Bauchgefühl bestätigt

Zum Artikel Wie gefährlich ist Bergsteigen? in «Die Alpen» 6/2014

Grad vorweg: Die Zeitschrift «Die Alpen» gefällt mir wirklich sehr gut! Eure Notfall- und ­Todesfallstatistik wirkt sehr seriös, ­umfassend und professionell. Wie oft bei Statistiken bestätigt sich auch hier das Bauchgefühl mit den gesammelten Fakten. Leider ist dem SAC nicht bekannt, wie viele Menschen die Sportarten betrieben und wie viele Gefahrenstunden es waren. Also kann man die Gefährlichkeit dieser Risikogruppen nicht vergleichen. Jedoch zeigt die Statistik klar, dass von den verschiedenen Gefahren Sturz und Blockierung die grössten Notfallrisiken darstellen. Und auch ohne den statistischen Nachweis ist bekanntlich das Bergwandern der häufigste Alpensport. Beides wertvolle Grundlagen für die Präventionsstrategie. Ich selbst bin ein T2/T3-Bergwanderer, und an exponierten Stellen halte ich mich sehr gerne an einem Fixseil. Mit Bauchgefühl und offenbar auch aus gutem Grund!

Zum Vergleich von Risikogruppen: Es heisst oft, dass das Flugzeug sicherer sei als das Auto, weil es pro gereisten Kilometer prozentual weniger Tote gibt. Für den Vergleich ist aber die Zeit, über welche die Menschen der Gefahr ausgesetzt sind, massgebend. Ohne zu rechnen, vermute ich, dass mit der Zeitbasis das Auto wesentlich sicherer ist als das Flugzeug. Und wie sicher sind die Fussgänger?

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