Leistungssport ist nicht immer sexy

Der Weg ganz an die Spitze ist steinig, er verlangt eine grosse Portion harte Arbeit und tägliches Training. ­Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir Trainer den jungen Athleten ehrlich und transparent die Perspektiven aufzeigen, die sie in der gewählten Sportart haben. Wir müssen ihnen Werte wie Leistungsbereitschaft und Fair-Play vorleben und sie dafür gewinnen.

Ich höre oft, dass junge Menschen nicht motiviert seien, zu arbeiten oder hohe Ziele anzupacken. Das ist ein grosser Irrtum. In Tat und Wahrheit geht es nur darum, ihnen attraktive Perspektiven und Plattformen anzu­bieten, sodass sie sich verwirklichen können. Diese müssen nicht zwingend mit einem dicken Portemonnaie zusammenhängen.

Erfolg zu haben und auf einem Podest zu stehen, ist das von jungen Athleten am häufigsten genannte Ziel. Auf dem Weg nach oben muss man aber auch Niederlagen wegstecken können; man muss immer wieder neugierig sein, Mut zeigen und dabei auch viele Fehler machen. Fehler bringen einen Sportler oft weiter als Siege. Dies gilt aber nur, wenn die Fehler analysiert und Athleten im Lernprozess von erfahrenen Trainern begleitet werden. Ein Sportlerleben ist nämlich viel zu kurz, um alle Fehler selbst machen zu können. Gut ausgebildete und erfahrene Trainer sind deshalb ein Schlüsselfaktor im Leistungssport. Dies hat unser Dachverband Swiss Olympic schon lange erkannt. Deshalb werden Trainerlöhne von Sportverbänden direkt von Swiss Olympic mitfinanziert. Von diesem Entscheid können neuerdings auch wir bei Swiss Ski Mountaineering profitieren – auch wenn unsereSportart noch nicht olympisch ist.

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