Riesenreifkristalle: Anzeichen des zunehmenden Treibhauseffektes?

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Giovanni Kappenberger, Cavigliano ( Ti )

1 Luft kühlt sich ab oder erwärmt sich praktisch nur im Kontakt mit einem festen Körper; deshalb weist z.B. die Nullgradgrenze in der freien Atmosphäre keine Tages-schwankungen auf.

2 Aus diesem Grund sind die Niederschläge im Sommer intensiver.

Die Frage nach Entstehung und Ursachen Der meteorologisch-klimatologisch ausserordentliche Verlauf der vergangenen Winter hat sich in Naturphänomenen verschiedener Art niedergeschlagen. Hierzu gehört auch die Bildung von Riesenreifkristal-len, von denen 1989 im Talboden des Rheinwaldes bei Nufenen Exemplare von über 20 cm gefunden wurden. Im folgenden sei kurz auf die dafür notwendigen meteorologischen Vorbedingungen hingewiesen, wobei die Frage offenbleibt:

Der ideale Standort zum Wachstum dieser Kristalle sind Talböden, in denen kaum Wind bläst, insbesondere Schattenlagen in der Nähe von Gewässern. Über solchen Ebenen entsteht ein sogenannter Kaltluftsee, gebildet aus abgekühlter, schwererer Luft. Die Obergrenze dieser kalten Luftschicht ist durch eine sogenannte Temperaturumkehr ( Inversion ) gekennzeichnet. Sie trennt die kalte Luft von der darüberliegenden wärmeren und deshalb leichteren Luft. Schwache Winde erreichen den Boden nicht ( besonders wenn es sich um windgeschützte Waldlichtungen handelt ), so dass die heranwachsenden Kristalle nicht mechanisch oder durch Sublimation beschädigt werden. Wegen der Schattenlage besteht zudem keine Gefahr, dass bei eher warmer Witterung die Reifkristalle tagsüber zu schmelzen beginnen. Damit die Reifkristalle wachsen können, Abb. 1: Situation am Fundort der Oberflächenreif-kristalle: R = Rhein, D = Damm, W = Waldlichtung. WD = Wasserdampf. A = langwellige Ausstrahlung, V = Oberflächenreif-kristalle

yiM/ W t/v X.

A A A/K A A

-io ist auch ein gewisser Feuchtigkeitsnach-schub nötig. Dieser stammt vorwiegend aus dem nahe gelegenen und nicht vollständig mit Eis bedeckten Fluss, in unserem Fall dem Hinterrhein. Sofern andersartiger Niederschlag, etwa Schnee oder Regen, diese Kristalle nicht zudeckt oder zerstört, setzt sich ihr Wachstum ungehindert fort. Die in den Bildern wiedergegebenen Reifkristalle wurden im Februar 1989 in der Nähe von Nufenen ( GR ) gefunden, nach einer Trockenzeit von acht Wochen, als die Sonne allmählich ..Im Abb. 2: Schematische Darstellung der Temperaturverhältnisse bei Strahlungswetter in und über der Schneedecke: T = Temperatur ( gestrichelte Kurve ), H = Höhe über Boden, S = Schneeoberfläche mit V = Oberflächenreif-kristallen, B = Boden mit Becherkristallen ( Tiefenreif ) der über den Horizont stieg und den winterlichen Talboden langsam zu erobern begann. Der grösste Kristall wuchs bis zu einer Grösse von 23 cm.

Oberflächen- und Tiefen reif Strahlungswetter fördert auch das Wachstum einer andern Schneekristallart, die sich innerhalb der Schneedecke entwickelt. Wenn die Temperatur der Schneeoberfläche stets tief bleibt, so besteht zum Boden ein grosser Temperaturunterschied, da die Temperatur am Boden meist null Grad beträgt. Dies dank dem Wärmenachschub aus der Erde und der grossen Isolationswirkung des Schnees. Insbesondere bei wenig Schnee ist der Temperaturabfall ( Gradient ) sehr ausgeprägt, so dass Kondensationsvorgänge den sogenannten Tiefenreif oder Schwimmschnee bilden. Diese Schneeumwandlung ( aufbauende Metamorphose ) erzeugt als Endform sechseckige Becherkristalle. Beide Formen, Oberflächen- und Tiefenreif, können vor allem bei der Bildung von Schneebrettlawinen von grosser Bedeutung sein. Die erste Form, weil sie ( selbst mit sehr kleinen Kristallen ), falls eingeschneit, als gute Gleitschicht für die darüberliegenden Schneeschichten dienen kann, die zweite Form, weil sie bei ihrer Bildung die Stabilität der Schneedecke vermindert.

Riesenreifkristalle und ausserordentliche Wetterlagen Die Tatsache, dass Reifkristalle einer noch kaum gesehenen Grösse gefunden wurden, lässt darauf schliessen, dass entsprechende Wetterbedingungen seit Menschengedenken kaum aufgetreten sind. In der Tat fielen in jenem Zeitraum viele Wetterrekorde. Im Januar 1989 beispielsweise erhielten die Höhenlagen soviel Sonne und Wärme wie kaum je in den letzten 100 Jahren. ( Die automatische Wetterstation Robbia bei Poschiavo erreichte gar 97% der möglichen Sonnenscheindauer. ) Dies war eine Folge des ausserordentlich hohen Luftdruckes, der über Mitteleuropa gemessen wurde.

Die wiederholt auftretenden Extreme und Wetterrekorde in den letzten Jahren werfen Literatur Pfister, Christian: Drei warme Winter hintereinander. In: NZZ, 7./8. April 1990 viele Fragen auf, insbesondere ob ein kausaler Zusammenhang mit einer Verstärkung des Treibhauseffektes besteht. Warme und extrem schneearme Winter, die mit den vergangenen vergleichbar sind, lassen sich als seltene ( Ausrutschen auch in der Vergangenheit belegen. Doch noch nie seit dem Beginn dichterer Aufzeichnungen in Chroniken vor 700 Jahren wurde in Mitteleuropa eine ununterbrochene Abfolge von drei nahezu schneelosen Mildwintern verzeichnet, wie wir sie zwischen 1987 und 1990 erlebt haben. Zu dieser Aussage kommt Prof. Christian Pfister, indem er die chronikalischen Aufzeichnungen an den instrumentellen Messreihen der letzten 100 Jahre eicht. Kann dies als Indiz dafür gelten, dass unser Klima aus der gewohnten Bandbreite auszubrechen beginnt? Obwohl es sich um eine Anomalie innerhalb von 700 Jahren handelt, darf man die Frage noch nicht bejahen, dies nicht zuletzt, weil die ( natürliche Bandbreite ) ein Begriff ist, über den sich die Forscher noch einigen müssen.

So können wir auf die Titelfrage bisher keine eindeutige Antwort geben, doch es ist durchaus möglich, dass die Antwort ( ja> heisst! Es klingt paradox: Reifkristalle, die zu ihrem Wachstum alles andere als den Treibhauseffekt benötigen ( nämlich Strahlungswetter ), sollen ( Kinden des global zunehmenden Treibhauseffektes sein. Doch denkbar ist es, dass diese Schönwetterextrem-lage sowie andere meteorologische Extravaganzen der letzten Jahre ein Anzeichen dafür sind, dass sich eine Klimaänderung angebahnt hat und dass wir alle ( global ) mitverantwortlich sind; einen Gegenbeweis gibt es jedenfalls nicht. Die psychologische Hauptschwierigkeit besteht darin, einem schleichenden Prozess mit einschneidenden Massnahmen und mit einer gewissen Änderung der Lebensgewohnheiten zu begegnen. Denn es droht die Gefahr, durch Abwarten den noch möglichen Zeitpunkt zu einer Trendumkehr zu verpassen. Die Verantwortung tragen und diese mit dem eigenen Gewissen vereinbaren muss jeder einzelne: ob Politiker oder ( Mann/Frau von der Strasse )... oder ( von den Bergen ).

Inhalt 182 Norbert Joos, Grüsch Dhaulagiri - Weisser Berg 190 Jacques Décombaz, Lausanne Ernährungsprobleme bei Hoch-gebirgsexpeditionen 199 Julie Diserens, Lutry Wanderung im Reich der Karako-rum-Riesen 210 Gustav Schnyder, Siebnen sz Im Licht des Mondes 212 Otto Rutishauser, Etzwilen TG Mt. Whitney, Mt. Agassiz Herausgeber Redaktion Schweizer Alpen-Club, Zentralkomitee; Helvetiaplatz 4, 3005 Bern, Telefon 031/433611, Telefax 031/446063.

Etienne Gross, Thorackerstr. 3, 3074 Muri, Telefon 031/525787, Telefax 031/521570 ( verantwortlich für den deutschsprachigen Teil ). François Bonnet, Eplatures Jaune 99, 2304 La Chaux-de-Fonds, Telefon 039/267364, Telefax 039/266424 ( verantwortlich für den französischen, italienischen und rätoromanischen Teil ).

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Erscheinungsweise Monatsbulletin in der zweiten Monatshälfte, Quartalsheft in der zweiten Hälfte des letzten Quartalsmonats.

Umschlagbild:

Sonnenuntergang am Mount Douglas ( Cook Inlet ) im Katmai-Nationalpark ( Alaska/USA ) Photo: Chlaus Lötscher, Homer, Alaska USA 219 Markus Aellen, Zürich Die Gletscher der Schweizer Alpen im Jahr 1989/90 Preis Abonnementspreise ( Nichtmitglieder ) für Monatsbulletin und Quartalsheft zusammen ( separates Abonnement nicht möglich ): Schweiz, jährlich Fr. 42-, Ausland, jährlich Fr. 58..

Quartalsheft einzeln für SAC-Mitglieder Fr. 7., für Nichtmitglieder Fr. 10.; Monatsbulletin Fr. 2..

Allgemeine Angaben Adressänderungen: auf PTT-Formular 257.04. ( Mitglieder-Nr. beifügen !) Inhalt: Die Beiträge geben die Meinung des Verfassers wieder. Diese muss nicht unbedingt mit derjenigen des SAC übereinstimmen.

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Beglaubigte Auflage: 71176 Exemplare.

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Weisser Berg

Ein Rückblick auf dreissig Jahre Besteigungsgeschichte ( 1960-1990 ) Norbert Joos, Grüsch Ein schwieriger Berg Der Dhaulagiri I ist mit seinen 8172 m der siebenthöchste Berg der Welt; er erhebt sich zudem unmittelbar über dem tiefsten Taleinschnitt unserer Erde, dem Kaligandaki-Tal ( ca. 2500 m ), das den Dhaulagiri von seinem mächtigen Nachbarn, dem Annapurna I ( 8091 m ), trennt.

Nach der touristischen Öffnung des Hima-laya-Königreiches Nepal im Jahre 1950 wurde der Gipfel des Dhaulagiri I zum begehrten Ziel einer Elite internationaler Alpinisten. Trotzdem scheiterten zahlreiche Besteigungsversuche. Schliesslich gelang dann einer Schweizer Expedition unter der Leitung von Max Eiselin am 13. Mai 1960 als erster die Eroberung des ( Weissen Berges ).

In der Hoffnung, zum 30jährigen Jubiläum auf dem Gipfel des Dhaulagiri I stehen zu können, Schloss ich mich im Frühling 1990 einer internationalen Expeditionsgruppe an. Die zwei Monate, die ich nun am Dhaulagiri unterwegs war, gaben mir unter anderem den Anstoss, einen Blick auf die Besteigungsgeschichte des ( Weissen Berges ), besonders aus schweizerischer Sicht, zu werfen.

Der Dhaulagiri ist noch heute kein einfaches Expeditionsziel. Das beweisen immer wieder erfolglose Besteigungsversuche von Bergsteigergruppen aus allen Teilen unserer Erde. Der ( Weisse Riese ) ( auf Sanskrit ( Weisser Berg> ) hat in den 30 Jahren zwischen 1960 und 1990 bereits 34 Menschen das Leben gekostet. Eine erschütternde Bilanz, wenn man die Erfolgsquote von 3 Frauen und 103 Männern betrachtet, die in dieser Zeitspanne auf dem Gipfel des Dhaulagiri I gestanden haben.

Dass der Dhaulagiri ein gefährlicher Berg ist, bewies auch die letzte, internationale, Bergsteigerexpedition, an der ich teilnahm: Bloss 1 Mitglied der insgesamt 13köpfigen Mannschaft erreichte unter grossem Risiko den Gipfel, und nur wenige Tage zuvor wurde der Nepalese Wonghel Sherpa von einer Lawine in den Tod gerissen! Zusammen mit dem Deutschen Ralf Dujmovits gelangte dabei auch die dritte Frau, die Belgierin Ingrid Bayens, als Teilnehmerin der polnischen Expedition unter Kryzstof Wielicki auf den Gipfel.

Somit war der bislang letzte politisch zugängliche Achttausender bestiegen worden. Übrig blieb nur der Shisha Pangma, der als einziger auf tibetischem Territorium liegt und deshalb auf Grund der chinesischen Besetzung für Ausländer lange verschlossen war.

Die schweizerische ( kommerzielle ) Grossexpedition von 1980 Genau 20 Jahre nach der Erstbesteigung durch die Eiselin-Expedition 1960 organisierte Max Eiselin eine weitere Expedition zum Dhaulagiri I, die von Hans von Känel geleitet wurde ( vgl. QH 1/81, S. 1-9 ).

Ausgerechnet am 20jährigen Jubiläumstag gelang es Expeditionsleiter Hans von Känel, zusammen mit seinem Freund Fritz Luchsinger ( am Shisha Pangma 1988 verunglückt ) und dem Nepalesen Ang Rita Sherpa, am 13. Mai 1980 den Dhaulagiri I erneut zu besteigen. Am folgenden Tag gelangten Hans Zimmermann, Hans-Jürg Müller, Josef Buholzer und Raymond Monnerat auf den höchsten Punkt. Und am 17. Mai 1980 kletterten vier weitere Expeditionsteilnehmer der zweiten Eiselin-Expedition zum Gipfel: Der unvergessliche Marcel Rüedi ( 1986 nach der Besteigung seines letzten Achttausenders, des 8484 m hohen Makalu in Ostnepal, an Erschöpfung gestorben ), Fredy Graf, der Österreicher Hans Bergstaller und der Deutsche Hans Eitel. Am 18. Mai erreichten zwei V

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Überwältigender Ausblick vom Dhaulagiri ( auf 7200 m Höhe ) weitere Schweizer den Gipfel des Dhaulagiri, nämlich Mike Ballmann und Rolf Bleiker mit den Nepalesen Mingma Gyalzen Sherpa und Lhakpa Gyalzen Sherpa. Zu allerletzt kamen auch noch der Expeditionsarzt Simon Burkhard ( 1986 am Mount Everest verunglückt ) mit Jean Müller und Begleiter Ang Rita Sherpa zum höchsten Punkt des Dhaulagiri. Ang Rita Sherpa stand damit bereits zum dritten Mal auf diesem Gipfel. Die zweite Expedition von Schweizern am Dhaulagiri war somit bis dahin auch die mit Abstand erfolgreichste. Fünf Jahre später folgten dann die drei Westschweizer Extremalpinisten Erhard Loretan, Jean Troillet und Pierre-Alain Steiner ( abgestürzt am Cho Oyu 1986 ), die den Dhaulagiri im Winter ( am B. Dezember 1985 ) über die steile Ostwand bezwangen.

Aus schweizerischer Sicht kann jetzt noch darauf gewartet werden, dass die erste Eid-genössin auf das Haupt des ( Weissen Berges> klettert.

Neue Routen und ihre Erstbegeher Mittlerweile wurde der Dhaulagiri I von allen möglichen und unmöglichen Seiten her bestiegen:

Erstmals eine neue Route auf den Dhaulagiri eröffnete eine japanische Expedition. Eine erste Gruppe mit zwei Teilnehmern erreichte den Gipfel über den sehr schwierigen Südgrat am 10. Mai 1978, und einer zweiten Gruppe mit vier Teilnehmern glückte dasselbe am folgenden Tag.

Erneut waren es Japaner, denen im Herbst des gleichen Jahres ( am 19. und 21. Oktober 1978 ) die Erstbegehung des Südostgrates gelang.

Zwei Polen, ein Italiener und ein Brite durchstiegen in internationaler Zusammenarbeit die 2200 m hohe Ostwand und erreichten am 18. Mai 1980 den höchsten Punkt des Dhaulagiri.

Die Belgierin Lutgarde Vivijs stand am 6. Mai 1982 als erste Frau auf dem Gipfel des ( Weissen Berges> ( bis 1990 gab es insgesamt drei Frauenbesteigungen, zwei durch Belgie-rinnen und eine durch eine Amerikanerin ).

Einen Tag vor der ersten Frauenbesteigung erreichte der Nepalese Ang Rita Sherpa den höchsten Punkt bereits zum vierten Mal über die Nordostgrat-Normalroute!

Drei Japaner betraten am 18. Oktober 1982 den Gipfel, nachdem sie eine neue Route durch die Nordwand gelegt hatten.

Am 13. Dezember 1982 wurde der Dhaulagiri vom Japaner Ako Koizumi und vom Nepalesen Wonghel Sherpa zum ersten Mal im Winter bestiegen.

1984 konnte die bis anhin noch unbezwungene Westseite des Berges von einer starken tschechoslowakischen Mannschaft über eine klettertechnisch überaus schwierige Route erstiegen werden, wobei drei Teilnehmer nach enormen Anstrengungen am 23. Oktober den Gipfel erreichten.

Eine der bis heute wohl schwierigsten Routen im Himalaya wurde im Oktober 1988 durch eine internationale Expedition am Südwestpfeiler des Dhaulagiri I realisiert. Unter der Leitung des Tschechen Jiri Novak gelangten drei Teilnehmer der Expedition, zwei Russen und ein Tscheche, nach 11 Tagen Aufstieg auf den Gipfel!

Vor knapp zwei Jahren, am 10. Mai 1990, durchstieg schliesslich der Pole Kryzstof Wielicki im Alleingang die Ostwand des Dhaulagiri auf einer neuen Route, nachdem er bereits am 24. April den Gipfel über die Normalroute erreicht hatte.

Ziele der Zukunft Der Dhaulagiri wird auch in Zukunft ein hohes Ziel für extreme Alpinisten bleiben. Die gefürchtete Südwand gilt zumindest in ihrem zentralen Teil noch immer als

Trekking-Umrundung des Dhaulagiri Der Dhaulagiri ist mittlerweile nicht nur für extreme Bergsteiger, sondern auch für Trekker interessant geworden. Die Umrundung des Dhaulagiri I gilt als eine der noch wenig begangenen, aber sehr schwierigen Trekkingrouten Nepals.

Der Anmarschweg zum 4700 m hoch gelegenen Basislager auf der Nordseite des Dhaulagiri führt von Westen her durch wilde und unwegsame Täler. Die zweite mögliche Route verläuft vom Kaligandaki-Tal her über zwei lange und sehr anstrengende Pässe von über 5200 m Höhe.

Auf welche Art auch immer der Dhaulagiri erlebt wird, die Begegnung mit diesem gewaltigen Himalayaberg vermittelt jedem einen unvergesslichen Eindruck.

Die Nordwand des Dhaulagiri

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