Lebt eure Leidenschaft aus!

«Was gibt es Schöneres für einen Jugendlichen, als eine Passion zu entdecken, die ihn sein ganzes Leben lang erfüllt?» Diese Aussage von Erhard Loretan erinnert uns nicht nur daran, wie wichtig es ist, überhaupt eine Leidenschaft zu haben. Sondern auch ans Glück, diese Leidenschaft früh in seinem Leben zu entdecken. Auch wenn wir nicht alle unsere Passion für die Berge auf eine so extreme Art ausleben wie Erhard Loretan, erscheint uns doch ein Leben ohne Leidenschaft ziemlich fade. Deshalb ist das grösste Geschenk, das wir unseren Jugendlichen machen können, sie zu unterstützen, damit sie ihre lebenslange Leidenschaft entdecken können. Dank JO und J+S ist Jugendlichen diese Möglichkeit im SAC gegeben, was ich sehr begrüsse.

In die Berge zu gehen oder überhaupt einen Sport auszuüben ist die beste Lebensschule, die es gibt. Denn in dieser Schule lernen wir durchzuhalten und über uns hinauszuwachsen, wir lernen aber auch, was Solidarität ist und was Freundschaft. Sie lehrt uns weiterzugehen, auch bei schlechtem Wetter, und den Mut zu haben, Risiken einzugehen und gleichzeitig vorsichtig zu bleiben.

Allerdings ist die Schule der Bergsportarten nicht gratis. Zu den Kosten für das Material kommen die Kosten für Reisen und Unterkunft. Oder der Beizug von Bergprofis, wenn der Rahmen, den unsere unbezahlbaren Freiwilligen liefern, gesprengt wird.

Im Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung, das seit 2012 in Kraft ist, geht es genau darum: Sport bei Jugendlichen zu fördern und dies mit Subventionen zu unterstützen. Aber der Kuchen erwies sich angesichts der grossen Nachfrage als zu klein. Anfang 2015 sah sich das Bundesamt für Sport (BASPO) gezwungen, die Subventionen für J+S zu kürzen, damit für alle etwas übrig blieb. Zum Glück war sich das Parlament dieser Absurdität bewusst, die unsere JO voll getroffen hätte. Es beschloss, das J+S-Budget für 2015 nachträglich zu erhöhen, damit die Subventionen nicht mitten im Jahr gekürzt werden mussten. Aber was 2016 sein wird, ist noch unsicher. Gerade sind die Jugend­-Winterspiele 2020 an Lausanne vergeben worden. Es wäre doch schade, wenn Jugendliche daran gehindert würden, ihre Leidenschaft auszuleben, weil das Geld fehlt. An alle Jugendlichen und nicht mehr ganz Jungen: Ich wünsche euch, dass ihr 2016 eure Leidenschaft entdecken oder voll ausleben könnt!

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