Es gibt auch noch die Guggi- und die Rotbrättroute

Zum Steckbrief Jungfrau, «Die Alpen» 02/2020

Drei Besteigungen der Jungfrau ermöglichten mir die Begehung von fünf klassischen Routen an diesem berühmten Berg: Nach einer Überschreitung des Mittellegigrats nächtigten wir nach dem Abstieg vom Eiger Ende der 1960er-Jahre im Hotel Jungfraujoch (das später abbrannte) und wählten am folgenden Morgen zum Besteigen der Jungfrau die Route über den Nordostgrat. Vom dortigen Gipfel stiegen wir gleichentags in einem Zuge über 3300 Höhenmeter über den Innera Rottalgrat ab, hinunter nach Stechelberg und weiter bis zum Bahnhof Lauterbrunnen. Jahre später genossen wir die (damals noch) landschaftlich und touristisch sehr schöne Guggiroute, mit Abstieg über den normalen Weg ins Jungfraujoch. Und im dritten Anlauf erlebten wir den Anstieg von der Silberhornhütte über den Rotbrättgrat, wieder mit Abstieg ins Jungfraujoch, als überaus erinnerungswürdige, herrliche Tour.

Schade, dass der Steckbrief sowohl die Guggi- als auch die Rotbrättroute unerwähnt lässt.