100 Jahre AACB Akademischer Alpenclub Bern 1905–2005

Akademischer Alpenclub Bern 2005. Fr. 6O.– 1 Ein Jubiläumsbuch über einen ( alpinistischen ) Verein kann so langweilig sein wie der Abstieg zu Fuss über den tief verschneiten Langgletscher, so mühsam wie die Geröllhalden beim Aufstieg aus dem Lötschental ins Baltschiederjoch, so ab-wechlungs- und aussichtsreich, spannend und befriedigend wie die Überschreitung des Bietschhorns. Das Horn ist der Hausberg der gleichnamigen Hütte, und sie gehört seit dem 1. Juni 1907 dem Akademischen Alpenclub Bern. Am 27. Oktober 1905 hatten ihn zehn tatendurstige Alpinisten in Bern gegründet. Das Buch zum 100-Jahr-Ju-biläum ist auch für Nicht-AACBetiker interessant. Warum? Weil Karl Kaufmann die Erschliessungsgeschichte der Engelhörner, dieses dolomitenähnlichen « Playgrounds des AACB », erzählt. Weil Teilnehmer über grosse Touren und wichtige Expeditionen berichten und auf die Anfänge des Sportwettkampf-kletterns in der Schweiz zurückgeblickt wird. Weil grosse Bergsteiger porträtiert werden und die Beziehungen zwischen den akademischen Alpenclubs und dem SAC zur Sprache kommen. Weil Werner Munters Verdienste für den Bergsport die notwendige Würdigung erhalten. Weil sämtliche Berichte aus den AACB-Jahresberichten aufgelistet sind – Christoph Blum, Autor des SAC-Clubführers Berner Alpen 3. Aletschhorn-Bietschhorn-Gruppe, war der fleissigste Erstbegeher und Schreiber. Kurz: Wer Hinweise auf wilde und unbekannte Touren wie die Ostkante am Südgipfel des Pizzo del Lago Gelato sucht, wird in diesem Jubiläumsbuch auch fündig. a Daniel Anker, Bern

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