Zweifel am Kurs des SAC

Zum Artikel Letzte Chance: eine Tour, die es so bald nicht mehr gibt, «Die Alpen» 03/2018

Der Ausbau des Skigebiets Andermatt-Sedrun fordert seinen Tribut – auch mit dem Segen des SAC. Auf eine Verhin­derung des Grossprojekts hinzuarbeiten, wäre «aufgrund der touristischen ­Investitionen von Samih Sawiris nicht opportun gewesen», heisst es da. Der Artikel liest sich wie eine späte Rechtfertigung für die beschriebene SAC-Strategie, die mit der Billigung einer grossen Investition unzählige kleine ver­hindern will. Hinterher Krokodilstränen zu vergies­sen angesichts der nun ­beklagten «schmerzhaften Veränderungen», hinterlässt allerdings einen ­schalen Nachgeschmack. Die grossartige Landschaft des Oberalpgebiets erleidet dauerhaften Schaden, es wird bzw. ­wurde gesprengt und planiert – der Verlust ist nachhaltig. Weniger nachhaltig dürfte das Vergnügen auf den neuen Pisten sein, da sich diese Art von Wintertourismus in Zeiten des Klimawandels früher oder später von selber erledigt. Fazit: Es kommen (wieder mal) Zweifel auf am umweltpolitischen Kurs des SAC.

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