Nicht wundern

Zum Artikel «Aus für Eiselin-Sport», «Die Alpen» 12/2016

Mir scheint, dass der SAC bedauert, dass Eiselin-Sport die letzte Filiale in der Schweiz aufgeben muss: «Mit der Geschäftsaufgabe in Bern verschwindet auch ein Kapitel Schweizer Bergsportgeschichte.» Eiselin-Sport ist nicht der einzige Laden, der mit der Verschiebung der Bedürfnisse der Kunden zu kämpfen hat. Um nur ein weiteres Beispiel zu nennen, Roth Bergsport in St. Gallen hat seinen Laden (direkt neben der Kletterhalle) 2015 aufgegeben, mit den Worten «Da sich die Einkaufsgewohnheiten der Bergler und Natur­freaks geändert haben, schliessen wir unser Geschäft». Das ist schade, weil ich mich auch in Zukunft gerne im Laden von Experten beraten lassen möchte. Auch der SAC scheint das Ladensterben mit Bedauern zu beobachten. Da wundert es mich aber, dass ich im selben Heft Werbung finde für Internetversände mit Sitz im Ausland (und Preisangaben in Euro). Ich nehme an, dass der SAC auf die Werbeeinnahmen angewiesen ist und ein Selektion der Inserate nicht möglich ist. Man darf sich dann nur nicht wundern, wenn auch die SAC-Mitglieder sich eher für die günstigen Angebote im Internet entscheiden und die Läden in der Schweiz dies zu spüren bekommen.

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