Zuwachs trotz schlechtem Wetter

Stabiles Wetter und gute Tourenverhältnisse waren im vergangenen Jahr eine Seltenheit. Immer wieder ­musste man auf Schönwetterfenster warten, alternative Tourenvorschläge ausarbeiten und die wasserdichten Sachen hervorholen. Auch dies gehört zum ­Bergerleb-nis dazu. Auf die Stimmung drückte es ­trotzdem. Die Auswirkungen des verregneten Sommers bekam auch unser Club zu spüren: Nach dem erfolgreichen Jubiläumsjahr 2013 mussten die Hütten einen massiven Rückgang der Übernachtungen ­verkraften. Einzelne SAC-Ausbildungskurse wurden aufgrund der Wetter-verhältnisse verschoben, verkürzt oder ganz abgesagt.

In solchen Situationen ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Dabei helfen kurzfristige Flexibilität sowie ­langfristige Strategien. Im Ausbildungswesen verfügen wir über ein dichtes nationales Netz an Ausbildern und an potenziellen Durchführungsorten. Bei den Hütten ist die Situation schwieriger: Bei schlechtem Wetter reizt ein Aufstieg in eine Hütte weniger, von vielen ­Hochtouren musste sogar abgeraten werden. Viele ­Hütten positionieren sich deshalb über Zusatzangebote wie kulinarische Spezialitäten, Vortragsabende oder Bildungskurse. Dies lockte auch bei schlechtem Wetter Gäste an.

Wetterkapriolen hin oder her, der Mitgliederzuwachs hält weiter an. Dabei profitieren wir nicht nur vom ­aktuellen Outdoorboom, sondern sicherlich auch vom guten Image des SAC. Dieses wurde über Jahrzehnte aufgebaut – es gilt, dazu Sorge zu tragen. Als Erfolg kann man auch den Rückgang der Bergunfälle in den letzten Monaten werten. Er ist zum Teil sicher eine Folge des verminderten Andrangs, zeigt aber auch, dass ­Berggänger im Allgemeinen gut ausgebildet und ­vorbereitet sind, auf die aktuellen Verhältnisse ­Rücksicht nehmen und sich mit dem notwendigen ­Respekt in der Natur ­bewegen.

Ein erfolgreiches Jahr war 2014 für die Jugend. Im ­Bereich Spitzensport konnten Topleistungen erzielt werden, und das SAC-Expeditionsteam startete auf sehr hohem Niveau. Dies ist auch das Resultat engagierter Jugendarbeit: Dass viele Sektionen äusserst aktive JO-Gruppen führen, zahlt sich aus.

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