I. Bericht über die Fahrten im Exkursionsgebiet 1869 (Lyskamm—Monte Leone)

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über die Fahrten im Exkursionsgebiet 1869 Lyskamm bis Monte Leone.

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JÜa im Jahre 1869 keine Berichte über Fahrten in diesem Exkursionsgebiete eingetroffen sind, so bleibt uns nichts Anderes übrig, wenn wir diese Abtheilung in unsern Berichten ausfüllen wollen, als auf dieselbe Weise wie in den letzten zwei Jahren zu verfahren und eine chronologische Aufzählung der Exkursionen in diesem Gebiete darzubieten, woraus zu ersehen ist, dass in demselben wenig mehr zu leisten übrig bleibt. Dieser Bericht unterscheidet sich von dem für das Jahr 1869 herausgegebenen Itinerarium darin, dass er theils etwas weitläufiger gehalten ist, theils die Fahrten chronologisch ordnet,, während dieselben in jenem lokal aneinander gereiht sind.

Das Exkursionsgebiet vom Lyshamm bis zum Monte Leone umfasst das Saasthal und den Simplonpass, der die Thäler der Saltine und der Doveria, wie der Krummbach nach seiner Vereinigung mit dem Laquinbach heisst, in sich schliesst.

Diese Thäler sind schon seit Jahrhunderten bekannt,, da der Simplonpass und der Monte Moro die Verbindung des Wallis mit Piémont vermitteln, von welchen jedoch

letztere durch die von Napoleon I. im Anfang dieses- Jahrhunderts als Vorbild für alle andern Bergstrassen errichtete Simplonstrasse in den Hintergrund gedrängt worden ist.

Bei beiden Pässen waren indess nur die Thalsohlen bekannt, und die dieselben einschliessenden Bergketten eine vollständige Terra incognita. Da wir es aber bei unsern Berichten nur mit den Bergen zu thun haben, so verweisen wir in Bezug auf die Thäler auf die andern Kei-sebücher, namentlich auf Tschudi's Schweizerführer, und führen einzig an, dass Hirzel-Escher in seinen Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz und ihre nächsten Umgebungen ( Zürich 1829 ) zuerst das grössere Publikum mit den Einzelnheiten des Saasthaks und des Monte Moropasses bekannt gemacht hat. Nach ihm hat Moritz Engelhart in Strassburg in seinen Naturschilderungen der höchsten Schweizeralpen ( Basel 1840 ) mit Ergänzungen, die unter dem Titel: Das Monte Rosa-und Matterhorngebirge ( Paris-Strassburg 1852 ) herausgekommen sind, das Saasthal und die dasselbe einschliessenden Bergketten etwas näher zu schildern versucht, ist aber nur wenig in die eigentliche Bergregion vorgedrungen. Einen eigentlichen Bergübergang schildert bloss Marc Viridet in einer in Genf 1835 erschienenen Broschüre: Passage du Rothhorn, sollte wohl heissen: Rauthorn, den Uebergang von Saas nach Simpeln über den Rossbodengletscher. Auch Forbes, travels through the Alps of Savoy ( Edinburgh 1843 ) liefert einige Notizen über das Saasthal.

Das ist Alles, was aus frühern Zeiten angeführt werden kann; auch die Reisebücher, namentlich J5W, wissen noch wenig zu berichten.

Erst mit dem Jahr 1847 wurde in die Bergwelt dieses Exkursionsgebietes eingedrungen, und den 13. August der Ällalinpass ( 3570 m ) unter Anführung des leider in diesem Jahre verstorbenen Hrn. Pfarrer Imseng begangen.

Es war dieses das zweite Mal, dass Herr Pfarrer Imseng diesen Pass zurücklegte. Früher soll einmal Herr Sfiuttleworih bis in die Höhe desselben von Täsch aus. gelangt sein. Nun war das Eis gebrochen. '

1848. 8. August entdeckten die beiden Zermatter Führer Stephan Biner und Matthias zum Taugwald den neuen Weissthorpass ( 3612 m ) nach Macugnaga und den 10. August wurde der Gassenriedpass von Saas nach St. Nikiaus zum ersten Male zurückgelegt und zugleich das TJlrichshorn ( 3929 m ), das bei diesem Anlasse aus Klein Mischabel umgetauft wurde, erstiegen. Nach mündlichen Mittheilungen hat Herr Leslie Stephen diesen Pass später auch begangen, jedoch auf der linken Seite; seitdem ist er aber nie mehr versucht worden.

1849. 9. August wurde der Adlerpass ( 3798 m ), der jedoch erst später diesen Namen erhielt, zum ersten Male von Mattmark nach Findelen begangen.

1850. .'9 .August wurden die vordem Gipfel des Monte Leone ( 3360 m, 3440 m ), die auch den Namen BreitJiorn tragen, zum ersten Male erstiegen, und 10. August der Zwischbergenpass ( 3272 m ) vom Laquinthal aus durch das Zwischbergenthal ( Val Vaira ) ebenfalls zum ersten Male von Touristen begangen.

1852 endlich den 25. August wurde der Uebergang vom neuen Weissthorpass ( 3612 m ) über den Schwarzberggletscher in die Distelalp ( 2170 m ) zum ersten Male versucht.

Alle diese Exkursionen sind in den Schriften: Die Seitenthäler des " Wallis und der Monte Rosa von Melch. Ulrich, Prof. ( Zürich 1850 ), Berg- und Gletscherfahrten 111 den Hochalpen der Schweiz von G. Studer, M. Ulrich, ». J. Weilenmann, H. Zeller, zweite Sammlung ( Zürich 1863 ) und den Mittheilungen der Naturforschenden Ge- Seilschaft in Zürich Nr. 58, 59, 60, zweiter Band ( Zürich 1850—1852 ), Nr. 81, 82, 83, dritter Band ( Zürich 1853-1855 ) näher geschildert.

1854. 28. August wurde das Rossbodenhorn ( 3917 m ), das niedrigere der beiden Fletschhörner, von Hrn. Pfarrer Michael Amherdt in Simpeln mit den Führern Johannes Zumkemmi und Fr. Clausen zum ersten Male erstiegen über den Rossbodengletscher. Etwas Näheres ist jedoch darüber nicht bekannt, eben so wenig über die Ersteigung des Weissmies ( 4301 m ), die von Herrn Dr. Hausser im August 1855 bewerkstelligt wurde, über das Trift-gräüi, Trifthorn und den Triftgletscher in 8 Stunden. Auch Leslie Stephen und Hinchliff waren 1859 oben. Tschudi's Schweizerführer p. 131.

Bis zu diesem Jahre waren es bloss Schtveizer, die diese Entdeckungsreisen auf dem Saasgrate und der FletschhornJcette machten. Erst nach und nach drang die Kunde in weitere Kreise, und mit dem Jahre 1856 treten die Engländer in die Reihe. In diese Zeit fallen wohl auch die ersten Ersteigungen des Alphub eljoches ( 3802 m ) mit dem Alphubel ( 4207 m ), ass Rimpfischhornes ( 4103 m ) und des Strahlhornes ( 4191 m ). Ohne anders wird wohl Franz Ändermatten in Saas der Erste gewesen sein, der diese Expeditionen ausführte, da er auch bei den frühern Unternehmungen betheiligt war, und er nach Jahrbuch II, 1865 p. 538 darauf Anspruch macht. Indessen wollen auch Melchior Anderegg von Meiringen, Jahrbuch I, 1864, p. 575, Johann Peter Perren, Schreiner, von Zermatt, Jahrbuch II, 1865, p. 534, Johannes Kronig von Zermatt, Jahrbuch II, 1865, p. 535, und Peter Joseph Vannez, Jahrbuch II, 1865, p. 538, an dieser Ehre Theil haben. Sie mögen es miteinander ausmachen. Das ist sicher, dass vor 1852 diese Gipfel nicht erstiegen worden sind.

1856. 24. August wurde das Laquinhorn ( 4061 m ) zum ersten Male von E. L. Ames mit Herrn Pfarrer Imseng, Franz Andenmatten und zwei Führern erstiegen. 3 Uhr fort von der Triftalp mit Laternen über Alpen in ein enges, mit Stein übersäetes Thälchen, über die Moräne auf den Gletscher und an den Fuss des Gipfels. Hier Frühstück. Nun vier Stunden klettern, um 10 Uhr auf dem Gipfel; der Weissmies der nächste Nachbar. IOV2 Uhr fort, 4 Uhr 15 Minuten Saas. Peaks, Passes and Glaciers 1. Series, London 1859, p. 206 f.

1856.28. August von demselben im Begleit von Franz Andermatten und einem Imseng zum ersten Male der Gipfel des Allelinhornes ( 4034 m ) erreicht. Berg- und Gletscherfahrten zweite Sammlung p. 154 f. Leslie Stephen bestieg 1861 diesen Berg vom Feegletscher aus.

1857. 13. September das Nadelhorn ( 4334 m ) von Herrn Pfarrer Imseng mit Baptiste Epinay und X. Tanti- gnoni zum ersten Male erstiegen, in 10 Stunden über Schwarzhorn und Ulrichshorn von Saas aus. Rückweg 5 Stunden. Tschudi's Schweizerführer p. 131.

1858. 11. September gelang es J. L. S. Davies mit Johannes zum Taugwald, J. Kronig und Hieronymus Brantschen zum ersten Male, den Gipfel des Domes ( 4554 m ) zu erreichen. Berg- und Gletscherfahrten zweite Sammlung 1863 p. 164 f. Davies nennt hier den Brantschen nicht; derselbe wird aber in Tschudi's Schweizerführer, der in seinen Angaben völlig zuverlässig ist, als der vierte angeführt, p. 108.

1859. August der höchste Gipfel des Monte Leone ( 3565 m ) von J. J. Weilenmann ohne Führer zum ersten Male begangen. Berg- und Gletscherfahrten zweite Sammlung 1863 p, 285.

Schweizer Alpenclub.33

1862. 30. Juli das Mischabeljoch ( 3856 m ) zum ersten Male überschritten. Couts Trotter mit seinem Bruder und Peter Bohren, W. 8. Thomason, George, Christian Almer von Grindelwald und zwei Männer von Saas brachen um 4 Uhr auf durchixe auf die Gletscheralp. Kurzer Halt bei den Hütten; dann die Alp hinauf, und den gewohnten Weg über die Felsen der Langenfiuh 7 Uhr 30 Minuten am Gletscher. Masken und Brillen vor. Die Schneehänge hinauf,mehr rechts, der Gletscher steiler und zerklüfteter, zu Felsen. Christian suchte auf den Schultern Peter's aufwärts zu gelangen; die andern und Peter selbst wurden am Seile nachgezogen. Die Felsen waren steil, 9 Uhr 30 Minuten auf der Höhe derselben. .Nun Stärkung. Durch Schrunde hindurch über den Bergschrund, dann den steilen Eishang hinauf 58°, 180 Stufen gehauen in sehr hartem Schnee. Höhe erreicht 12 Uhr 30 Minuten. Schöne Aussicht in die Berner und Walliser Berge bis in 's Tyrol und über Italien mit einem Theil des Langensees. Gegen Westen Blick auf den Weingartengletscher, der das Thälchen zwischen Täschhorn und Alphubel ausfüllt. Der Gletscher senkte sich allmälig ab. Dann ein grösser Schrund über den ganzen Gletscher, diesen bei zwei Vorsprüngen mit Hülfe von Seil, Bergstöcken und Beilen überschritten. Da die Schrunde sich mehrten, auf den Felsen rechts hinunter geklettert; dann wieder auf den Gletscher und über einen Eisfall hinunter durch Séracs hindurch, Christian voran mit dem Beil in der Hand, wohl eine Stunde lang, hierauf über Moränen und Steinhänge in das untere Ende der Täschalp, und den gewohnten Weg hinunter. 7 Uhr in Zermatt. Alpine Journal Vol. 1 Nr. 3, 1. September 1863, p. 125 f.

C. C. Tucher, B. W. Freshfield und J. H. Carson mit Daniel Balley und Franz Andermatten waren 1867, da viel Schnee lag und wenig Schrunde, von der Langfluh in gerader Linie in 61/i Stunden auf der Höhe.

Beim Hinuntersteigen über den Weingartengletscher folgten sie Spuren von Gemsen, die sie auf die Felsen links vom Eissturze leiteten sie kletterten diese hinunter auf den untern Gletscher und erreichten die Täschalp in 2, Zermatt in 3/i Stunden von der Höhe. Der Eissturz wurde so vermieden. Alpine Journal Vol. IV, 1. Mai 1868, Nr. 21 p. 57.

1862. 31. Juli wurde das Täschhorn ( 4498 m ) von J. L. Davies und J. TV. Hayward mit den Führern Johann und Stephan zum Taugwald und P. Joseph Sommermatter von Randa vom Kiengletscher aus über steile Firnhänge und Felsen in 11 Stunden zum ersten Male erklettert. Tschudi's Schweizerführer p. 108.

1863. Der Hohbergpass von Hier.!Brantschen und P. J. Sommermatter zum ersten Male begangen. Von Randa über den Hohberggletscher auf den Nadelgrat nördlich vom Nadelhorn, über den Gassenriedgletscher zum Gemshorn und über den Bidergletscher hinunter nach Saas. 13 Stunden. Tschudi's Schweizerführer p. 109.

1863. 6. Juli zum ersten Male das Balfrinhorn ( 3802 m ) von Robert Spence Watson und Gattin mit Herrn Pfarrer Imseng, Franz Andermatten und] Joseph Maria Ciaret erstiegen. 2 Uhr 15 Minuten fort über die Brücke links durch den Wald über die Wiesen, oberhalb Fee, zu dem Bett des Hochbalmbaches, über Steingeröll zum Gletscher, diesen hinauf am Seil in einer Stunde, Stufen gehauen; Andenmatten und Ciaret wechselten miteinander ab eine Stunde lang, nun die Felsen des Gemshorns hinaufgeklettert. 8 Uhr Frühstück. Nach 20 Minuten Klettern und zwei Dutzend Stufen im Eis, auf der Höhe mit Blick auf den Gipfel und den Gassenriedgletscher 8 Uhr

33* Ulrich.

15 Minuten. Nun über die Gletscherebene an den Fuss des Gipfels, die Felsen hinauf, Eis dazwischen, Stufen gehauen, auf den Grat, 10V4 Uhr den letzten Eishang hinauf auf den Gipfel. Von Nastüchern eine Flagge gemacht und an einem Bergstock geschwungen; Antwort mit einer weissen Flagge auf der Brücke in Visp. Eine Stunde oben auf der Südseite. 11 Uhr 45 Minuten fort, hinunter geritten zu der Schneerunse. Frau Watson schlug vor, gerade nach Saas hinunter zu gehen. Daher auf den Balfringletscher und über ihn hin gegen Osten, dann wegen der Schrunde nördlich, hierauf wieder östlich zu Felsen mit Blick auf den Bidergletscher. Gegen diesen hinunter gestiegen, drei Stunden, Halt wegen Abgrund. Andermatten recognoscirt. Joseph findet einen Weg über die Felsen hinunter zu einer Runse, durch welche von Zeit zu Zeit Lawinen herabstürzen. Diese hinunter am Seile gehalten, weiter unten hinab geritten auf den Bidergletscher. Diesen hinunter, über die Moränen, durch 's Holz, zu der Brücke. 5 Uhr 30 Minuten im Hotel nach 15 Stunden. Alpine Journal Vol. 1 Nr. 4, 1. Dezember 1863, pag. 189 f.

1863. 7. Juli wurde von George und Moore mit Melchior Anderegg und Christian Almer ein Versuch gemacht, den Grat zwischen dem Weissmies und Laquinhorn von Simpeln aus zu überschreiten. Im Laquinthal 1 St. 20 M. von Simpeln über Nacht. 3 Uhr 15 Minuten fort. Sie hielten sich im Nebel zu weit gegen Norden und kamen nach vielen Schwierigkeiten 12 Uhr 30 Minuten bis zu einem Punkt, 2 Stunden von der Höhe des Grates. Hier kehrten sie aber, weil George unpässlich geworden und die Schwierigkeiten sich häuften, wieder zurück nach Simpeln 6 U. 15. M. Sie nannten den Pass Laquinjoch. Alpine Journal Vol. 1, 1. September 18637 Nr. 3 p. 135.

1863. 8. Juli das Gamserjoch. A. W. Moore mit Melchior Ander egg und Joseph Dorsaz. 8 Uhr 20 Minuten von Simpeln fort auf der Strasse nach Niederalp, unten am alten Hospiz, bei Hütten vorbei, einen schwachen Weg über Alpen hinauf gegen den Rautgletscher, rechts davon. Der Weg hörte auf und ein steiler Aufsteig folgte, der auf eine kleine Trümmerebene führte. Diese wurde überschritten, 11 Uhr 45 Minuten. Der Grat des Rückens an der " Westgrenze erreicht; sie umgingen einen Vorsprung links, eine Viertelstunde, und hatten nun einen Blick auf den obern Theil des Nanzerihales, durch den Gamsergletscher abgeschlossen. Frühstück. Ueber einen steilen Schiefer- und Schneehang auf den Gletscher hinunter; dann oberhalb seines Auslaufes das Seil vorgenommen und denselben in südwestlicher Richtung überschritten. 1 Uhr 55 Minuten auf dem Grat ( Simmelipass ?). Ein steiler Absteig über Felsblöcke führte in ein wildes, vom Mattwaldgletscher abgeschlossenes, Thal, und in einer Stunde dem Bache nach hinunter durch Felsblöcke zu den obersten Hütten, von wo ein guter Weg sie oberhalb des Hauptthales 5 Uhr 5 Minuten nach Saas brachte; in 7 Va Stunden ohne die Halte. Alpine Journal Vol. 1, 1. September 1863, Nr. 3 p. 140

1863. August. Das Laquinjoch von Jacomb und Chater mit Christian Michel und Peter Baumann von Grindelwald. Vom Oberstafel im Laquinthal 4 Uhr 20 Minuten fort, den untern Theil des Laquingletschers hinauf zu den Felsen links, und über dieselben auf die Höhe 4 Uhr Abends. Grosse Schwierigkeiten bei den Felsen und Eiscouloirs und Steinstürze. Ueber den Triftgletscher hinunter nach Saas in 4 Stunden, also im Ganzen 16 Stunden. Alpine Journal Vol. 1 Nr. 4, 1. Dezember 1863, p. 199. Es ist ohne anderes ein Irrthum, wenn im Alpine Journal Vol. 1 Nr. 8, 1. Dezember 1864, p. 433 angenommen wird, sie hatten das Fletschjoch zwischen den beiden Fletschhörnern gemacht.

Dieses ist noch nie versucht worden. Die Felsen links vom Laquingletscher und das Niedersteigen über den Triftgletscher weisen offenbar auf den Laquinpass hin. Der Fletschhornpass muss über den Rossbodengletscher hinauf und den Fletsch-homgletscher hinunter, oder umgekehrt, gemacht werden.

1863. 10. August. Das Weissmiesjoch von J. R. King und Biddell mit Joseph Dorsaz und Jean Zeilihausen von Simpeln. In's Laquinthal zu den höchsten Hütten, dann aufwärts SSW. über einen langen Grat nördlich vom Gletscher, der vom Weissmiess herabkommt, nach fünf Stunden Marsch von Simpeln auf der Höhe, und von da in IV2 Stunden Absteigen auf den Weg des Zivischbergen-passes, ungefähr dieselbe Entfernung von der Höhe. Alpine Journal Yol. 1 Nr. 3, 1. September 1863, p. 138.

1864. 1. August das Laquinjoch von Saas aus. J. Robertson und C. G. Heathcote mit Franz Andermatten7 Pierre Venetz und Peter Zurbrücken. 2 Uhr 15 Minuten von Saas fort über die Triftalp und den steilen Felsrücken zwischen den beiden Armen des Triftgletschers auf die Höhe des Passes beim Laquinhorn. 7 Uhr 15 Minuten. Die Schneehänge oberhalb der Felsen nicht schwierig. Die Felsen, die vom Triftgrat zum Laquingletscher sich absenken, ungemein steil; sie hielten sich links. Es bedurfte 3 Stunden. Etwas schwierig der Absteig in 's Laquinthal über die Felswände und durch Runsen. Dann das Laquinthal auf einem ordentlichen Weg hinaus eine halbe Stunde unter Simpeln. Im Ganzen 10 Stunden ohne die Halte. Alpine Journal Vol. 1 Nr. 7, 1. September 1864, p. 377.

1864. 12. August. E. N. Buxton und Gefährten,

darunter zwei Damen, vom Montemoropass links über den Firn des Seewinen- und Schwarzberggletschers zum Weissthor und über dasselbe auf den Eiffel. Bis zum Weissthor 3 Stunden, ganz leicht. Alpine Journal Yol. 1 Nr. 8, 1. Dezember 1864, p. 432.

1865. 17. August. Der Bistenenpass von Thomas Brooksbank und Hayward mit Caspar Blatter. Es ist dieses zwar ein Pass, der ziemlich häufig gemacht wird und schon längst bekannt; indessen folgt hier die erste etwas eingehende Schilderung desselben, die veröffentlicht worden. Von Isella in 4 Va Stunden zum alten Spital. Dann in 's Thal hinein, gegen Norden die Kette des Glishornes, gegen Süden der kleine Rautgletscher} rückwärts der Kaltwassergletscher mit dem Monte Leone. Es sind zwei Wege über den Grat, der eine bei einem See vorbei, der nördliche; es wurde der südliche gemacht. Auf der Höhe Blick auf den See jenseits des Nanzerthales, am Fusse des Gebüdem, und das Nanzerthal hinaus in 's Gredetsch-thal an das Grosse Nesthorn und das Aletschhorn. Gegen Süden das Simmelihorn und das Fletschhorn. Auf die Alp Bimtaffel hinunter, über den Bach und einen Fusspfad hinauf zum See, 20 Minuten ob demselben ein Steinmann auf dem Gebüdem ( 2328 m ). " Wieder zurück zum See, auf der Südseite an demselben vorbei und dem Bach nach links gegen Westen, zuerst auf eine Alp, dann durch Wald bei Stationen vorbei nach Visperterminen, und von da den Maulthierweg hinunter nach Visp. Von der 8im-plonstrasse bis zur ersten Brücke 1 Stunde 30 Minuten,, zur Brücke im Nanzerthale 1 St. 20 M., zum See und auf das Gebüdem 1 St. 35 M., nach Visp 2 St. 40 M. Besser von Ost nach West wegen der Aussicht. Alpine Journal " Vol. II Nr. 14, 1. Juni 1866, p. 317 f.

1868. 29. Juli der Sirwoltenpass ( Sirten, weil die Seen,

bei denen man vorbei kommt, diese Farbe haben ) von Anton v. Torrentê, G. Lorêtan, Vuilloud, M. Ulrich, mit Herrn Pfarrer Imseng, Jean Martin und Mabillard. Auch dieser Pass ist in der Umgegend gut bekannt, wird aber von Touristen zur höchsten Seltenheit gemacht.

Von 8aas über Bodmen, Bränden, Heimischgarten auf den Sattel ( 2815 m ) 33/4 Stunden. An den Gufferwän-den im Hintergrund der Mattwaldalp unten am Mattwaldgletscher vorbei auf den zweiten Grat unmittelbar unterhalb des Matttoaldhornes ( 3270 m ), 8immelipas$2zli Stunden. lieber das Schneefeld hinunter in den Hintergrund des Kanzerthaies 7 unten am Gamsergletscher vorbei auf die Höhe des Sirwoltenpasses, 2l!2 Stunden. Bei den Seen vorbei auf die Niederalp hinunter, diese hinaus auf die Simplonstrasse und hinunter nach Simpeln, 3 V4 Stunden. Im Ganzen 12 V* Stunden ohne Halt. Die Ersteigung des Matt-ivaldhornes kann damit verbunden werden, 1 % Stunden hinauf, 3/4 Stunden hinunter; auch der Bistenenpass lässt sich damit in Verbindung setzen.

1868. 5. September. Das Bossbodenhorn ( 3917 m ) von Herrn Ver gerer, eidgenössischer Zolleinnehmer in Simpeln, zum zweiten Male erstiegen.

Dieses sind die Fahrten, die in diesem Exkursionsgebiete zur öffentlichen Kenntniss gekommen sind, der Reihe nach, wie sie stattgefunden, geordnet. Das Gebiet ist ziemlich ausgebeutet; nur die Bergkette vom Portiengrat bis zum St. Joderhorn bedarf noch genauerer Untersuchung, oder vielmehr Veröffentlichung derselben; denn in Tschudi's Schweizerführer p. 131 f. werden mehrfache Ersteigungen und Ueberschreitungen erwähnt.

Das Stellihorn ( 3445 m ), das vor derselben liegt, ist schon öfter vom Hôtel Mattmark aus in 4 Stunden erstiegen worden.

Der Bericht war schon abgeschlossen, als vom Jahr 1869 Leistungen zur Kenntniss kamen, die alle aridem weit in den Schatten stellen und die Erforschung des Saasgrates zum völligen Abschluss bringen. Es wurden nämlich von den Herren G. E. Foster junior und Horace Walker mit den Führern Jakob Anderegg und Hans Baumann das Nadeljoch ( 4167 m ), zwischen Nadelgrat und Dom, und das Domjoch ( 4286 m ) zwischen Dom und Täschhorn passirt. Siehe Alpine Journal Yol. IV, November 1869, Nr. 27 p. 365 ff.

1869. 16. Juli. 2% Uhr fort von Saas. Ungefähr IV2 Stunden oberhalb den Hütten von Fee ist der linke Arm oder der untere Feegletscher verhältnissmässig frei von Schrunden, während ein steiler Pfeiler des Nadel-homes den Weg darbietet, den Eisfall oberhalb zu umgehen. Irrthümlich hielten sie das NadelJiorn für den Dom; der Dom wurde das Täschhorn, dieses ganz übersehen. Das Nadeljoch wurde zum Domjoch gemacht und der Irrthum zu spät bemerkt, um berichtigt werden zu können, und so zwei Pässe ersten Ranges gewonnen, so dass sie sich nicht beschweren konnten.

Sie setzten denWeg fest, überschritten den Gletscher ohne Schwierigkeit und gewannen den Pfeiler vermittelst eines gebrechlichen Séracs, der eine prekäre Brücke über den Bergschrund bildete. Die glatten Felsen, früher unter Eis, erheischten Sorgfalt, aber oberhalb derselben war der Pfeiler leicht zu erklettern, und sie passirten bald die zwei kleinen steilen Grasplätze oberhalb. Zur Linken stürzte der Eisstrom von dem obern Gletscher durch eine nicht passirbare Kehle, die erst auf der Höhe des Pfeilers überschritten werden konnte. Die Felsen wurden verlassen, und über Schneehänge, durchbrochen von Felsschichten, vorgedrungen. Nun oberhalb der Hauptmasse des Eisfalles, aber der Gletscher noch zu zerschrundet, um steh direkte auf den Pass zu halten zu können.

Daher wieder über Schneehänge hinauf bis an den Fuss des kleinen Gletschers, der vom Nadelhorn absteigt. Dieser endigt in einem grossen Eiswall, von welchem immer grosse Massen abbrechen. Da es noch früh war, passirten sie die überhangenden Séracs sicher, eine halbe Stunde, und machten sich nun direkte an den Felswall, der zum Col führt. Das Seil wurde vorgenommen aus Furcht vor verborgenen Schrunden, und, sich links haltend, an den Fuss des mittlern Pfeilers gestiegen. Einmal hübsch an den Felsen, wurde gefrühstückt und umhergeblickt. Sie waren nahe so hoch wie das ÄiphubeljocJi, aber die Gipfel im Nebel, auf dem Grat Guxeten. Es war 10 Uhr vorbei. Das Frühstück wurde beschleunigt und die Felsen angegriffen, die 1500—2000 Fuss über ihnen drohten, steil, aber nirgends gefährlich. Der Pfeiler kam zu Ende, ungefähr halbwegs des Walles, aber die Felsen des Absturzes blieben sich gleich, und nach langem und mühsamem Klettern waren sie um 2 Uhr auf dem Grate. Dicker Nebel und kalter Wind, daher nur wenige Minuten Halt. Sehnsüchtig blickten sie an den Grat links, über welchen bei günstigem Wetter und hinlänglicher Zeit der Gipfel des Doms leicht hätte erreicht werden können; aber, da der Absteig unbekannt, so versuchten sie es nicht.

Beim Herabsteigen zuerst über einen Schneehang hinunter. Dieser wurde steiler und unter dem dünnen Schnee zeigte sich Eis. Jakob voran, hielt sich rechts zu einem schmalen Streifen Felsen. Zuerst ging es gut; aber bald kam ein mauvais pas, wie selten einer; glatte, schlüpfrige Schieferplatten, 25 Fuss lang, 30° steil. Jakob war unversehens unten. F oster, halb sitzend, halb liegend, die Hände angepresst, suchte sich wälzend gegen Jakob in Bewegung zu setzen, der zum Aufhalten bereit stand.

Walker folgte auf dieselbe Weise. Nun die Schwierigkeiten vorüber. Sie stiegen den Gletscher hinunter und kamen auf den Weg zum Dom. Edelweiss wurde gesammelt. 8 Uhr waren sie in Randali,Uhr in Zermatt.

17. Juli in Zermatt, im Triftbach gebadet. 18. Juli Abends in die Täschhütten. 19. Juli vor Tagesanbruch nach dem Älphubelpass, 11 Uhr Gletcheralp. Hier auf die Führer, die in Saas Provision und Decken holten, gewartet. Es dauerte ihnen zu lang, und sie entschlossen sich,. i zu dem obern kleinen Grashang zu gehen, für eine Schlafstelle. Sie überschritten den Gletscher leicht; aber bei den Felsen war der Serac eingefallen, und bildete eine gebrochene Brücke über den Schrund. Doch kamen sie hinüber, und kletterten die glatten Felsen hinauf. Der Grasplatz wurde erreicht; neben Käse und Brod nur Gletscherwasser. Einen Platz zum Schlafen umsonst gesucht^ Alpenrosengesträuch für Feuer gesammelt. Dies ging bis 5V2 Uhr; die Führer kamen erst 1% Uhr mit kalter Omelette und saurem Wein. Die Nacht nicht gemüthlich. Durchkältet erhoben sie sich um 2 Uhr, und erwärmten sich am Feuer und mit heissem Kaffe. 23/4 Uhr fort zum Domjoch ( 4286 m ). Der erste Theil des Weges der gleiche, wie für das JVacfe/;ocA; dann mehr links gehalten, über Schneehänge hinauf an den Fuss des gewaltigen Couloirs? Welches die Kluft zwischen Dom und Täschhorn ausfüllt. Dieses so steil und der Rand oben so drohend, dass die Führer in der Mitte des Couloirs die Felsen vorzogen-7 Uhr wurden diese angegriffen. Es ging schnell hinan, dazwischen Schneehänge, die Sorgfalt erheischten. Sie nahten dem Grate; der Schnee ging in Eis über. Der letzte Abhang fürchterlich; das Eis so hart, dass 200 Fuss- drei Viertelstunden erforderten.

10 Uhr 45 Minuten auf dem Grate, eine schmale Brücke zwischen Dom und Täschhorn, der Gletscher 3000 Fuss unten. Auf dem Grate gekrochen bis zum Col. Dann über den steilen Wall hinunter, Stufen hauend und tretend, über zerbröckelte Felsen herabgeklettert, wieder auf den Schnee. Stunde um Stunde verging, der Grat nicht ferner, der Gletscher nicht näher. Eine Eunse erreicht, durch welche Steine und Eis abstürzten. Sie führte zum Gletscher, der Schnee knietief, der Bergschrund schwierig, nach 3 Va Stunden zum Grat auf dem Kiengletscher. Den Gletscher links durchkreuzt, zwei Gräte vom Täschhorn her theilen ihn in drei Partien. Sie kamen zu Heathcotes Stapfen} der diesen Tag das Täschhorn erstiegen, die rechts führten; sie hielten sich dennoch links und gelangten auf die Höhe des Grates, der Gletscher 500 Fuss unten. Mit Schwierigkeit heräbgeklettert, zuletzt ein Sprung von 10 Fuss. Nun über den Eisfall hinunter in ein Thälchen, mit Moräne gefüllt. Dieses durchschritten, öffnete sich ein Thälchen, das gerade hinunter auf die Strasse nach Zermatt führte. In dieses wnirde herabgeklettert, und die Strasse gerade erreicht, als es dunkelte. In 2 Stunden, IOV2 Uhr, waren sie in Zermatt, Heathcote erst 3 Uhr Vormittags.

Der Dom kann von beiden Pässen aus erreicht werden; das Täschhorn ist vom Domjoch aus unersteigbar. Der Uebergang bei beiden Pässen von 8aas aus leichter.

Als zweiter Nachtrag folgt zur Ergänzung des Ex-kursionsberichtes von 1868 der Uebergang über das Sesiajoch, den die Engländerinnen Helena und Anna Pigeon von London mit dem Führer Jean Martin aus dem Einfisch und einem Träger den 12. August 1869, laut einer Notiz in der Provinzia di Bergamo Nr. 131, 1. Oktober 1869, machten.

Sie wollten vom Biffel über das Lysjoch nach Gressoney. Sie brachen um 3 Uhr auf, waren 4 Uhr am Gornergletscher y 10 Uhr auf der Hochebene zwischen Zuwisteinspitze, Signalkuppe, Parrotspitze und Lyskamm. Statt sich hier rechts zu halten, kamen sie zu viel links und waren gegen Mittag am Rande der Hochebene, unter ihren Fussen ein weiter, tiefer Abgrund, der auf einen Gletscher auslief. Der Führer hatte vor vier Jahren das Lysjoch passirt und erinnerte sich des Weges nicht mehr recht. Beim Anblick des fürchterlichen Abgrundes drang sich ihm der Gedanke auf, ob er wohl irre gegangen. Er liess die Damen auf dem Passe, durchfröstelt von dem gewaltigen Nordwind, stieg auf die Parrotspitze und wandte sich gegen die Ludwigshöhe, um zu sehen, ob ein Hinabsteigen möglich; aber allenthalben nur steile Felsen und noch steilere Runsen. Bei der Rückkehr zum Passe und in der Gewissheit, den Weg verfehlt zu haben, findet er in einer Felslücke eine Flasche geborgen ( 1862 von den Herren George und Moore da niedergelegt ) und ist dadurch überzeugt, dass hier der Uebergang sei. Er durchforscht die sich absenkenden Felsen mit grösserer Aufmerksamkeit, und es scheint ihm die Möglichkeit vorhanden, über dieselben hinabzukommen. Er macht den Damen den Vorschlag, und sie gehen sogleich an'sWerk. In gehöriger Entfernung an ein solides Seil gebunden, begannen sie den gefährlichen Absteig, bald über nackte Felsen, bald über mehr oder weniger ausgedehnte Eisflächen, mit einer leichten Schicht Schnee gedeckt, in welche Stufen gehauen wurden. Schritt für Schritt musste man halten, um einen nach dem andern am Seil herabzulassen bis zu einem Punkte, der hinlänglich Raum bot, um festzustehen, ohne gehalten zu werden, immer unter den Augen der furchtbare Abgrund, der grösser zu wer-

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den schien, je mehr man hinabstieg. Diese gefährliche und schwere Arbeit dauerte über sieben Stunden, als sie gegen 6 Uhr Nachmittags an eine Stelle kamen, bei welcher jeder Weg aufzuhören schien. Glatte, beinahe senkrechte Felsen, unterhalb, rechts, links, allenthalben. Nirgends ein Raum hinlänglich gross zum Niederliegen, die Sonne nahe dem Untergang, die Nacht schnell anbre-chend. Jean Martin verlor den Muth nicht. Nachdem er die Damen in einer Einsenkung des Felsens befestigt, wandte er sich rechts, links, kriechend, so gut er konnte, einen Durchweg zu finden. Eine halbe Stunde suchte er vergebens. Endlich glaubte er, einen Absteig riskiren zu dürfen längs einiger Vorsprünge, die hie und da am Felsen hervorragten. Mit unsäglicher Noth fassten sie hier Fuss. Es war 8 Uhr Abends ( sie hatten den Absteig 11 Uhr Vormittags begonnen ), als sie den Sesiagletscher im Laufschritt überschritten; die Nacht war dunkel und liess mit Noth die Schrunde unterscheiden. Nach einer halben Stunde waren sie auf festem Boden auf der Moräne oberhalb Vigne; sie sahen ein Licht, gegen welches sie ihre Schritte wandten, über die Alp dieses Namens. Der Hirt Dazza Dionigi nahm sie freundlich auf, und beherbergte sie diese Nacht. Bis zur Ankunft auf der Alp hatten die Damen und der Führer geglaubt, das Lysjoch gemacht zu haben, und sich auf einer Alp von Gressoney zu befinden; sie vernahmen aber zu ihrem Erstaunen vom Hirten, dass sie im Val Sesia waren und das formidable Sesiajoch passirt hätten. Den folgenden Tag stiegen sie nach Alagna hinunter, wo die beiden Damen einige Tage zu bleiben gezwungen waren, weil einer derselben ein Fuss geschwollen war, einzige üble Nachwirkung von dieser gefährlichen und beinahe unglaublichen Fahrt. Jean Martin verdient alles Lob; denn, wenn er auch den Weg verfehlt, so hat er diesen unvorsätzlichen Irrthum durch seine Ruhe, Gewandtheit und Kaltblütigkeit vollständig ausgeglichen.

Yon 3 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends hatte er nie geruht, und eine halbe Stunde unaussprechlicher Angst durchgemacht, die Nacht mitten in Abgründen zubringen zu müssen, mit Gefahr zu erfrieren. Er tritt durch diese Leistung in die Reihe der ersten Führer. Alagna, 17. August 1869.

Ein Mitglied des Italienischen Alpenclubs.

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