Abschied vom Berge

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Von Hans Zumbrunn.

Gar oft bin ich zu dir geschritten, vom Tal zum Firn, zum Felsengrat, und freundlich hast du es gelitten, dass ich dein stolzes Haupt betrat.

Ein Füllhorn allerschönster Gaben bot deine Geberlaune mir, um meiner Seele Durst zu laben, du lieber Berg, ich danke dir.

Schau her, nun geht an meiner Seite mein Spross, mein Stolz, ein junges Blut, bei dir sucht er das Grosse, Weite, an dir erprobt er seinen Mut.

Lass ihn das Göttliche empfinden, das ewig kreist um deine Höhn, in Sonne, frostgespeitschten Winden, im Spiel der Wolken und im Föhn.

Und wenn dereinst er kommt gezogen, allein, zur stillen Gipfelrast, dann sei auch ihm, wie mir gewogen, empfange ihn als deinen Gast.

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