Akademischer Alpenclub Bern

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Durch freundliche Fürsorge des Vorstandes ist mir der 14. Jahresbericht des Akademischen Alpenclub Zürich in den Druckbogen so früh zugegangen, daß ich demselben die vielen neuen Touren, welche die rührigen Mitglieder dieser Körperschaft 1909 in den Schweizeralpen gemacht haben, für meine Zusammenstellungen oben pag. 297 ff. verwenden konnte. Zusammen mit den Nachträgen von 1908, welche ich dem XIII. Jahresbericht, der mir letztes Jahr zu diesem Zwecke zu spät einging, entnahm, bilden sie den Grundstock meines diesbezüglichen Berichtes, der dadurch um etwa'/s seines gewöhnlichen Umfangs vermehrt wurde. Die Herren werden es also mit dem durch sie selbst geschaffenen Raummangel entschuldigen müssen, wenn ich auf den übrigen Inhalt ihres Jahresheftes nur kurz eintrete. Das vierzehnte Jahr seines Bestehens war für den A.A.C.Z. taten- und ereignisreich. Neben den üblichen Vortrags- und Projektionsabenden, an welche sich öfters gesellige Anlässe anschließen, Sektionstouren zur Spitzmeilenhütte am 21. Februar, auf das Gletschhorn über den schneidigen Südgrat am 22. Mai, zur neuen Rotondohütte mit Besuch des Rottali- und Leckihorns Ende November, war das Hauptereignis des Jahres die Einweihung der neuen Windgällenhütte am 18. Juli 1909, über welches frohe Fest pag. 16-18 berichtet wird. Es spricht für die Energie des A.A.C.Z.rich, daß er, bevor er noch die finanziellen Folgen dieses Hüttenbaues, wie des der Mischabelhütte ganz verdaut hat, eifrig mit Finanzierung und Platzfragen für eine Spoerryhütte, die auch Skizwecken dienen soll, beschäftigt ist, daß er es bedauert, den Plan einer Albignahütte der Sektion Hoher Rohn haben abtreten zu müssen, und daß auch das Projekt einer Allalinhütte fallen gelassen werden mußte. Es liegen aber andere Projekte vor, die wohl in den nächsten Jahren ihre Erledigung finden werden. Der Club hat wegen Raumenge sein Lokal aus der „ Apfelkammer " ins „ Waldhaus Dolder " verlegen müssen, wo auch der neue Projektionsapparat besser zur Geltung kommt. Die touristische Tätigkeit der Mitglieder ist, wie immer, sehr rege. Im Jahre 1909 wurden von 45 „ berichtenden " Mitgliedern ( die Gesamtzahl betrug auf Ende des Jahres 113 ) 639 Gipfel erstiegen, 196 Depressionen ( von mehr als 2500 m. Höhe im Sommer und mehr als 2000 m. Höhe im Winter ) überschritten und 11 „ Versuche " gemacht. Außer den Schweizeralpen inkl. Mont Blanc-Gebiet wurden auch die Ostalpen besucht, und es wird auch von neuen Touren in Korsika, in den Canadian Rockies und Selkirks ausführlich berichtet.

Der akademische Alpenclub Bern strebt seinem älteren und größeren Bruder in Zürich eifrig nach. Auch von ihm hatte ich über neue Bergfahrten in den Schweizeralpen zu berichten. Eine Diskussion mit Dr. Th. Montigel, zu welcher ich durch eine „ Erwiderung an Herrn Dr. Dübi, Redaktor des Jahrbuchs des S.A.C. " auf pag. 23-25 des 4. Jahresberichtes aufgefordert wurde, habe ich oben pag. 380 zu einer Erledigung zu bringen gesucht, die auf den alten Studentenscherz hinausläuft: „ Omnes, omnes erramus, hat Bruder Veit gesagt. Er wollte zu dem Kellner und kam zur Kuchelmagd. " Der A.A.C.B. hat mit seiner Bietschhornhütte bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Von 31 Mitgliedern haben 24 ein Tourenverzeichnis eingereicht ( zulässiges Höhen-

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