Vorrede

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Der Umfang des 49. Bandes des Jahrbuches S.A.C. überschreitet um wenige Seiten die durch die neuen Verträge zwischen dem Zentralkomitee, den herstellenden Firmen, Stämpfli & Cie. und Benteli A.G., und dem Unterzeichneten festgesetzte Bogenzahl. Die Anzahl der ganzseitigen Illustrationen im Buch und deren Yerteilung auf die verschiedenen Reproduktionsverfahren, Lichtdruck, Incavodruck, farbige und schwarze Autotypie sind gegenüber dem letzten Bande ungefähr gleich geblieben. Auf Anordnung des Zentralkomitees wurden dem Bande der Nachtrag des Klubhüttonalbums von 1911 ( Beilage zum Jahrbuch XLVI ), d.h. Abbildung und Beschreibung der seitdem neu- oder umgebauten Klubhütten und eine Monographie unseres Klubgenossen Dr. F. Stebler über die durch die Lötschbergbahn neu erschlossenen rechtsseitigen Hänge des Rhonetales, von der Lonza aufwärts bis Brig, beigegeben. Beide Beilagen werden unseren Lesern höchst willkommen sein. Die Monographie: Sonnige Halden am Lötschtal vermittelt den Übergang von der 1903 als Beilage zu Jahrbuch XXXVIII erschienenen Monographie über „ das Goms und die Gomser ' " zu der 1907 selbständig publizierten dos nämlichen Verfassers über das Lötschental.

In den Freien Fahrten sowohl als in den Abhandlungen — beide Rubriken sind darum recht voluminös ausgefallen — habe ich mich bemüht, für den vom S.A.C. unternommenen und in Vorbereitung befindlichen Graubündner Führer dienliche Texte und Abbildungen vorzugsweise zu berücksichtigen, soweit mir Material dazu vorlag. Diesem Bedürfnis gegenüber mußten andere Schweizeralpen und namentlich das Mont Blanc-Gebiet und die Westalpen etwas zurücktreten. Die östlich unserer Landesgrenze liegenden Gebirge haben in drei Artikeln wohl ausreichende Berücksichtigung erfahren.

In den Abhandlungen halten sich alpin historische und naturwissenschaftliche Themata so ziemlich die Wage, sowohl was Umfang als Bedeutung des Dargestellten betrifft. Stofflich stehen alle fünf auf nationalem Boden und haben Schweizergelehrte zu Verfassern, was ich mit Genugtuung konstatiere, ohne damit in irgendwelchem Sinne eine künftige Grenzsperre ankündigen zu wollen. Denn die Wissenschaft ist ihrem Wesen nach international.

Zu den Illustratoren, welche seit langem in uneigennützigster Weise, seien es nun Berufskünstler oder Dilettanten, für das Jahrbuch S. A. ( !. tätig sind, sind diesmal neu hinzugekommen die Klubgenossen C. Steiger-Stadelmann und Dr. O. Schuppli. Ihre Beiträge, eine Autochromaufnahme und ein Aquarell, haben es mir, zusammen mit zwei Bildern der bewährten Mitarbeiter Aug. Rupp und E. Inihof jun., ermöglicht, die Zahl der farbigen Bilder auf 4 zu erhöhen, was gewiss nicht zu viel ist. Dr. O. Schuppli hat freundlicherweise auch meinen VIII Vorrat an Originalen für den „ Buchschmuck " vermehrt. Für unentgeltliche Überlassung von Originalen zur Illustration sind wir ausser den Genannten und den in den Unterschriften erwähnten Autoren zu Dank verpflichtet dem Herrn J. Feuerstein in Schuls-Tarasp und dem Bibliographischen Institut Meyer in Leipzig.

In den Kleineren Mitteilungen ist die Rubrik: „ Neue Bergfahrten in den Schweizer Alpen " deswegen so umfangreich geworden, weil neben vielen Errungenschaften des Jahres 1913 zahlreiche Nachträge von 1912 untergebracht werden mußten, die mir 1913 erst nach Abschluß des Druckes von Jahrbuch XLVIII zugänglich wurden. Es liegt im Interesso der betreffenden Autoren und Zeitschriftredaktionen, mir solche Notizen, deren Aufnahme gewünscht wird, jeweilen vor Ende März zuzustellen. Ob man allgemein mit der von Dr. Kür-steinor, nicht von mir, ausgehenden Beschränkung des Kapitels: „ Alpine Unglücksfälle " auf die Schweizeralpen einverstanden sein werde, wage ich zu bezweifeln. Bei der Überfülle des Materials für die „ Kleineren Mitteilungen " war mir freilich momentan diese Kürzung willkommen. Die nämliche hat mich dazu gezwungen ( siehe die Bemerkung auf Seite 341 ), die Besprechung einer Reihe von Literatur- und Kunsterzeugnissen von 1913 auf nächstes Jahr zu verschieben, soweit das dann noch einen Zweck haben wird. Mit knapper Not gelang es mir dagegen, durch solche Prokrustesarbeit hier Raum zu schaffen für Ergänzungen zu früheren Artikeln im Jahrbuch und für den einzigen Artikel in französischer Sprache, der mir, ausser dem stehenden Rapport von Mercanton und Muret, angeboten war, und der zugleich die in den „ Freien Fahrten " nicht figurierenden Westalpen betraf.

In der Chronik des S.A.C. ist schließlich, wie letztes Jahr, nur ein Sektionsbericht ausgeblieben. Ich wiederhole dringend meine Bitte, es möchten die Manuskripte der Sektionen möglichst deutlich und nur auf einer Seite beschrieben, mit breitem Rande versehen und in tunlichst knapper und gleichmäßiger Ausarbeitung bis Ende März dem Zentralkomitco zu meinen Händen eingegeben werden. Ich bitte dies namentlich auch diejenigen Vorstände zu tun, welche die Gewohnheit haben, ihren Hauptversammlungen sehr ausführliche geschriebene oder gedruckte Jahresberichte zur Genehmigung vorzulegen. Ich bestreite den Wert solcher Elaborate für das Archiv der Sektionen und des Zentralkomitees nicht, aber die „ Chronik des S.A.C. " im Jahrbuch hat nur für „ Auszüge " Raum und Interesse.

Als Endtermine für die Einsendung von Texten und Bildern für Band 50 sind vorgesehen:

1. Januar 1915: Freie Fahrten und Abhandlungen. 1. März 1915: Kleinere Mitteilungen. 1. April 1915: Chronik des S.A.C.

Ich bemerke dazu, daß in den erstgenannten Kategorien mehrere Artikel bereits vorgemerkt sind oder Unterhandlungen schweben.

Bern, Rabbenthalstr. 49, den 15. Juni 1914.

Dr. Heinrich Dübi.

I.

Freie Fahrten.

Feedback