Durchzogene Saison

Zur Weltspitze gehören die Schweizer Skitourenrenn-läufer nach wie vor. Das bewiesen die Damen des SAC Swiss Team eindrücklich. Wegen Verletzungen und Ausbildungen lief es aber bei den Herren weniger gut.

Die Frauen zeigten eindrücklich, was die Schweizer im Skitourenrennen zu bieten haben. Im Weltcupgesamtklassement beendete Maude Mathys1 ihre Skitourenrennsaison 2013/14 mit dem zweiten Platz hinter der Französin Laetitia Roux. Maude Mathys gilt inzwischen als sichere Medaillenlieferantin und ist damit zur Teamleaderin avanciert. Ebenfalls stark war Jennifer Fiechter2 (Espoir), die ihre Saison als Sechste im Weltcup beendete. Sie holte sich zudem an der Europameisterschaft in Andorra Silber im Einzelrennen. Den Erwartungen entsprach auch die Juniorin Eugénie Tornay, sie schaffte es im Gesamtweltcup auf den 5. Rang.

Zwei Weltcups vor der Tür

Höhepunkte waren die heimischen Weltcupveranstaltungen. «Zwei Weltcuprennen in der Schweiz, das gibt es so schnell nicht wieder», sagt Bernhard Hug, Disziplinenchef der Nationalmannschaft Skitourenrennen. Das beflügelte eindeutig: In Verbier und Les Diablerets holten sich die Schweizer insgesamt 16 Medaillen.

Mittelmässige Bilanz für Herren

Bei den Herren setzten vier Athleten wegen ihrer Bergführerausbildung aus. Andere verletzten sich unglücklich, darunter auch Andreas Steindl, eine der Zukunftshoffnungen. Insgesamt bescherte dies dem Herrenkader eine durchzogene Saison. Bester Platz im Gesamtweltcup ist Rang 17. Im Vorjahr belegten die Schweizer die Ränge 4 und 5. In die Top Ten liefen in den Aus­dauer­rennen einzig Yannick Ecoeur,Martin Anthamatten und Vincent Mabboux. Erfreulich ist, dass zwei Espoirs bei den Herren mehrmals in die Medaillenränge liefen. Iwan Arnold (Espoir) stand dreimal auf dem Podest, Steven Girard zweimal. Alan Tissières3 erkämpfte sich im letzten Rennen der Saison ebenfalls noch eine Silbermedaille.

Bei den Junioren konnten die Herren hingegen auf internationalem Parkett mithalten. Allen voran Rémi Bonnet4 (Rang 3 Weltcup), der bei fast jedem seiner Einsätze auf dem Podest stand, und Baptiste Spicher. Dieser konnte sich im Laufe der Saison stets steigern und erreichte an der EM den 4. Rang im Einzelrennen.

1000 Läufer am Muveran

Auf nationaler Ebene holten sich Werner Marti5 und Alan Tissières3 den Schweizer-Meister-Titel im Teamrennen. Maude Mathys und Vincent Mabboux wurden Schweizer Meister im Vertical.

Der Schweizer Cup – für viele Skitourenrennsportler das Sprungbrett in die Nationalmannschaft – endete nach insgesamt 19 Wettkämpfen mit dem Final an den Trophées du Muveran, an dem fast 1000 Läufer teilnahmen. Sieger des Gesamtklassements ist bei den Damen Séverine Pharisa, bei den Herren Randy Michaud6.

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