Dr. Fritz Nußbaum: Die Täler der Schweizeralpen

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Ich muß mich darauf beschränken, die neueste Arbeit unseres Clubgenossen und Mitarbeiters ( siehe Jahrbuch XLIV, pag. 161 ), welche Nummer 3 der wissenschaftlichen Mitteilungen des schweizerischen alpinen Museums in Bern bildet, hier ihrem Inhalt nach kurz anzuzeigen. Für eine eigene kritische Besprechung bin ich nicht kompetent, und einen fachmännischen Rezensenten habe ich in nützlicher Zeit nicht auftreiben können. Die Arbeit enthält nach einer kurzen Einleitung im ersten Teil: Form und Entstehung der Alpentäler, A. Allgemeines über Talbildung: Arten der Täler ( ursprüngliche und Erosionstäler ) und Vorgang der normalen Talbildung. B. Beispiel einer reifen Erosionslandschaft: Das Napfgebiet, und zwar: 1. die morphologischen Grundzüge; 2. Entstehung der Erosionslandschaft am Napf. C. Die Formen der Alpentäler, und zwar: 1. Überblick über Quertäler und Längstäler und Beschaffenheit des Untergrunds; 2. die morphologischen Merkmale. D. Die Entstehung der Alpentäler, eingeteilt in Überblick, präglaciale Talbildung, Talbildung während des Eiszeitalters, der glaciale Cyklus, Talbildung in der Interglacialzeit und Zusammenfassung. Im zweiten Teil werden besprochen:

1. Die Folgeerscheinungen in der Natur: Bergstürze und Schutthalden, Wildbäche, Hauptflüsse und Seen, Lawinen, Gletscher, klimatische Verhältnisse, Vegetation. II. Die Bedeutung der Alpentäler für den Menschen: Siedelungen, Verkehrsverhältnisse, moderne Industrie. Ebenso knapp wie die Einleitung ist der Schluß, l1/« Seiten. In einer längern und durchaus freundlichen Besprechung in den „ Basler Nachrichten " vom 2. Mai 1910, die mir eben zugeht, faßt Dr. S. Blumer zum Schlüsse sein Urteil in folgende Worte zusammen: „ Das Büchlein füllt eine Lücke in der alpinen Literatur aus; denn es hat die Resultate der neueren Forschung zu einer gemeinverständlichen Entwicklungsgeschichte der alpinen Formenwelt vereinigt. Den Mitgliedern des Schweizer Alpenclubs sei es speziell empfohlen. " Dieser Aufforderung kann ich mich um so eher anschließen, weil der Ertrag des Büchleins ( für den Buchhandel durch K. J. Wyß, Verlag in Bern, zu beziehen ) dem gemeinnützigen Unternehmen des schweizerischen alpinen Museums in Bern zugute kommt, dessen Betriebsmittel immer noch ungenügend sind. Ich will daher noch beifügen, daß bei dem gleichen Verlag oder bei persönlichem Besuch des Museums, der für die Mitglieder des S.A.C. bekanntlich frei ist, folgende Publikationen des alpinen Museums erhältlich sind: Dr. Rud. Zeller, „ Ein Rundgang durch das schweizerische alpine Museum in Bern ", zweite Auflage, Preis 40 Cts. Dr. med. W. Kürsteiner, „ Das alpine Rettungswesen in der Schweiz ", Preis 50 Cts. Eugen v. Büren-v. Salis, „ Die Schmetterlingssammlung im alpinen Museum in Bern ", Preis 20 Cts.

Redaktion.

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