Angst um unsere Alpen

Im Sommer 2003 war ich während dreier Wochen in den Alpen – im Wallis, in Graubünden und im Valpelline –, um zu wandern, und habe dabei wie viele andere Alpinisten Beobachtungen gemacht, die mir Furcht einflössten: wegen Steinschlag geschlossene Wege, zahlreiche Erdrutsche, Moränenschutt, der den Permafrost zum Vorschein kommen lässt, aussergewöhnliche von der Wärme verursachte Gletscherabbrüche, zusam-menstürzende Gletscherzungen, enorme Löcher in einigen Gletschern, als ob das Eis durch Aufweichen in sich implodiert wäre, dazu plötzlich auftauchende Senkungen.

Ich bin seit mehr als 40 Jahren in den Alpen unterwegs. Noch nie habe ich diese Phänomene in diesem Ausmass erlebt. Liebe SAC-Mitglieder und Alpinisten, wir können unsern Beitrag leisten, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken: Verzichten wir auf das Auto für die Anreise bei all unsern Bergtouren und benutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel. Und versuchen wir nicht nur in der Freizeit, sondern mehr und mehr auch im Berufsalltag aufs Auto zu ver-zichten. a

Théo Buss, Neuchâtel ( ü )

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