Akademischer Alpenclub Bern: IX.—XI. Jahresbericht

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Seitdem ich zum letztenmal über die Tätigkeit des A.A.C.B.ern in diesem Jahrbuche ( Bd. 49, pag. 340 ) Bericht erstattet habe, sind mehrere Jahre ins Land gegangen, mit wechselndem Charakter. Während noch der IX. Jahresbericht von einem aufsteigenden Verlauf des Klublebens zu berichten wußte, von welchem die Herausgabe des „ Engelhornführers ", ein erfolgreicher Projektionsabend zu Weihnachten 1913 und ein Klub- und Skifestchen im Januar 1914, ein steigender Besuch der Bietschhorn- und der Engelhornhütte, eine Reihe von Besteigungen in den Berner- und Urneralpen, im Alpstein, in den Penninischen und Lepontischen Alpen, im Dauphiné und in den Ostalpen Zeugnis ablegten, trat mit der Mobilisation vom August 1914 ein Umschwung ein, der 40 von den 50 Mitgliedern unter die Waffen rief, darunter zwei, W. Scabell und H. Fischer, in den wirklichen Krieg, und die Vereinstätigkeit empfindlich störte. Immerhin gelang es, nach einer kurzen Unterbrechung, dieses wieder in normalen Gang zu bringen, im Dezember 1914 ein Skifest im Blapbachbade ( Emmental ) und am 5. Februar 1916 das Stiftungsfest der ersten 10 Jahre im Hôtel du Pont in Bern zu begehen. Um die gleiche Zeit wurden die Beziehungen zum A.A.C.Z.rich enger geknüpft durch Austausch von Projektionsvorträgen. Auch ein öffentlicher Projektions Vortrag in der Aula der Universität in Bern kam zustande, wo Dr. W. Jost über Land und Leute in Grönland sprach. Der Besuch der Bietschhornhütte hob sich von 78 auf 85 ( 1915 ) und 117 ( 1916 ), der der Engelhornhütte sank von 171 ( 1914 ) auf 120 ( 1915 ) und 155 ( 1916 ). Das im Herbst 1915 von 19 Mitgliedern eingereichte Tourenverzeichnis wies etwas über 200 Touren auf, darunter mehr als den 4. Teil von einem einzigen Mitglied, W. Baumgartner. Aus einer Zusammenstellung der in den Jahren 1914, 1915 und 1916 besuchten Gipfel und Pässe heben wir hervor, daß es einem Mitglied, Dr. med. O. A. Hug, vergönnt war, nicht nur am Portjengrat, Allalinhorn, Täschhorn, Lenzspitze und Nadelhorn kühne Traversierungen zu vollbringen, sondern auch in Serbien die Stara Planina im Winter zu erreichen. Unter den übrigen Touren scheinen in 1915 die Graubündneralpen, 1916 die Berner-und Walliseralpen bevorzugt. Über neue Touren der Mitglieder W. Baumgartner, J. Hohl, O. Gurtner, H. Lauper und R. Wyß am Piz d' Annarosa, Lorenzhorn, Lauterbrunner Wetterhorn, Froschkopf, Cima di Morixo —Cima di Erbeia habe ich im Jahrbuch L, pag. 270/1, und oben ( pag. 180/1 ) gesprochen. Die Mitgliederzahl oetrug am Schlüsse des Berichtes 53. Der oben erwähnte Hans Fischer ist als deutscher Kriegsfreiwilliger im Sommer 1915 in den Vogesen gefallen und der Meiringer Daniel Willi kam im November 1915 im schweizerischen Militärdienst als Führer einer Patrouille am Saflischpaß mit fünf seiner Kameraden in einer Lawine ums Leben. MedaMion.

Feedback