Der Schweizer Alpen-Club und der Tourismus

Mit grosser Freude habe ich nach vielen Jahren im Tourismus die Stelle als Geschäftsführer des Schweizer Alpen-Clubs angetreten. Nun kann man sich fragen, was denn der Tourismus mit dem SAC zu tun hat. Sehr viel! Ob wir nun Bergsteiger, Wanderer, Umweltschützer, Einheimische oder Gäste sind, wir bewegen uns alle im gleichen Berggebiet. Meist decken sich unsere Anliegen. So gilt es, ein vernünftiges Mass zwischen Schutz und Nutzung der alpinen Landschaft zu finden und dafür einzustehen. Denn ohne diese kämen keine Touristen, und wir SACler könnten die Gebirgslandschaft nicht in ihrer vollen Schönheit erleben. Dazu braucht es aber auch Infrastruktur, seien dies Verkehrswege, Einkaufsmöglichkeiten oder Angebote zum Übernachten wie zum Beispiel unsere SAC-Hütten. Gerade die Bergbevölkerung ist wirtschaftlich stark auf den Tourismus angewiesen, insbesondere in

den strukturschwachen Randregionen, wo sie primär vom sanften Tourismus profitiert. Auf der andern Seite muss es aber auch Platz für touristisch intensiv genutzte Regionen geben, doch sollen sich diese auf klar begrenzte Gebiete fokussieren.

Der SAC fördert den Spitzensport beim Klettern und bei den Skitourenrennen, und er engagiert sich im Nachwuchsbereich. Er führt gemeinsam mit Partnern publikums- und medienwirksame Topevents durch. Davon profitiert auch der Tourismus. Jedoch nicht nur: Auch der potenzielle SAC-Nachwuchs wird angesprochen und der Breitensport gefördert.

Schon heute arbeiten die Sektionen, der Zentralverband und die Touristiker in vielen Bereichen Hand in Hand. Dies sollte weiter gefördert werden, denn wir sitzen alle im selben Boot, oder müsste man sagen, wir stehen auf denselben Gipfeln?

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