Abenteuer und Bescheidenheit

SAC – Berge bewegen Zeitschrift des Schw eiz er Alpen-Clubs

Die

Alpen

Rivista del Club Alpino Svizz er o

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Revue du Club Alpin Suisse

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Foto: A. Mey er

Abenteuer und Bescheidenheit

Stellen Sie sich vor, Sie stehen also vor diesem ungeheuren Turm, so nah, dass der Gipfel längst verdeckt ist. Vor Ihnen nichts als Felsen, wild durchein-andergeschichtet. Neben Ihnen donnert ein kleiner Eisabbruch zu Tal, sein Echo hallt lange nach. Einen Wetterdienst gibt es nicht und auch keine präzise Karte. Ihre « topmoderne » Ausrüstung besteht aus einem Hanfstrick um den Bauch, einem schweren Pickel und genagelten Lederschuhen. Der Führer spricht mehr schlecht als recht Ihre Sprache, doch er weiss, um was es geht: hinauf ins Unbekannte. So oder ähnlich ist es wohl jenen ergangen, die vor über 150 Jahren die ersten Alpengipfel bestiegen. Aufregend, nicht?

Doch um ehrlich zu sein: Die wenigsten von uns hätten wirklich Freude an einer derart ungewissen Unternehmung. So oft und gern heute das Hohelied auf « Bergabenteuer » auch gesungen wird: Ohne Natel, Karte und Wettervorhersagen, ohne Goretex-Jacke und High-techschuhe würde sich kaum einer mehr ins Gebirge wagen; ohne Routentopo und eingerichtete Stände kaum eine in eine Felswand – ich mit eingeschlossen.

Vielleicht verschafft der Blick zurück, auf die Alpingeschichte aus Anlass des 150-Jahr-Jubi-läums des englischen Alpine Clubs ( S. 22 ), dem strapazierten Wort « Abenteuer » eine Verschnaufpause – und Ihnen, im Wissen um die abenteuerlichen Pionierleistungen, eine gewisse Bescheidenheit, aber umso mehr Freude am Begehen längst erkundeter Routen.

Alexandra Rozkosny

KORSISChE WüSTE

An der nördlichen Küste Korsikas liegt die Agriate, genannt die korsische « Wüste » – es ist ein vergessenes Land. Man gelangt nur zu Fuss dahin, über einen Weg, der sich durch dichte Macchie und über erodierte Felsen von einem Strand zum nächsten schlängelt.

üBERLEBEnSKünSTLERIn KREuzOTTER

Sie ist eine der verbreitetsten Schlangenarten weltweit, in der Schweiz lebt sie bis auf Höhen von 2700 m. Dennoch braucht es viel Glück und vor allem das richtige Wetter, um ihr zu begegnen.

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