Die Kämpfernatur

Eine Operation setzte ihrem ­sport­lichen Höhenflug ein Ende. Nun will ­Alina Ring zurück an die Spitze.

Im letzten Jahr hattest du mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Was war los?

An Ostern fing es mit enormen Schmerzen in den Unterarmen an. Ich ging zum Arzt, der stellte ein Logensyndrom fest. Meine Muskeln sind im Vergleich zu den umliegenden Faszien zu schnell gewachsen. Deshalb habe ich mich im Oktober operieren lassen.

Wie geht es dir jetzt?

Die OP ist gut verlaufen. Leider wurde dabei an beiden Armen ein Tennisarm entdeckt. Doch ich mache täglich Fortschritte und trainiere bereits für die neue Saison.

Wie gehst du mit solchen Rückschlägen um?

Natürlich war ich enttäuscht. Zugleich bin ich froh, dass ich den Grund für die Schmerzen kenne. So fällt es mir leichter, damit umzugehen. Ich habe im letzten Jahr viel über mich gelernt. Ich höre besser auf meinen Körper und achte auf meine Grenzen. Doch das Wichtigste ist: Die Freude am Klettern habe ich für keine Sekunde verloren.

Was fasziniert dich so daran?

Das Klettern beansprucht den gesamten Körper und verlangt mentale Stärke. Und es wird nie langweilig, jede Route ist anders.

In dieser Saison startest du erstmals bei den ­Junioren. Was ist dein Ziel?

Ich will bei der EM auf dem Podest stehen!

Kurzbio

1998Geboren in Bülach/ZH

2006Erstmals am Fels

2008Erster Wettkampf: U14 Damen, Schlieren

2014Erster Rang Jugend-EM in Edinburgh, zweiter Rang WM in Neukaledonien

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