Das Schneehuhn

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Ich bin mir bewußt, bei einer früheren Gelegenheit diese anspruchslose Publikation unbeabsichtigterweise etwas unfreundlich behandelt zu haben. Ich habe mich seitdem bei den Vorbereitungen zu einer ähnlichen, allerdings nicht illustrierten Arbeit überzeugen können, daß das Schneehuhn dem von dem Herausgeber aufgestellten Programm getreulich nachkommt und in bescheidenem Rahmen ganz Brauchbares bietet. Die ursprüngliche Absicht war, jährlich eine Anzahl Routenbeschreibungen mit Wegskizzierungen als handlichen Führer in Taschenformat herauszugeben. Neuerdings, d.h. seit April 1906, hat sich der Herausgeber auf vielfache Anregungen entschlossen, nicht nur Gipfelzeichnungen, sondern auch Ansichten von schöneren Gebirgsgegenden, Alpendörfern etc. zu bringen und auch dem Textteil größere Aufmerksamkeit zu schenken. Letzteres wird nicht schaden, da namentlich die Beiträge aus der welschen Schweiz in den zwei schon erschienenen Bändchen oft durch falsche Orthographien entstellt sind, was nun freilich bei der schwankenden Schreibweise der Karten einem fern wohnenden Herausgeber, der zudem nicht Berufsdrucker ist, leicht passieren kann. Die Heftausgabe des „ Schneehuhns " mit eingeschobenen Reklamen, auf welche das Unternehmen eben nolens volens angewiesen ist, eignet sich nicht zum Mitnehmen ins Gebirge; diese Beilagen können aber abgetrennt und separat ( in Album-format ) gebunden werden, wodurch sie ganz handlich werden. Auch eine Ausgabe in Postkartenblättern ( 50 Nummern à Fr. 5 ) ist vorhanden. Unter jedem Blatt der Gipfelzeichnungen steht der Name des Gewährsmannes für Aufnahme und Routeneinzeichnung. Die Zeichnungen sind für den Zweck, den sie erfüllen sollen, nämlich zur Orientierung zu dienen, genügend und die Routeneintragungen, soweit ich sie kontrollieren konnte, zuverlässig. Die Wegbeschreibungen sind des Raumes wegen knapp gehalten, daneben ist Platz für Eintragung von Notizen gelassen, so dass sich jeder seinen Führer selbst verbessern kann. Ich glaube, dass das Unternehmen Unterstützung verdient und neben den schon existierenden und noch zu gewärtigenden Hochgebirgsführern in den Schweizeralpen ein Plätzchen verdient. Es kann für die Sache ( als Geschäftsspekulation sind alle diese Unternehmungen sehr prekär ) hierin, nicht Konkurrenz genug geben. Die Kenntnis der Berge und ihrer Zugänge kann damit nur gewinnen. In den drei Bändchen des „ Führers " sind bis jetzt 148 Gipfel resp. Nummern ( da manche Gipfel wegen verschiedener Zugänge doppelt vorkommen ) vertreten, welche sich auf die ganze Schweiz verteilen. Der Preis jedes Albumbändchens ist Fr. 3.Redaktion.

Feedback