Die Firne leuchten

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Von Ed. Reinhart

Mondhelle Nacht!

Die Firne leuchten in dem kalten Glanze Des Silberlichtswie geisterhaft umflossen Erscheint das All, und überm Alpenkranze Liegt magisch, wie ein Eden, ausgegossen

Endlose Pracht!

Schweigsame Nacht!

Am Firmamente glitzerndes Gefunkel — Goldsterne ziehen schweigsam ihre Bahnen; Die Täler ruhn in märchenhaftem Dunkel, Und durch das Weltall rauscht ein sanftes Ahnen

Der Zaubermacht.

Erhabne Pracht!

Leis schwebt die Alpenfee auf Silberschwingen, Gehüllt in demantfunkelndem Gewande Sich Opfer suchend — die heut jubelnd singen Und morgen ruhn am dunkeln Grabesrande

Der ew'gen Nacht...

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