Hüttenversorgung ohne CO2-Ausstoss wird es nie geben

Zum Leserbrief Klimaschädliche Hüttenversorgung auf dem Luftweg, «Die Alpen» 09/2019

Die Tatsache, dass viele SAC-Hütten auf dem Luftweg versorgt werden, ist unbestritten. SAC-Hütten dienen als Beherbergungsbetriebe, der Erholung, als Ausgangsorte für Wander-, Hoch- oder Klettertouren. Davon profitieren alle, die mit der Natur und der Bergwelt etwas am Hut haben. Voraussetzung für die Bewirtschaftung ist ein Einkommen, von dem der Hüttenwart während der Bewirtschaftung leben kann. Viele Hütten sind nur mit schmalen Fusswegen erschlossen. Fahrzeugtransporte sind somit nicht möglich. Als langjähriges SAC-Mitglied mit Hunderten von Stunden Fronarbeit kenne ich die vielfältigen Probleme der SAC-Hütten. Im erwähnten Fall wird Wärme grösstenteils mit CO2-neutralem Holz erzeugt, eine Wasserturbine produziert Strom, Gas und ein wenig Solarstrom kommen als Ergänzung dazu. Holz und Gas müssen irgendwie zur Hütte gebracht werden. Die Versorgung mit Saumtieren kommt nur in kleinerem Rahmen infrage. Eine Hüttenversorgung ohne CO2-Ausstoss wird es nie geben. Alternative Hüttenversorgungen könnten aber etwa Transportseilbahnen leisten. Die Eingriffe in die Landschaft sind gering, Lärmemissionen gibt es kaum. Diesen Satz glaube ich nicht fertig schreiben zu können, bis es von Einwänden der verschiedensten Organisationen nur so hagelt. In diesem Sinne wünsche ich allen viele schöne Hüttenstunden und kein schlechtes Gewissen wegen des CO2-Ausstosses.

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