Die 26 Summits

Martin Müller hat die höchsten Punkte aller Schweizer Kantone bestiegen.

Die Idee, die höchsten Punkte aller Schweizer Kantone zu besteigen, kam mir spontan. Ich hatte damals noch keine grosse bergsteigerische Erfahrung. So unternahm ich zuerst Wanderungen und Velotouren, zum Beispiel im Thurgau. An die ganz «schlimmen» Berge wagte ich mich damals noch nicht. Ich bin zwar in Davos aufgewachsen, war aber kein Bergsteiger. Bald merkte ich, dass es für mein Projekt doch etwas mehr Technik brauchte. So ging ich zum SAC und machte in der Sektion die ersten Kurse. Da hat es mich gepackt: Mittlerweile bin ich Tourenleiter und versuche so, mein Wissen weiterzugeben. Der schwierigste Gipfel war für mich der Piz Bernina. Ich musste die Besteigung zweimal abbrechen, weil die Planung nicht stimmte. Speziell war auch der Dammastock. Dort waren wir sechs von zwölf Stunden im Nebel unterwegs und liefen einfach dem GPS nach. Wenn ich einen Gipfel nicht erreiche, weil das Wetter nicht passt, stört mich das nicht. Wenn es aber an der Planung liegt, ist das schon ärgerlich. Ich würde das Projekt wieder machen und wieder gleich vorgehen. Nachahmern empfehle ich, ebenfalls mit den leichten Gipfeln anzufangen. So kann man sich langsam herantasten und läuft nicht Gefahr, seine Grenzen zu überschreiten. Beim höchsten Berg, der Dufourspitze, bin ich mit einem Bergführer gegangen, allerdings nicht über den Normalweg, sondern über den schwierigeren Grenzgrat. Hinter einem Führer zu gehen, macht gleich alles anders.

Die Tour zum Nachgehen

Eckdaten: 48 Tage, 25 000 Höhenmeter

Ausrüstung: Je nach Ziel, von Mountainbike- bis Hochtourenausrüstung

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