Egoistische Sichtweisen?

Zum Artikel Wildruhezone Nesslenstock in «Die Alpen» 4/2014

Es ist durchaus erfreulich, dass sich der SAC für Erhalt und Schutz der Natur des (Schweizer) Alpenraumes einsetzt. Genauso erfreulich ist es, dass vor 35 Jahren auch die Frauen zu der Gesellschaft zugezählt wurden, welche sich berechtigt fühlen darf, sich in den Bergen aufzuhalten. Es wäre nun dringend an der Zeit, allen Lebewesen dieses Recht uneingeschränkt zuzuschreiben! Denn die Tiere halten sich schon viel länger und in wesentlich höherer Anzahl hier auf.

Sichtweisen und Verhalten des SAC, sowie der Redaktion von «Die Alpen», empfinde ich oft als egoistisch und starrköpfig, wenn es um Themen des Naturschutzes und speziell der Wildruhezonen im Winter geht. Die Variantenabfahrt vom Nesslenstock ins Gebiet Tagweid-Sörenberg besitzt zweifellos grosse Reize, ist aber nur eine von x-tausend Möglichkeiten, sich der Touren zu erfreuen und im Winter die Natur zu geniessen. Der SAC möchte frühzeitig in zukünftige Entscheide betreffend Ausscheidung von Wildruhezonen eingebunden werden. Diesbezüglich möchte ich Sie auffordern, folgende zwei Fragen anzuschauen:

1. Wie gross ist die Anzahl der Menschen, die darauf angewiesen sind, eine bestimmte Variante zu befahren, und wie gross ist die Anzahl der Tiere, die sich in besagter Zone aufhalten?

2. Welche Möglichkeiten hat der Mensch, freiwillig in andere Gegenden auszuweichen? Und wie viel Möglichkeiten, auszuweichen, hat das im Winter besonders ruhebedürftige Wild, wenn es vom Menschen durch seine Freizeitaktivitäten gestört wird?

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