Alpingeschichte im Skirummel

Als Kurt Felix 1988 Reinhold Messner am Matterhorn mit einer Kioskattrappe überraschte, war Letzterer kaum mehr zu halten: Jahrzehntelang kämpfte der Extrembergsteiger wortgewaltig gegen die Verschandelung der Alpen. Dementsprechend wenig lustig fand er den Kiosk.

Nun scheint er die Seiten gewechselt zu haben, finden seine Kritiker: Seit dem letzten Sommer steht auf dem Kronplatz in Südtirol auf 2275 Metern das Museum Corones – ein auffälliger Betonbau der iranischen Stararchitektin Zaha Haidid. Mitten in die unberührte Landschaft hinein baute Messner aber nicht, im Winter ist der Gipfel eines der meistbesuchten Wintersportzentren der Alpen. Mit dem Bau hat Messner sein zum Teil heftig diskutiertes Mu­seums­projekt abgeschlossen.

Das Corones zeigt 250 Jahre Alpingeschichte anhand von Ausrüstungsgegenständen berühmter Bergsteiger, darunter solche von Messner selbst. Erreichbar ist es direkt von der Kabinenbahn: messner-mountain-museum.it.

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