Akademischer Alpenverein München

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Der Bericht der Sektion Freiburg i. B. des D. & Ö.A.V. ist mir letztes Jahr so spät zugegangen, daß ich seiner im Jahrbuch XLIV nicht mehr gedenken konnte, und jetzt ist es wohl zu spät, um eingehend auf Geschehnisse der Jahre 1906/1908 zurückzukommen. Ich will mich daher darauf beschränken, zu konstatieren, daß diese Berichte eine rege Tätigkeit dieser alpinen Gesellschaft nach der touristischen, literarischen und geselligen Richtung hin ausweisen und daß wir in den Touristen-berichten auf Personennamen ( mit zahlreichen Besteigungen, speziell auch in den Schweizeralpen ) stoßen, die auch unserem Jahrbuch vertraut sind. Ich nenne die Herren O. Rœgner, Prof. R. Liefmann und O. D. Tauern. Die Mitgliederzahl betrug auf Ende 1908 427 und scheint seitdem noch gestiegen zu sein. Interessant war mir 5 der „ den Sektionsmitgliedern zur gefälligen Beachtung " empfohlenen Regeln auf dem letzten Blatt der Broschüre: „ Jedes Mitglied ist verpflichtet, nach der Rückkehr von einer Alpenreise dem Vorsitzenden einen kurzen Tourenbericht einzusenden. "

Dem VI. Jahresbericht des Akademischen Alpenvereins Berlin konnte ich diesmal keine „ neuen Bergfahrten in den Schweizeralpen 1909 " entnehmen. Es folgt daraus aber nicht, daß diese kleine, aber rührige Gesellschaft — sie zählte zu Beginn des Wintersemesters 1909/1910 41 Mitglieder in drei Kategorien — ihre Schritte 1909 nicht auch in die Schweizeralpen gelenkt hätte; nur sind die Neuigkeiten daselbst auch für findige Leute rar geworden. Dergleichen gibt es aber noch in den Südtiroler-Dolomiten und in den Pyrenäen, wo die Herren Kurt Burchardt, Dr. Georg Künne, Hans Paul Neumann, Dr. A. v. Martin und Hans Riebeling Siegeslorbeeren geerntet haben. Die tabellarische Tourenübersicht weist folgendes Gesamtergebnis auf: 25 Mitglieder führten 307 Touren aus, davon 3 erste Ersteigungen, 8 neue Routen, 45 Wintertouren, 7 mit Führer.

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