Commission internationale des Glaciers

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Der Bericht der internationalen Gletscherkommission ist ziemlich ausführlich und ins Detail gehend. Über die Schweizer Alpen berichten F. A. Forel und E. Muret. Ihre Angaben sind unsern Lesern aus Jahrbuch XL bekannt. In den Ostalpen wird von Dr. H. Angerer allgemeiner Rückgang konstatiert wie in den Schweizer Alpen. Bezügliche Beobachtungen wurden gemacht in der Silvrettagruppe, der Ortlergruppe ( Beobachter H. Reishauer ), im Ötztal, Stubai ( Beobachter Dr. H. Heß ), im Zillertal, am Venediger, Glockner, Ankogel. Auch in den italienischen Alpen ( Berichterstatter Dr. F. Porro ) wird im allgemeinen Rückgang konstatiert; immerhin scheint sich im Mont Blanc-Gebiet ein neuer Vorstoß vorzubereiten. In den französischen Alpen iBerichterstatter W. Kilian ) sind eine Reihe systematischer Untersuchungen und Messungen vorgenommen worden unter den Auspizien der französischen Gletscherkommission und der Société des Touristes du Dauphiné. Messungen wurden vorgenommen am Glacier Noir und Glacier Blanc, im Massif de la Vanoise und in der Vallée de Champagny, sowie an den Gletschern des Mont Blanc. Überall, so auch in den Pyrenäen, Rückgang konstatiert. Über die norwegischen Gletscher berichtet P. A. Eyen. Die Messungen werden hier auf Kosten des Norsk Turistfoming gemacht. Sie sind meist ebenfalls im Rückgang begriffen. Der in Schweden von Dr. A. Hamberg beobachtete Micagletscher hat etwas zugenommen. Die Gletscher in Grönland wurden von K. J. V. Steenstrup beobachtet. Sie scheinen im Abnehmen begriffen. Über die russischen Gletscher ( Kaukasus, Bokhara und Pamir ) werden ausführliche Details aus einer Reihe von Jahren gegeben. Auf die Einzelheiten kann ich hier nicht eintreten. Die Beobachtungen ( Berichterstatter J. de Schokalsky ) werden systematisch betrieben und auf immer neue Regionen ausgedehnt. Ähnliches gilt für die Gletscher der Vereinigten Staaten, von Canada, Britisch Columbia und Alberta. Auch hier werden die alten Dokumente gesammelt und neue Beobachtungen angestellt. In Südamerika sind von Dr. Benrath Beobachtungen in den Küstencordilleren von Peru gemacht worden, welche auf einen seit langem bestehenden Rückgang schließen lassen. In Afrika ist der Eiskrater des Kibo von Dr. Uhlig 1901 und 1904 besucht worden.

Redaktion.

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