Alpenfolio: Alessandra Meniconzi

«Wir sind im Begriff, im Zuge der Globalisierung unseren kulturellen Reichtum zu verlieren», sagt Alessandra Meniconzi. Die Tessinerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Reichtum mit der Kamera einzufangen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf das kulturelle Erbe, die Bräuche und die Spiritualität von indigenen ­Völkern. Ihre Sujets findet sie nicht nur auf ausgedehnten Reisen durch Asien, sondern auch im hohen Norden – und bisweilen auch in den Schweizer Alpen.

In der Arktis widmet sie sich der Beziehung zwischen der harten Natur und dem täglichen Leben der Ureinwohner, die zwischen Tradition und Moderne einen Weg suchen, ihre Eigenart zu bewahren. Mit dem wachsenden Einfluss der modernen Technik und dem rasch ändernden Klima seien diese Traditionen bedroht, befürchtet Meniconzi.

Ihr Interesse für indigene Völker hat Meniconzi, damals noch als Grafikerin tätig, auf einer Reise durch China entdeckt. Heute ist sie professionelle Fotografin und hat ihre Bilder in verschiedenen internationalen Magazinen und in vier eigenen Büchern veröffentlicht. Für «Die Alpen» hat sie eine spezielle Auswahl an Bildern getroffen, bei denen die harschen, kargen Landschaften des Nordens im Mittelpunkt stehen.

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