KEIN TITEL

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Wenn Band XLII des Jahrbuches des S. À. C, wie es vorauszusehen ist, etwas später als gewöhnlich erscheint, so kommt das davon, dass fast noch in letzter Stunde Raum und Zeit in Anspruch genommen werden mussten, um eine Monographie, die im Bande selber nicht mehr unterzubringen war und deren Erscheinen von dem Verfasser doch für 1907 gewünscht wurde, wenigstens in der Mappe unterzubringen. Für Inhalt, Kunstbeilagen und typographische Ausstattung dieser Monographie, die in Basel hergestellt und uns in fertiger Gestalt abgeliefert wurde, trägt also der Verfasser, Herr Prof. C. Schmidt, die alleinige Verantwortung.

In der inneren Einrichtung des Bandes Änderungen anzubringen, war um so weniger Veranlassung, als durch Abrede zwischen dem Zentralkomitee, dem Verleger und dem Redaktor die mit 1906 ablaufenden Verträge auf ein Jahr, d.h. für Jahrgang 1906/1907 und Band XLII, einfach verlängert worden waren. Ich habe deshalb auch den Schluss des Schiblerschen Artikels „ In Corsika " wiederum in die Abhandlungen gesetzt, der Gleichförmigkeit mit dem letztjährigen Bande wegen und weil dadurch das Gleichmass zwischen philologisch-historischen und naturwissenschaftlichen Beiträgen in den Abhandlungen hergestellt wurde.

Die Artikel in den Freien Fahrten bieten auch diesmal ziemlich viel Abwechslung und es fehlt überhaupt in dieser Rubrik nicht an Stoff und Angebot von Artikeln, wenigstens in deutscher Sprache. Un8ro welschen Clubgenossen halten sich dagegen, mit ganz wenigen Ausnahmen, vom Jahrbuch zurück und widerstehen allen Lockungen des Redaktors und des Centralkomitees. Aus welchem Grunde das geschieht, weiss ich nicht. Im Interesse des Jahrbuchs des Schweizer Alpenclubs, der ja wie die Nation mehrsprachig ist, liegt dieser Zustand sicherlich nicht. Dass sich von Jahr zu Jahr mehr Bei- X träge aus nicht alpinen, ja auch aus aussereuropäischen Hochgebirgen im Jahrbuch einfinden, ist wohl nur zu begrüssen. Es ist Yorsorge getroffen, dass auch für 1908 dergleichen vorliegen wird.

Die Kleineren Mitteilungen sind ein Gebiet, in welchem auch Anfänger in der alpinen Schriftstelleroi zum Worte kommen können und es sollte diese Gelegenheit yon solchen mehr benutzt werden. Auch eine kleine Gabe kann, wie ein bekannter Homervers besagt, willkommen und erfreulich sein. Dass der Unterzeichnete als Rezensent in dieser Rubrik so oft zum Worte kommt, ist auch für ihn mehr eine Last als ein Vergnügen. Der alpine Büchermarkt leidet wie der Büchermarkt überhaupt an Überfüllung.

In der Chronik des S.A.C. sind diesmal nur zwei Sektionen mit ihren Berichten ausgeblieben, ein gutes Zeichen für den Wert, der auf diese Berichterstattungen und ihre Zusammenfassung an einer zentralen Stelle mit Recht gelegt wird.

Ob der Unterzeichnete an dieser Stelle weiter amten wird, ist zur Stunde noch eine offene Frage. Darum will er es nicht unterlassen, auf alle Fälle noch einmal allen denen zu danken, die ihn seit nunmehr 16 Jahren mit ihren Beiträgen, ihrem Rate und nicht zum mindesten mit ihrer sachverständigen Kritik unterstützt, und auf seinem nicht immer leichten Arbeitsgange begleitet haben. Möge auch in Zukunft über dem Jahrbuch des S.A.C. ein guter Stern walten.

Bern, den 15. Mai 1907.

Dr. H. Dübi.

I.

Freie Fahrten.

Jahrbuch des Schweizer Alpenclub. 42. Jahrg.

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