Danielle und François Nicole:hohes Niveau dank Organisation

Die kletterbegeisterten Danielle und François Nicole können sich ein Leben ohne die Nähe zum Felsen nicht vorstellen. Die Geburt ihrer Töchter Lou-Anne und Romane, heute 13 und 15 Jahre alt, dämpfte ihre Leidenschaft nicht. Doch im Alltag Familie und Sport zu vereinen, verlangt von ihnen einiges an Ideenreichtum, Organisation und Disziplin. «Als ich schwanger war, bin ich bis in den siebten Monat klettern gegangen. Drei Monate nach meiner Schwangerschaft habe ich mein Training wieder aufgenommen», erinnert sich Danielle. «Im Kleinkindalter spielten die beiden Mädchen direkt unten beim Felsen, während wir kletterten. Sie haben rasch Gefallen am Leben draussen in der Natur gefunden, manchmal kletternd, manchmal Häuschen bauend. Zuweilen haben sie auch mitten im Klettergebiet ihre Hausaufgaben erledigt. Die Kletterspots waren schon immer wie ein zweites Zuhause für die Kinder.»

Um ein Spitzenniveau zu halten und sich an Herausforderungen zu messen, gehen die Nicoles aber auch oft jeder für sich klettern. Währenddessen kümmert sich der andere zu Hause um die Kinder. Beide versuchen, möglichst einmal pro Woche und am Wochenende zum Klettern zu kommen. «Am Montagabend geht Danielle komplementär zum Klettern in den Tanzunterricht. Und am Freitag klettert sie», erzählt François. «Ich gehe am Mittwochabend bouldern oder in der Halle klettern. Am Wochenende ist Klettern für die ganze Familie angesagt. Wir haben sogar angefangen, mit den Mädchen in Zweierteams zu klettern, das gefällt ihnen sehr gut. Auch wenn es manchmal kompliziert ist, haben wir uns entschieden, unsere Leidenschaft mit unseren Kindern weiter auszuleben. Diese Lebensart scheint etwas monoton zu sein, aber sie ermöglicht uns, viel herumzukommen, mit unseren Töchtern wunderschöne Gebiete zu entdecken und Begegnungen zu haben, die uns alle bereichern.»

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