Warum in den Hütten nicht auf Vegimenüs umstellen?

Zum Leserbrief Verzicht auf Fleisch und Milch ist der effektivere Klimaschutz, «Die Alpen» 07/2019

Ich habe folgendes Beispiel für die Reduktion von CO2-Emissionen bei einem vegetarischen statt eines Fleischmenüs gefunden. Die Quelle ist myclimate:1 dl Orangensaft: 0,1 kg CO21 Teller Gemüsesuppe: 0,1 kg CO2Schüblig (pro 100 g): 1,0 kg CO2Kartoffeln und Zwiebeln: 0,1 kg CO2Schnittsalat: 0,1 kg CO2Ein Gericht mit Schüblig ergibt 1,4 kg CO2, also dreieinhalbmal mehr als das Gericht ohne Fleisch.Warum sind denn die SAC-Sektionen noch nicht auf die Idee gekommen, ihre Hüttenwarte aufzufordern, für alle Gäste auf Vegi-Menüs umzustellen? Wer als Hüttengast nicht auf sein Fleisch verzichten will, bezahlt das mit einem angemessenen zusätzlichen Betrag (zum Beispiel fünf Franken) und meldet es – wie bisher die Vegis – im Vorfeld beim Hüttenwart an. Damit würden die Sektionen ihre Glaubwürdigkeit bezüglich Umwelt- und Ressourcenverträglichkeit stärken. Ich bin weder Vegi noch sonst sonderlich grün, doch die vielen Worte ohne Taten irritieren mich. Etwa die Diskussion über die Plastikhülle der Zeitschrift «Die Alpen», wo gleichzeitig für Reisen mit dem Flugzeug und für Skitouren in Korsika geworben wird.Ich bin keine exzellente Köchin und weiss nicht, ob ich in den zahlreichen SAC-Hütten, die ich jährlich besuche und wo ich bisher freiwillig als Vegi reserviert habe, als Persona non grata gehandelt werde oder ob ich mit der Idee offene Türen einrenne. Rechnen ist auch nicht meine Stärke, doch es dünkt mich: weniger Gefriertruheninhalt = weniger Strom, und weniger Gewicht von Fleisch = etwas weniger Flüge mit dem Heli. Wie auch immer, ich bin gespannt, wie sich der SAC in den nächsten Jahren entwickeln wird.