Akademischer Alpenverein München

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Einen längeren und darum gesicherten Bestand hat der Akademische Alpenclub Innsbruck hinter sich, der so hervorragende Alpinisten wie Dr. Franz Hörtnagl und Heinz v. Ficker unter seinen 124 Mitgliedern zählt. Von dem ersteren ist dem Jahresbericht eine Monographie: Die Berge des Glockturmkammes, ein letzter Beitrag zur Erschließung der vorderen Oetztalerberge, beigegeben; von dem letzteren sind in der Gruppe: ,,Neue Touren " 3 Erstbesteigungen aus dem Kaukasus erwähnt. Andere neue Touren der Mitglieder werden aus dem Rätikon, der Mieminger-gruppe, dem Karwendelgebirge, der Ortlergruppe, der Adamellogruppe, den Oetztaleralpen, den Stubaieralpen, den Zillertaleralpen, der Rieserfernergruppe, den Dolomiten und den Clautaneralpen gemeldet. Der Verein unternimmt gemeinsame Clubhochtouren und Clubtaltouren; die ersteren weisen im ganzen 165, die letzteren 286 Teilnehmer auf, gewiß eine stattliche Zahl. Über die Touren der einzelnen Mitglieder sind 59 Berichte eingelaufen; sie weisen 1239 Ersteigungen von Gipfeln über 2000 m. auf und wurden mit wenigen Ausnahmen führerlos ausgeführt. Der A. A. C. I. eröffnete im Sommer 1904 die von ihm neuerbaute Adolf Pichler-Hütte in den Kalkkögeln.

Bei dieser Gelegenheit sprach auch der dem Club seit Beginn seiner Lehrtätigkeit in Innsbruck befreundete Prof. jur. und Rektor Ernst Demelius Worte aus innerstem Empfinden. Noch im gleichen Jahre fand er seinen Tod durch Absturz am Ob ergab elhorn. Zu seiner Erinnerung hat Prof. Dr. Alfred R. v. Wretschko die bei der Trauerkundgebung am 4. August 1904 und bei dem von der deutsch-freiheitlichen Studentenschaft Innsbrucks am 30. November 1904 veranstalteten Trauerkommers gehaltenen Ansprachen zu einem kleinen Gedenkbüchlein vereinigt, aus dem zu entnehmen ist, daß mit Demelius ein vielversprechender Gelehrter und Alpinist und ein vollendeter Ehrenmann zu Grabe getragen worden ist.

Aus dem Jahresbericht des Akademischen Alpenvereim München haben wir oben Auszüge neuer Touren in den Schweizer Alpen gebracht. Auch sonst ist über die Tätigkeit der Mitglieder auf alpinem Gebiete Rühmliches zu berichten, sowohl aus dem allgemeinen Tourenbericht als aus den „ Neuen Touren der Mitglieder ", die sich über die Mont Blanc-Gruppe, die Schweizer Alpen, das Tannheimergebirge, das Wettersteingebirge, das Karwendelgebirge, das Kaisergebirge, die Oetztaleralpen, Adamellogruppe, Grödner Dolomiten und Korsika erstrecken. Auch die Liste der „ Veröffentlichungen " der Mitglieder zeigt interessante Arbeiten alpinen Inhalts; ebenso die der von ihnen gehaltenen „ Vorträge ". Der Verein besitzt die Hermann v. Barth-Hütte, eine kleine Bibliothek und zählt 202 Mitglieder.Bednktion.

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