Protokoll der XXXIX. Delegiertenversammlung

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XXXIX. Delegiertenversammlung des S.A.C.

vom 7. September 1901, nachmittags 2 Uhr im Hôtel de Ville zu Vevey.

Vorsitzender: Herr Dr. Bosshard, Centralpräsident.

1. Namenausruf. Anwesend sind: a ) Mitglieder des Central-Komitees: Herren Dr. Boßhard, Notar Denzler, W. Sträuli ,jr,, Dr. Vodoz, Dekan Herold, O. Kjelsberg; b ) Delegierte der Sektionen: Aarau: Herren Dir. Zurlinden, Rouiller; Bachtel: Herren Hptm. Eimer, Weber, Oberholzer; Basel: Herren G. Burckbardt-von Speyr, C. De la Harpe, Dr. Raillard, R. Kummer; Bern: Herren Dr. Dübi, Dr. Kilrsteiner, Francke, Probst, Uttinger; Bernina: Herren Pfarrer Michel, S. Tanner; Biel: Herren M. Hengg, J.B. Vuillemin, P. Jacky; Blümisalp-Wildhorn: Herren Krebser, Cramer; Bodan: Herr R. Scherb; Burgdorf: Herren Paul Christen, Fr. Friedrich; Chaux-de-Fonds: Herren E. Courvoisier, A.J.eanrenaud, A. Neukomm; Davos: Herr A. Rzewusky; Diablerets: Herren Dr. Jacot-Guillarmod, Barbey, J. Centurier, E. Correvon, Dr. Heer; Emmenthal: Herr G. Kindler; Genf: Herren Balavoine, Berlie, Bernoud, Delétra, Lenoir, Natermann, Langdorff, Thury; Jaman: Herren A. Cué-noud, L. Hahn, A. Leyvraz; Lägern: Herr Jeuch-Rohn; Lindenberg: Herr A. Meyer-Ochsner; Moléson: Herren Victor Challamel, Léon Daguet, Aug. Schorderet; Monte Rosa: Herren H. Seiler, Clausen; Neuenburg: Herren Berger, A.J.obin, Küderli; Oberaargau: Herren C. Jordi, A. Zemp; Oberland: Herren B. Hauser, Pfarrer Feller; Pilatus: Herren Dr. Arnold, R. Wyß; Piz Sol: Herren O. Neher, R. Helbling; Piz Terri: Herr Th. Castelberg; Randen: Herren Bahnmaier, Merkling; Rhätia: Herr Red. Hs. Jäger; Rorschach: Herr Hedinger; St. Gallen: Herren Dr. Scherrer, Th. Schefer, Dr. O. Seiler; Säntis: Herren J. Buchli, H. Zoller; Titlis: Herren Frz. Wyrsch, Arn. Wyrsch; Tödi: Herren C. Kollmus, Dr. H. Blumer; Uto: Herren Prof. Walder, Dr. Stebler, E. Trümpler-Hurter, A. Hurter, a. Pfarrer Thomann, Jak. Treichler, H. Blattmann; Weißenstein: Herren J. Branschi, Eggenschwyler; Winterthur: Herren Dr. For- rer, Dr. Naef, Stahel, Red. Wehrlin; Zofingen: Herren G. Strähl, Dr. Fischer-Siegwart. 92 Delegierte, welche 37 Sektionen vertreten.

2. Als Stimmenzähler, die zugleich das erst nach der Sitzung zu verfassende Protokoll zu genehmigen haben, werden gewählt die Herren: Neukomm ( Chaux-de-Fonds ), Blattmann ( Uto ), Kollmus ( Tödi ), Langdorff ( Genf ).

3. Die für das Jahr 1900 vorgelegte Rechnung wird genehmigt; Herr Kummer ( Basel ) wünscht Auskunft über die Buchung des Postens für den Verkauf von Fuhrerzeichen und Carnets. Herr Wehrlin, der die Rechnung revidierte, beantwortet die Frage; nähere Auskunft soll aber in der Alpina erteilt werden.

Die Rechnungsrevisoren, die Herren: C. Natermann und R. Wehrlin, Redaktor, stellen folgende Anträge:

1.Es sei der jetzige Vertrag, betreifend die Alpina des S.A.C., bezüglich Annoncenregie nicht mehr zu erneuern, sondern es sei der Centralvorstand zu beauftragen, einen neuen Vertrag mit einer Annoncenexpedition abzuschließen, der für den S.A.C. günstiger laute. "

2. „ Es sei das Honorar des Redaktors der Alpina auf 500 Fr. zu erhöhen, und zwar rückwirkend auf das Jahr 1900. ( Begründung: vide Alpina, Nr. 9, 1901. ) "

Diese beiden Anträge werden angenommen.

4. Als Rechnungsrevisoren für das Jahr 1901 werden gewählt die Herren: Hurter ( Uto ), E. Sandoz ( Neuenburg ); als Ersatzmänner die Herren: Challamel ( Moléson ), Hedinger ( Rorschach ).

5. Antrag des Centralkomitees, betreffend den Mahnruf zur Verhütung von alpinen Unfällen.

Die Sektion Bern hat an der letzten Delegiertenversammlung beantragt: Es solle durch Anbringung auffallender Plakate an passenden Orten vor den Gefahren des Hochgebirgs gewarnt werden. Der Antrag ist dem Centralkomitee zur Prüfung überwiesen worden.

Das Centralkomitee beantragt, auf die Motion nicht einzutreten. Der gleiche Versuch ist schon zweimal gemacht worden, und zwar ohne sichtbaren Erfolg. Auch das von Bern vorgeschlagene Plakat dürfte kaum eine größere Wirkung haben. Diejenigen, für welche die Plakate bestimmt sind, lesen sie nicht; und wenn sie sie lesen, so glauben sie nicht daran. Wenn irgend etwas abschreckend wirken kann, so sind es die Schilderungen von erfolgten Unfällen, wie sie die Blätter jeweilen bringen. Aber auch durch diese lassen sich gedankenlose oder allzu waghalsige Touristen nicht warnen.

Da aber die meisten, welche in der Schweiz Touren unternehmen, mit Reisehandbüchern versehen sind, wie Baedeker, Tschudi, Joanne, beantragt das Centralkomitee, der Redaktion dieser Bücher einen kurzen, ein bis zwei Seiten umfassenden Artikel, mit der Bitte um Aufnahme, zuzusenden. Es wäre dies eine im Sinne des Plakates verfaßte kurze Darstellung der Gefahren des Hohgebirges und Mahnung vor denselben. Herr Dr. Kürsteiner ( Bern ) hält aber den Antrag seiner Sektion auf- recht; man soll das eine thun und das andere nicht lassen, die Plakate wären außerdem ein Propagandamittel für den S.A.C. Herr Prof. Dr. Walder ( Uto ) wünscht, es möchten ihm eingehende, wahrheitsgetreue Darstellungen der Unglücksfälle für die Alpina eingesandt werden, und die Sektionen möchten dieselben auch zu Diskussionsthemata machen.

Der Antrag des Centralkomitees wird mit großer Mehrheit angenommen.

6. Unfallversicherung der Mitglieder des S.A.C. Gemäß Beschluß der letzten Delegiertenversammlung von 1900 hat das Centralkomitee an die in der Schweiz konzessionierten Unfallversicherungsgesellschaften Cirkurlare erlassen, mit dem Ersuchen, sich darüber auszusprechen, ob sie geneigt wären, mit dem S.A.C. ein Vertragsverhältnis einzugehen, durch welches die Mitglieder des S.A.C. zu günstigeren Bedingungen, als solche in den gewöhnlichen Policen vorgesehen sind, gegen Unfall versichert werden und wobei speciell in Betracht zu ziehen sei, daß auch Touren, welche ohne Begleitung eines patentierten Führers im pfadlosen Hochgebirge unternommen werden, in den Bereich der Versicherung zu fallen haben.

Von zwölf angefragten Versicherungsgesellschaften haben nur sechs eine Antwort erteilt, und zwar entweder ganz ablehnend oder nur dahin gehend, daß von der Versicherung bei führerlosen Touren nicht die Rede sein könne.

Das Centralkomitee hält es angesichts dieser Antworten für nutzlos, weitere Anstrengungen in der Versicherungsangelegenheit zu machen, und beantragt, der Motion der Sektion St. Gallen keine weitere Folge zu geben.

Zum guten Glück besteht aber in der Unfallversicherungsbranche eine heilsame Konkurrenz, die immer noch verschärft wird. Diese Konkurrenz wird verhüten, daß die Gesellschaften in der Auslegung der Versicherungsbedingungen und in der Erledigung von Unfallentschädi-gungen allzu engherzig vorgehen. Und vielleicht kommt eines Tages doch eine Gesellschaft mit Propositionen, die das Centralkomitee ermutigen, die ganze Angelegenheit wieder aufzugreifen, um eine acceptable Vorlage machen zu können. Denn es verliert die Sache nicht aus den Augen.

Herr Dr. Arnold ( Pilatus ) stellt einen Gegenantrag:

1. Das Centralkomitee wird ersucht, die Unterhandlungen mit den Versicherungsgesellschaften nicht fallen zu lassen, sondern so lange weiterzuführen, bis es erreicht ist, daß auch führerlos gehende Clubisten unter annehmbaren Bedingungen gegen Unfälle im Hochgebirge versichert werden können.

2. Das Centralkomitee kann die Weiterführung dieser Unterhandlungen auch einer besonderen Kommission übertragen. Es ist wünschenswert, daß zu dieser Kommission interessierte Clubisten beigezogen werden.

3. Das Centralkomitee bezw. die Kommission wird beauftragt, das nötige statistische Material zu erheben, um ein richtiges Bild des Risikos zu geben, das bei der Übernahme der Versicherung von geführten und führerlos gehenden Clubisten dem Versicherungsgeber erwächst.

Er begründet den Antrag in längerem Votum; ihm schließt sich Herr Dr. Kürsteiner ( Bern ) an, welcher an Hand interessanter unfall-statistischer Angaben beweist, daß die Führerlosen nicht benachteiligt zu werden brauchen, und daß das Hochgebirge nicht gefährlicher ist, als das Mittel- und das Vorgebirge.

Herr Landammann Scherrer ( St. Gallen ) erklärt sich, im Namen seiner Sektion, mit dem Antrag des Centralkomitees einverstanden.

Nach einer längeren Diskussion, an der sich die Herren: Hurter ( Uto ), Dr. Nsef ( Winterthur ), Berlie ( Genf ) beteiligen, wird der amendierte Antrag des Centralkomitees, welcher nun lautet:

„ Das Centralkomitee hält es für nutzlos, weitere Anstrengungen in der Versicherungsangelegenheit zu machen, und beantragt, der Motion der Sektion St. Gallen zur Zeit keine weitere Folge zu geben ", angenommen.

7. Voranschlag für Clubhüttenbauten für 1902. Das Centralkomitee beantragt Gewährung eines Kredites von 6000 Fr. für einen Anbau an die Matterhornhütte.

Der Begründung ( Alpina, Nr. 9, Jahrg. 1901 ) ist beizufügen, daß, nachdem die Pläne fertiggestellt waren, die Preise sich als viel zu hoch erwiesen. Herr H. Seiler ( Monte Rosa ) erklärt, daß seine Sektion den Antrag des Centralkomitees nicht annehmen kann; es sind wenigstens 10,000 Fr. notwendig, und der Kredit von 4000 Fr. wäre bei den Mitgliedern der Sektion nicht erhältlich. Er beantragt: „ Das Centralkomitee gewährt der Sektion Monte Rosa eine feste Summe von 6000 Fr. und ein Anleihen von 5000 Fr., die auf fünf Jahre zu verteilen sind. " Dann kann die Sektion den Bau beginnen; er soll bis nächsten August fertig sein.

Herr Berger ( Neuenburg ) stellt eine Frage mit Bezug auf die obere Hütte; diese Frage ist schon im letzten Geschäftsbericht beantwortet worden.

Herr Kummer ( Basel ) anerkennt die Notwendigkeit, dem traurigen Zustand der Hütte ein Ende zu machen, will aber das Feld der Vorschüsse nicht betreten; sein Antrag lautet: Das Centralkomitee gewährt der Sektion Monte Rosa, nach genauem Studium und nach Genehmigung der Pläne, das zur Herstellung der Matterhornhütte nötige Geld.

Der Centralpräsident weist auf die Gefahr des Wortlautes: das nötige Geld hin, die ersten Voranschläge erreichten die Summe von 18,000 Fr.

Herr Delétra ( Genf ) bekämpft die beiden Anträge; eine Hütte an diesem Modeberg zu unterhalten ist nicht mehr Sache des S.A.C., sondern der Zermatter Hotelbesitzer, welche allein noch ein Interesse daran haben. Er beantragt: Beibehaltung des status quo.

Herr Tanner ( Bernina ) unterstützt den Antrag Seiler.

Nachdem Herr Kummer sich dem vom Centralkomitee angenommenen Antrag Seiler angeschlossen hat, wird derselbe mit 40 gegen 35 Stimmen, welche auf den Antrag Delétra fallen, zum Beschluß erhoben.

8. Es wird beschlossen, der Generalversammlung die Ernennung der Herren Coaz, Forel und Imfeld zu Ehrenmitgliedern vorzuschlagen. ( Vide Kreisschreiben an die Sektionen. ) 9. Antrag des Centralkomitees, es sei das jetzige offizielle Exkursionsgebiet ( Montblancgruppe ) bis 1903 beizubehalten.

Die zwei Jahre, für welche der schweizerische Teil der Montblancgruppe als Exkursionsgebiet bezeichnet wurde, gehen bald zu Ende. Leider aber erschien die Exkursionskarte erst im Laufe dieses Sommers, kann daher nur noch für einen kleinen Teil der Zeit benützt werden. Um einem Wunsch der Sektion Randen nachzukommen, giebt der Referent, Herr Dekan Herold, eine längere Erklärung der Gründe ab, die zu diesem späten Erscheinen der Karte führten. Das neuernannte Centralkomitee behandelte dies als sein erstes Geschäft. Verhandlungen mit Herrn Barbey, der uns auch seine Karte angeboten hatte, aber dessen Bedingungen nicht annehmbar waren, verzögerten die Bestellung beim eidgenössischen topographischen Bureau, dann stieß man bei der Herstellung der Karte, die auch fremdes Gebiet umfaßt, auf bedeutende Schwierigkeiten. Der Antrag des Centralkomitees wird angenommen und der Generalversammlung ebenfalls zur Annahme empfohlen.

10. Antrag des Centralkomitees betreffend Itinerarien:

„ Das Centralkomitee beantragt: Statt der bisherigen Itinerarien sind in Zukunft kurzgehaltene Clubführer touristischen oder naturwissenschaftlichen Inhaltes herauszugeben. " ( Begründung: vide Alpina, Nr. 9, 1901. ) Herr Professor Walder ( Uto ) begrüßt diese Anregung, sähe es aber gerne, wenn auch das naturwissenschaftliche und das kulturhistorische Element etwas mehr berücksichtigt würde. Er stellt folgenden Ordnungsantrag:

„ Die Delegiertenversammlung erklärt sich im allgemeinen mit den Anschauungen des Centralkomitees einverstanden, beauftragt dasselbe aber, der nächsten Delegiertenversammlung einen genaueren Vorschlag zu machen und den Clubführer für die Glarneralpen vorzulegen, damit man ein klares Bild der projektierten Arbeiten bekommt..

Das Centralkomitee erklärt sich mit diesem Antrag einverstanden, er wird zum Beschluß erhoben.

11. Antrag des Centralkomitees betreffend verschlossene Räume in den Clubhütten. Das Centralkomitee beantragt Aufrechterhaltung des bisherigen Zustandes. ( Begründung: vide Alpina, Nr. 9, 1901. ) Herr Rzewuski ( Davos ) berichtigt die Erklärung des Centralkomitees. Die Hälfte der Keschhütte ist offen, und das Hüttenschloß des D. und Ö.A.V. ist angenommen worden, weil die Hütte nahe an der Grenze liegt und von Mitgliedern des D. u. Ö.A.V. oft benutzt wird. Die Hütte liegt in einem Gebiet, welches an Sonntagen von vielen Arbeitern und Hotelangestellten als Ausflugsziel gewählt wird. Herr Thomann ( Uto ) stellt den Antrag:

„ Während des Sommers sollen alle Hütten des S.A.C. vollständig offen sein. "

Herr Dr. Jacot-Guillarmod ( Diablerets ) unterstützt ihn. Dieser Antrag wird angenommen.

12. Bericht des Centralkassiers über den Stand der Finanzen. ( Vide Jahresbericht. ) Das Vermögen des S.A.C. wird sich am Ende des Rechnungsjahres ungefähr gleich bleiben; vielleicht wird ein kleiner Vorschlag sich ergeben.

Herr Bernoud ( Genf ) dankt dem Centralkassier für seine Mühe und wünscht, es möchte die Jahresrechnung, welche nur im Jahrbuch ercheint, auch den welschen Mitgliedern durch die Alpina vor der Delegiertenversammlung zur Kenntnis gebracht werden. Diesem Wunsche soll entsprochen werden.

13. Begehren der Sektion Tödi um eine Subvention für Reparatur des an der Furkel zwischen Ruchi und Hausstock ( Blatt Tödi des Siegfriedatlas ) erstellten Drahtseiles.

Das Centralkomitee hat aus verschiedenen Gründen Bedenken, Beiträge für solche und ähnliche Zwecke zu bewilligen. Es wäre ihm daher ein grundsätzlicher Entscheid der Abgeordnetenversammlung über diesen Gegenstand erwünscht.

Es ist dies eben eine Prinzipienfrage, nicht eine Geldfrage ( es handelt sich um den Betrag von nur Fr. 70. ). Solche Gesuche werden zahlreich einlaufen, und wenn der S.A.C. für Wegverbesserungen, Drahtseile und andere Mittel, hohe Gipfel leichter zugänglich zu machen, Subventionen gewährt, nimmt er eine große Verantwortlichkeit auf sich. Im speciellen Falle ist das Seil von vielen Seiten als nicht notwendig erachtet worden, auch wäre eine dauerhafte Reparatur der Brüchigkeit des Gesteins wegen kaum möglich. Herr Kollmus ( Tödi ) bestreitet dies und beantragt, es sei dem Centralkomitee Vollmacht zu erteilen, nach den gleichen Prinzipien zu handeln, welche für die Hüttensubventionen bestehen. Herr Dr. Jacot-Guillarmod ( Diablerets ) begreift das Centralkomitee. Diese Mittel sind vielfach nur den Führern erwünscht, da es ihnen die Arbeit erleichtert; er beantragt, es seien keine derartigen Subventionen zu gewähren. Die Herren Feller ( Oberland ) und Kummer ( Basel ) sprechen für den Antrag Kollmus, und Herr Zoller ( Säntis ) reicht im gleichen Sinne folgenden Antrag ein:

„ Über Beiträge an Drahtseile und andere Wegverbesserungen soll das Centralkomitee in jedem einzelnen Falle entscheiden. Wir sollen uns nicht im Prinzip den Weg abschneiden, notwendige Verbesserungen anbringen zu können. "

Herr Kollmus schließt sich diesem Antrage an, derselbe wird zum Beschluß erhoben.

14. Motion der Sektion Genf:

„ Das Gentralkomitee wird eingeladen, unverzüglich mit dem eidgen. Eisenbahndepartement und der Direktion der Bundesbahnen in Unterhandlung zu treten, um für die Mitglieder des S.A.C. besondere Transportbedingungen zu erhalten, ähnlich denjenigen, welche die alpinen Vereine Genfs auf dem Netz der Paris-Lyon-Méditerranée-Bahn genießen. "

Das Centralkomitee geht mit Genf darin einig, daß solche Taxermäßigungen wünschenswert wären, doch läßt eine Antwort, die, von kompetentester Stelle ausgehend, auf eine vom Centralkomitee gerichtete Anfrage gegeben wurde, wenig Hoffnung auf eventuelle Erfüllung dieser Wünsche; deshalb beantragt Herr Kjelsberg, es sei auf die Motion nicht einzutreten. Herr Berlie ( Genf ) besteht aber darauf, daß sofort ein bestimmtes Gesuch an die Direktion der Bundesbahnen gerichtet werde, er wird dabei von den Herren Berger ( Neuenburg ) und Langdorff ( Genf ) unterstützt. Letzterer weist besonders darauf hin, daß günstigere Transportbedingungen auch im finanziellen Interesse der Gesellschaften sind. Der Antrag des Centralkomitees auf Abweisung der Motion wird abgelehnt und die Motion der Sektion Genf angenommen.

Schluß der Verhandlungen: 5 Uhr 20 Minuten.

Für das Centralkomitee: Der Schriftführer,Der Präsident, Dr. Vodoz.Dr. Boßhard.

Die Stimmenzähler:

J. Langdorff.H. Blattmann-Ziegler.

Arnold Neukomm. Carl Kollmus.

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