Neue Bergfahrten in den Schweizer Alpen: A. Bündner Alpen

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Zusammengestellt von Ernst Jenny.

A. Bündner Alpen. ( Fortsetzung. ) Piz Badile, 3308 m. Nordkante im Auf- und Abstieg. Hans Frei und Hans Graf. 27. August 1932. Scioretta, ca. 3100 m. Abstieg über die Südflanke nach dem Colle della Scio- retta. E. J. Roelfsema. 14. Juli 1933.

Sehr steil in die Südwestflanke, später in die Südostflanke. Kurz, aber schwierig. Mitteilung von E. J. Roelfsema. Punta Rasica-Westgipfel, 3300 m. Direkt über die Nordwand. Hans Frei und Mathys Margadant. 24. August 1933. Punta Rasica-Torronegipfel. Überschreitung. Hans Frei und Emil Schillinger.

13. August 1933.

Fornohütte ab 056, Punta Rasica 3 ", Torrone Occidentale 700, Torrone Ovest 745, Torrone Centrale 1200, Torrone Orientale 18°°, Hütte 2040. Mitteilung von Hans Frei.

Torrone Orientale, 3335 m. Variante. E. J. Roelfsema. 11. Juli 1933.

Vom Colle del Torrone über losen Fels bis an den ersten der drei Plattenhänge. Hier Quergang in die Südwestwand. Steil aufsteigend erreicht man den Westgrat gerade vor dem Nordgipfel, den man nach Norden umgeht. Mitteilung von E. J. Roelfsema.

Torrone Centrale, 3299 m. Direkte Nordwand und Überschreitung zum Colle Rasica. Hans Frei und Mathys Margadant. 27. August 1933. Cima del Largo-Westgipfel. Variante. E. J. Roelfsema. 9. Juli 1933.

Vom Beginn der Route 29 im Bergellerführer schräg links ansteigend erreicht man durch ein Couloir den Westgrat rechts eines auffallenden Zackens, dann über den Westgrat den Gipfel. Mitteilung von E. J. Roelfsema. Piz Ivraina, unkotierter Gipfel zwischen P. 2873 m und P. 2932 m. 1. Winterbesteigung. Hermann Hofmann und Adolf Rebsamen. 2. Januar 1931.

Von der Naturfreundehütte Ova d'Spin, 1876 m, bis P. 2932 ohne besondere Schwierigkeiten. Einstieg am 2. ( unkotierten ) Gipfel etwas links vom Sommerweg, direkt über die Kante, kurz vor dem Gipfel ein grösserer Absatz, der etwas Mühe kostet. Zeit: 4 Stunden. Mitteilung von H. Hof mann. Piz Maritain, 3101 m. Begehung der Südwand über die vom westlichen Vorgipfel sich herabziehende Rippe. E. Kienzle und Bruder. 25. Juli 1933.

Vom Mot Madlain über die zuletzt sehr steilen Grashänge auf die unten wenig ausgeprägte Rippe. Über diese hinan zu einem waagrechten Gratstück, das zum Aufbau des Vorgipfels führt. Dieser wird durch ein Kamin erklettert. Dann erreicht man die Scharte westlich des Hauptgipfels und von dieser aus den Gipfel. Hübsche, nicht sehr schwierige Kletterei auf festem Gestein. Mitteilung von E. Kienzle.

Falknis, 2566 m. Begehung der Nordwestwand. Karl Fritz und Ludwig Hob-meier. 27. August 1930.

Scesaplana, 2969 m. Begehung des Nordwestgrates. Karl Fritz und Herbert Sohm. 6. September 1930. Jahresbericht des Akad. Alpenklubs Innsbruck 1930, S. 17. Drusenfluh, 2835 m.

I. Neuer Weg durch das oberste Drittel der Südwand von der « Terrasse » weg. Karl Fritz und Herbert Sohm. 9. September 1928. Jahresbericht des Akad. Alpenklubs Innsbruck 1928, S. 44.

II. Unmittelbar durch die Südwand. Walter Stoesser und Ernst Seifried. 12. u. 13. Juni 1930.

III. K. Kleinhans und Franz Stoll stiegen am 27. Juli 1930 über den unten wandartig verbreiterten Pfeiler, der vom Hauptgipfel nach Süden abfällt und die Südwand teilt, zum Gipfel. Teilweise sehr schwierig. Zeit: 4 Stunden.

rV. 1. Begehung durch das verborgene Kar und den « Roten Kamin ». Guido Pidermann und G. Thomann. Oktober 1932.

Von der Lindauerhütte durch das Eistobel und um das « gelbe Eck » in das verborgene Kar und zu dessen oberer orographisch linken Ecke.Von hier ein rotes Kamin steil hinauf in der Richtung Hauptgipfel. Das Kamin läuft auf ein weiteres Kar aus, durch das man gut den Ostgrat und über diesen den Gipfel erreicht. 37. Jahresbericht ( 1932 ) des A.A.C.Z.rich. Grosser Drusenturm, 2828 m. Über die Ostwand. Ernst Seifried und Walter Stoesser. 10. Juni 1930. « Der Bergsteiger » 1931.

Scheienfluh-Nordgipfel, 2630 m. Begehung der direkten Westwand. B. Ballets-hofer und Hans Pircher. 10. August 1932. 40. Jahresbericht des A. A. V.

München 1931/32, S. 48.

Tinzenhorn, 3179 m. Variante über die Nordwand, oberer Teil. Eugen Wenzel und Begleiter. 20. August 1928. « Die Alpen » 1931, S. 449—451. Mit Wegzeichnung. Piz d' Aela, 3340 m. Direkter Aufstieg über den Südwestwandpfeiler.

W. Weckerdt, P. Ettinger, Eugen Wenzel und Frau. 12. Juli 1931. « Die Alpen » 1931, S. 455 und 458. Mit Wegzeichnung. Piz Beverin, 3002 m. Winterbegehung durch die Nordwestwand. A. de Spindler und Freund. 18. Januar 1932. Piz Piatta, 3398 m. Variante. E. J. Roelfsema. 18. August 1925.

Abstieg vom Gipfel auf die oberen Firnhänge des Plattasgletschers auf dem gewöhnlichen Wege. Da der Gletscher dem Alleingänger zuviel verschründet war, traversierte er schwach absteigend über Bändern und Geröll ziemlich heikel die ganze Ostflanke des Berges bis nahe dem Nordostgrat, von wo er durch ein kleines Tälchen die Alp Piatta erreichte.

Piz Git, 2970 m. Südostwand im Aufstieg, Westflanke im Abstieg. E. J. Roelfsema. 13. August 1926.

Vom kleinen Gletscherchen zwischen Ostkante des Piz Ufiern und Piz Git über Schnee bis gerade unter den Gipfel des letzteren. Einstieg in die Felsen der Südostwand über glatte Platten. Höher steigend über Grasbänder, im Zickzack steile Felsabsätze vermeidend, bis ungefähr 25 Min. unterhalb des Gipfels der Ostgrat erreicht wird, den man weiter verfolgt.

Abstieg ungefähr 50 m über den Nordgrat und dann über Schnee und Geröll in die Westwand, durch welche man in einer halben Stunde die Val Cornera erreicht.

Piz Valdraus, 3099 m. Abstieg über die Nordwestkante. R. U. Winterhalter und E. J. Roelfsema. 18. August 1926.

Vom Gipfel in westlicher Richtung abwärts über steile und lose Felsen, bis man nach kurzer Zeit in ein Couloir einsteigen kann, das für den weiteren Abstieg benützt wird. Abfahrt ist nicht ratsam, da es an einigen Stellen von Felswänden unterbrochen wird. Später Abstieg über weniger geneigten Fels zum Lavazgletscher und Wiederaufstieg zur Medelserhütte. Gipfel—Hütte 1 1/2 Stunde. Piz Vial, 3166 m. Richtigstellung.

Bei der dritten oder vierten Begehung des Nordgrates waren die Verhältnisse ganz anders, als die Erstersteiger beschrieben haben. Die steile Eiskuppe vor dem Piz Viglotz ist verschwunden. Den Gipfel kann man gerade über den Nordgrat erreichen.

Cima Fornei, 3056 m. Westgrat. E. J. Roelfsema. 18. Juli 1927.

Ungefähr 200 m unterhalb der Bocca di Fornei biegt man vom üblichen Westanstieg nach der Bocca nach Süden und erreicht über einen steilen Firnhang und Geröll den zuerst wenig ausgeprägten Westgrat. Über Schnee und gutgestuften Felsen aufwärts, bis man einen 10 m hohen Überhang erreicht. Dieser wird durch eine schmale Spalte erklettert, kann aber auch nach Süden umgangen werden. Nachher ist es wieder leicht, dem Grat zu folgen. Den letzten Gipfelklotz ersteigt man mit einiger Mühe.

Garenstock, 2954 m. Über den Südostgrat vom Passo di Sorreda. E. J. Roelf- sema. 18. Juli 1930.

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