Vertrauen und Sicherheit schaffen

Eine bergsportliche Betätigung ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, und sei es auch nur mit dem häufig zitierten Restrisiko. Risiken gehören zum Wesen des Bergsports. Etwas anderes zu behaupten, ist un­seriös und verantwortungslos. Die aktuellen Bemühungen vieler SAC-Sektionen, ein eigenes Notfallkonzept zu erstellen, zeugen von grossem Verantwortungsgefühl und realistischer Einschätzung der eigenen Tätigkeit. Es bedeutet, dass sich die Verantwortlichen dieser Sektionen ihrer Verantwortung stellen. Sich als Anbieter von geleiteten Touren in Vogel-Strauss-Politik zu üben und davon auszugehen, dass nichts passieren wird, wäre verfehlt.

Indem diese Sektionen mit der Schaffung eines Notfallkonzepts indirekt zugestehen, dass Unfälle auch auf Sektionstouren geschehen können, senden sie ein starkes Signal aus: Sie kommunizieren, dass es Nullrisiko im Bergsport nicht gibt, und sie handeln entsprechend. Gerade das Bewusstsein, dass auf einer Tour immer ­etwas passieren kann, erhöht die Sicherheit aller Beteiligten auf dieser Tour!

Natürlich muss oberstes Ziel einer Tourenplanung sein, dass ein Notfallkonzept gar nie zum Tragen kommt. Grösstmögliche Sicherheit auf Sektionstouren erreichen wir nur durch eine ganzheitliche Sicherheitspolitik, die sowohl Investitionen in die Ausbildung von Tourenleitenden beinhaltet als auch Investitionen in die Verbesserung der alpinistischen Fähigkeiten der Mit­glieder, die an Sektionstouren teilnehmen.

Ein realistisches Notfallkonzept ist ein weiteres, wich­tiges Puzzleteil einer solchen Sicherheitspolitik. Die im

Artikel auf Seite 24 geschilderten Bemühungen schaffen

Vertrauen und Sicherheit für alle Beteiligten und tragen dazu bei, dass der SAC weiterhin als führende Kraft im schweizerischen Bergsport wahrgenommen wird.

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