Berechtigte Kritik

Zum Artikel «Einschränkungen sind unverhältnismässig und unnötig», «Die Alpen» 11/2015

Ich begrüsse die Kritik des Zentralvorstands des SAC, die in Absprache mit dem Bergführerverband erfolgte, zu den Wegbeschränkungen im geplanten Parc Adula. Wenn der sanfte Berg­touris­mus eingeschränkt werden soll, ist dies langfristig ein Minus für die Gesamtbevölkerung der Region. Die viel gepriesene Regionalentwicklung fordert ihren Tribut und bevorteilt nur einzelne Unternehmen, wie zum Beispiel Hotels. Nur durch Erhalt der bisherigen Art des Bergtourismus sowie ungehinderte Fortführung von Landwirtschaft und Gewerbe ist für alle Bewohner des Gebiets eine Zukunft gegeben.

Das internationale Publikum, das über Tourismuskampagnen angezogen werden soll, müsste auf vorgefertigten Routen an die attraktivsten Punkte geführt werden. Neben der dafür aufzubauenden Infrastruktur wie Strassen, Parkplätzen usw. sind auch luxuriöse Unterkünfte gefragt, die wegen der Schutzvorschriften wahrscheinlich nicht auf dem Parkgebiet stehen würden. Die Bau- und Naturschutzbestimmungen würden zum Abbau bisheriger Erwerbszweige und zur alleinigen Ausrichtung auf den Tourismus zwingen, in einer Art und Weise, die mit herkömmlich traditioneller Lebensweise oft nichts mehr zu tun hat.

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