind nach 1964 einzig im Jahr 1971 verzeichnet worden ( 16% wachsende, 79% schwindende Gletscher ), während die durchschnittliche Längenänderung in den Jahren 1965 ( -12,0 m ), 1971 ( -10,6 m ), 1973 ( -10,0 m ) und 197615,0 m ) etwas stärkeren Schwund, in den übrigen Jahren jedochs stets deutlich schwächeren Schwund ( meistens unter 5 m ) oder geringen bis mässigen Zuwachs ( am meisten 1978: 8,2 m ) anzeigte. Aus den früheren Vergleichswerten geht hervor, dass der mittlere Längenschwund im Berichtsjahr Abb. 10 bis 12:

Zweiteiliges, auf Skischlitten montiertes Echolot ( Sender mit breiter, Empfänger mit schmaler Blechantenne ), gesichert am Stahlseilgerät ( 10 ) für die Radarsondierungen am Steilhang unterhalb der Hütte ( 11 ) Velorad als Distanzmesser am Empfänger, im Hintergrund Pegelstangen zum Erfassen der Gletscherbewegung ( 12 ) Figur 2 Abweichung der Jahresniederschläge 1988/89 und der Sommertemperaturen 1989 vom Zentralwert der Bezugsperiode 1901-60 a ) Jahresniederschläge 1988/89 Summe der Niederschläge vom I. Oktober 1988 bis 30. September 1989 Wertung der Klassen:

KlasseJahresniederschlag + 2sehr gross + 1gross 0normal — 1klein -2sehr klein Figur 3 Die Gletscher der Schweizer Alpen Lageänderung der Zungenenden 1989 Legende:

Vorstoss ® stationär b ) Sommertemperaturen 1989 Durchschnittliche Lufttemperatur vom I. Mai bis 30. September 1989 Wertung der Klassen:

Klasse Sommertemperatur + 3extrem warm + 2sehr warm +1warm 0normal ©Rückzug ©unbestimmt ©nicht beobachtet Figur 4 Längenänderung der Gletscher in den Schweizer Alpen 1890/91 bis 1988/89 a ) Prozentanteile der wachsenden und der schwindenden Gletscher 100 75 50 25 b ) Anzahl beobachtete Gletscher

CO O O 05 03 00 03 O O3

CM O CO O3 CM O3 03 00 O3 150 100 50 0 geringer war als im Mittel und in den meisten Jahren der Periode von 1927 bis 1965, in der die Gletscherzungen durchschnittlich um 11,6 m pro Jahr kürzer wurden ( am meisten 1947:26,6 m ).

Die verstärkte Schwundtendenz zeigt sich auch darin, dass ausser den im letzten Bericht genannten Gletschern im Berichtsjahr weitere Gletscher nach langjährigem Vorstossen erstmals wieder zurückschmolzen oder stationär blieben ( z.B. Mutt, Allalin, Fee, Saleina ). Oder darin, dass einige der grossen Gletscher nach kurzfristigem Vorstossen erneut im Schwinden begriffen sind ( z.B. Fiescher, Zmutt, Ried, Morteratsch ) und ihren Längenzuwachs bereits wieder eingebüsst haben. In dieses Bild passt auch die Tatsache, dass im Gegensatz zum Vorjahr kein einziger Gletscher neu ( d.h. erstmals nach 1965 ) vorzustossen begann. Somit gibt die tabellarische Zusammenfassung im 109. Bericht eine umfassende Übersicht 25 50

1

75 100 O L003 « a- O3

CO O3 IO O3 O ÇO O O3 — O3 00 O3 O3 CO O3 O3 150 100 über die am jüngsten Gletschervorstoss beteiligten Netzgletscher der Schweizer Alpen.

Langjährige Messreihen Die Bedeutung der Gletscher und ihrer Veränderungen als Zeugen für langfristige Klimaveränderungen ist seit langem bekannt. Sie war von Anfang an ein Hauptmotiv für die Durchführung der systematischen Erhebungen, mit denen seit 1880 die Längenänderung als Indexgrösse in allen Regionen mit verhältnismässig bescheidenem Aufwand erfasst wird. Sie war auch ein Hauptgrund dafür, den Massenhaushalt und die Fliessgeschwindigkeit einzelner Gletscher mit dem dazu notwendigen grösseren Aufwand zu ermitteln, um Einblick in die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen Gletscher- und Klimaschwankungen zu erhalten. Zu diesem Zweck sind Messungen am Rhonegletscher von 1874 bis 1923 durchgeführt worden und sind an mehreren andern Gletschern-z.T. im Rahmen von Forschungsaufträgen zum Erfassen des Wasserhaushalts im Einzugsgebiet von Stauseen oder zum Beurteilen eventueller Gefährdungen von Kraft- werkanlagen - heute noch im Gang wie z.B. am Claridenfirn seit 1914, an den Aaregletschern seit 1924, am Grossen Aletschgletscher seit 1942, in Mattmark seit 1945 und im Limmerngebiet seit 1947, um nur die längsten Messreihen zu nennen. Im Zusammenhang mit den Fragen um eine künftige, durch menschliches Einwirken verstärkte Klimaerwärmung sind lange Beobachtungsreihen als wichtige Belege um so wertvoller, je weiter sie in die Vergangenheit zurückreichen. Zusammenfassende Überarbeitungen der vorliegenden Daten sind zum Teil abgeschlossen oder im Gang. Sie liefern die Grundlagen für Berechnungen des Massenhaushalts der Gletscher aus Klimadaten oder des Verhaltens der Gletscher aus ihrem Massenhaushalt und ihrer Reaktionszeit. Mit solchen Berechnungen lassen sich unvollständige Beobachtungsreihen ergänzen, indem fehlende Teile als Lücken überbrückt ( interpoliert ) oder an den Enden angefügt ( extrapoliert ) werden. So können z.B. Massenhaushaltsreihen rückwärts soweit verlängert werden, als Messdaten von ( nahegelegenen ) Klimastationen vorliegen. Extrapolationen in die Zukunft gelten stets nur im Rahmen der getroffenen Annahmen über die mutmassliche künftige Änderung der zugrundeliegenden Daten.

In den letzten Jahren sind ausser der im vorliegenden Bericht bereits erwähnten Beobachtungsreihe über den Wasserhaushalt 1931-1987 des Massagebiets verschiedene Messreihen aufgearbeitet worden. Dazu gehört als längste der laufenden Beobachtungsreihen über Massenänderungen jene, die den jährlichen Firnzuwachs seit 1914 und den Schneezuwachs im Winter seit 1957 an zwei Pegelstangen auf dem Claridenfirn in den Glarner Alpen lückenlos erfasst. In den 70 Jahren bis 1984 ist am Sommerende beim oberen Pegel ( 2900 m ü.M. ) im Mittel eine 2,55 m dicke Lage Altschnee ( Wasserwert 144 cm ) liegen geblieben, beim unteren Pegel ( 2700 m ü. M. ) eine solche von 0,75 m Dicke ( Wasserwert 43 cm ). Der grösste Dickenzuwachs wurde beiden Orts im Jahr 1925 mit 4,60 bzw. 3,15 m Schneehöhe gemessen, nicht aber der grösste Massenzuwachs, der beim oberen Pegel im Jahr 1980 mit 265, beim unteren im Jahr 1966 mit 182 cm Wasserwert ermittelt wurde. In acht Jahren ergab sich beim unteren Pegel anstelle des Zuwachses ein Abtrag, am meisten ( 3,91 m Firnhöhe, 268 cm Wasserwert ) im Jahr 1947, dem einzigen Schwundjahr beim oberen Pegel ( Abtrag 1,40 m Firn bzw. 79 cm Wasser ).

Im Rahmen der Rhonegletschervermessung sind Bewegungsmessungen an Steinreihen von 1874 an, Haushaltsmessungen an Pegelstangen von 1882 an durchgeführt und z.T. bis 1923 weitergeführt worden, deren Ergebnisse jedoch nur bis 1915 veröffentlicht sind. Auf neuere, sehr detaillierte Untersuchungen des Massenhaushalts in den Jahren 1979-1982 ist im 101. Gletscherbericht hingewiesen. In einer weiteren Studie wurde anhand der publizierten Messdaten die Massenänderung des ganzen Gletschers für die Jahre 1884-1909 in gleicher Weise berechnet wie für die Jahre 1979-1982. Die Jahreswerte beider Perioden wurden mit den von der SMA in Andermatt und Reckingen gemessenen Niederschlagssummen und Sommertemperaturen der entsprechenden Jahre verglichen, und schliesslich ist mit statistischen, aus diesem Vergleich abgeleiteten Berechnungsformeln aus den Klimadaten der beiden Stationen die Massenbilanz des Rhonegletschers für alle 105 Haushaltsjahre von 1882 bis 1987 rekonstruiert worden. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Abnahme der Eisdicke um 0,28 m ( 25 cm Wasserwert ) mit einer Fehlerabweichung, die mit guter Wahrscheinlichkeit ( 95% ) weniger als 0,063 m ( 5,7 cm Wasserwert ) beträgt. Zur Kontrolle der Ergebnisse wurde aufgrund der topographischen Aufnahmen des Rhonegletschers aus den Jahren 1874/1882 und 1959/1969 die Volumenverminderung ermittelt. Die daraus berechnete Dickenabnahme um durchschnittlich 266 ) cm Wasserhöhe pro Jahr stimmt mit den Ergebnissen der Massenbilanz gut überein. Gemessen an diesen Werten, weicht die Massenänderung der Gletscher im nördlichen Teil der Schweizer Alpen im Berichtsjahr wenig ab vom durchschnittlichen langfristigen Schwund.

Zusammenfassung Im Herbst 1989 ist zum 110. Mal in lückenloser Folge seit 1880 die jährliche Erhebung über die Veränderungen der Gletscher in den Schweizer Alpen durchgeführt worden. Dabei ist die Längenänderung an 105 Gletscherzungen bestimmt worden: 19 sind vorgerückt, 83 zurückgeschmolzen, 3 stationär geblieben. Dieses Ergebnis ordnet das Berichtsjahr eindeutig den ausgesprochenen Schwundjahren zu. Als solches liegt es wenig unter dem Durchschnitt der Schwundperiode 1927-1964. Untersuchungen über den Massenhaushalt

tJT-

13 Johan Dahl Land beobachtet ( 14 ). Die Kalbungsfront am Nordbogletscher ist mit 2 automatischen Kameras alle 3 Tage photographisch, durch Vermessen am Boden ( 15 ) einmal im Sommer geodätisch aufgenommen worden. Die helle Unterseite ab-geschalter Granitplatten eignet sich auf dunkler flechtenbestandener Felsoberfläche als Pass-punkt ( 16 ) für die Luftbildvermessung.

Gletscherkalbungen in Südgrönland ( Abb. 13 bis 16 ) Um verlässliche Aussagen über die Einwirkung künstlich gestauter Seen auf überflutete Gletscherzungen machen zu können und um Ver-gleichsgrössen zu beschaffen für die Wasser-bauer, die diesen Vorgang in verkleinertem Massstab ( 1:250 ) im Modell nachbilden, haben Glaziologen der ETH Zürich im Sommer 1989 und 1990 das Entstehen der Eisberge ( 13 ) im IMordbo-see ( 660 m ) am Fuss der Walhaltinde ( 1650 m ) in einzelner Gletscher ergeben ein ähnlich differenziertes Bild wie im Vorjahr: In den südlichen Regionen der Schweizer Alpen ist das Berichtsjahr eines der stärksten Schwundjahre seit 1961. In den nördlichen Regionen entspricht der Schwund nahezu dem langjährigen Durchschnitt. Der unterschiedliche Schwund ist zurückzuführen auf allgemein überdurchschnittliche, im Süden besonders starke Schmelzung, die den allgemein überdurchschnittlichen, im Norden sehr grossen Schneezuwachs durchwegs überwog, obwohl mehrere Schneefälle in der zweiten Sommerhälfte vor allem im Norden dämpfend wirkten. Relativ langsame Fliessgeschwindigkeiten und entsprechend verminderter Massenzufluss zum Zehrgebiet führten bei den meisten Gletscherzungen zu einem Ungleichgewicht zwischen Eisnachschub und Abschmelzung im Sinne des Schwundes.

Schlussfolgerungen Das Berichtsjahr ist das sechste aufeinanderfolgende Jahr mit mildem Winter, schneereichem Frühjahr und langen Wärmeperioden im Sommer. In diesen Jahren ergab die Massenbilanz der Gletscher mehrheitlich und regional stark unterschiedliche Verluste an Gletschermasse. Diesen Massenverlusten zufolge hat sich die Gletscherbewegung beträchlich verlangsamt auf Minimalgeschwindigkeiten um 1988, die im Berichtsjahr nur unwesentlich übertroffen wurden. Das Nachlassen des Eiszuflusses zu den Gletscherzungen bei überdurchschnittlich starkem Abschmelzen hat das Längenwachstum der Gletscher in den meisten Fällen beendet und durch erneuten Längenschwund weitgehend wieder rückgängig gemacht. Manche Gletscherzungen haben sich bereits deutlich hinter die frisch geschütteten vegetationslosen Stirnmoränen zurückgezogen auf einen Stand, der etwa jenem Anfang der 1950er Jahre entspricht.

Verdankungen Wie jedes Jahr ist die Gletscherkommission auch bei der 110. ihrer jährlichen Umfragen tatkräftig unterstützt worden von vielen Seiten, denen sie für regelmässige Beiträge seit vielen Jahren und Jahrzehnten zu danken hat. Sie tut dies mit Vergnügen für - Mitarbeit bei den Feldaufnahmen: dem Forstpersonal der Kantone Bern, Glarus, Graubünden, Obwalden, Sankt Gallen, Uri, Tessin, Waadt und Wallis, dem Personal der Kraftwerke Ägina, Mattmark, Mauvoisin und Oberhasli, den Feldglaziologen der VAW und den privaten Mitarbeitern Y. Biner, J. L. Blanc, H. Boss sen., H. Boss jun., A. Godenzi, E. Hodel, G. Kappenberger, P. Mercier, W. Wild und R. ZimmermannDurchführung zahlreicher Vermessungsflüge: dem Bundesamt für Landstopogra-phie und der Eidgenössischen VermessungsdirektionErgebnisse von Forschungsaufträgen: der Leitung der auftraggebenden vorgenannten Kraftwerkgesellschaften und den beauftragten Vermessungsbüros A. Flotron und H. Leupin wie auch den Sachbearbeitern der VAWKlima-, Schnee-, Abflussdaten: der Schweiz. Meteorologischen Anstalt und ihrem ehemaligen Mitarbeiter G. Gensler, dem Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung, der Abteilung Hydrologie am Geographischen Institut der ETHZ sowie der Landeshydrologie und -geologieBearbeitung langjähriger Messreihen: H. Müller und G. Kappenberger ( Firnzuwachs Clariden ), J. Chen und M. Funk ( Massenbilanz RhonegletscherBetreuung, Bearbeitung und Veröffentlichung der Gletscherbeobachtungen: der Direktion und zahlreichen Mitarbeitern der VAW/ETHZ.

Quellen Annalen ( in Vorb. ), Quartalshefte und Monatsberichte der SMA 1988-1989 Hydrologisches Jahrbuch der Landeshydrologie und -geologie 1988-1989 ( in Vorb. ).

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