Bemerkungen zu den Notfunkgeräten

Technische Gegebenheiten In den ALPEN 3/99 greift Marcelle Mühlstein in ihrem Leserbrief ein oft diskutiertes Thema auf: die Probleme im Zusammenhang von Notrufen mit Notfunkgeräten oder einem Natel. Die kritischen Bemerkungen von Frau Mühlstein verlangen ein paar Ergänzungen technischer Art.

Die Ausbreitung der elektromagnetischen Wellen erfolgt grundsätzlich nach einer einfachen Regel: Je höher die Frequenz, desto « direkter » ist die Ausbreitung ( « auf Sicht », vergleichbar mit jener des Lichts ) und desto weniger kann die Welle ein Hindernis « umgehen » ( ausser durch Reflexion auf andere Hindernisse, die alle oder einen Teil ihrer Energie absorbieren ). In coupiertem Gelände müssen deshalb für den Funkverkehr auf hohen Frequenzen Relaisstatio-nen plaziert werden, die so hoch und « sichtbar » wie möglich angebracht sind und das empfangene Signal bis zur Antenne des Empfängers wiederholen oder auf ein Kabelnetz um-leiten.

Die Dichte dieser Relaisstationen in einem gegebenen Gebiet hängt nicht nur von den Distanzen und vom Gelände ab, sondern auch von der Frequenz und der Sendestärke der Funkgeräte oder Natels, deren Botschaften sie weiterleiten sollen. Die gewöhnlichen tragbaren Apparate benützen hohe oder sehr hohe Frequenzen und verfügen nur über geringe Sendestärke. Soll das ganze Gebiet abgedeckt sein, müssen in stark coupiertem Gelände zahlreiche Re-laisstationen angebracht werden, sofern - und das vor allem - ein solches Vorhaben überhaupt rentabel ist. Die Nähe einer Relaisstation garantiert übrigens nicht, dass sie von jedem beliebigen Ort in der Umgebung erreicht werden kann. Nur Versuche und Messungen im Gelände ermöglichen das Eingrenzen von Gebieten

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