Echo des Alpes

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Das offizielle Organ unsrer welschen Clubgenossen hat 1909 kein anderes Aussehen gehabt als bisher und wird dies auch nach den Beschlüssen der Delegiertenversammlung in Ölten, durch welche es diesem Jahrbuch koordiniert wurde, voraussichtlich nicht bekommen. Der Jahrgang 1909 enthält, außer den Chroniques, artistique, alpine und des sections, und der Bibliographie, welche zerfällt in ausführliche Besprechungen und summarischen Titelangaben aus den Periodika, eine Anzahl von Récits und von Variétés. Die ersteren werden eröffnet durch einen Artikel von H. Balavoine: Au Jardin du Glacier d' Argentière, simple promenade, wie der Autor versichert, aber immerhin lesenswerter Bericht über eine Expedition, bei welcher es nicht an Abenteuern und Abwechslung fehlte, weder unterwegs im Eisenbahnwagen oder auf dem Gletscher noch in dem Nachtquartiere. Auch die Beobachtungen über Land und Leute und die gehörten und geführten Gespräche sind amüsant. Über die Aiguille Verte, mit Abstieg über die Arête du Moine, berichtet E. Keller. Von einer Besteigung des Bietschhorns, von der neu restaurierten Bietschhornhütte des A.A.C.B. aus, wo die Gesellschaft der Einweihung beizuwohnen Gelegenheit hatte, über den Westgrat, mit daran anschließenden Übergang über die Lötschenlücke erzählt J. Blaser. Topographisch wertvoll ist die kurze Notiz von J. Gallet über die Tête du Pascheu ( eigentümlicherweise fehlt sie im Inhaltsverzeichnis ), und ebenso dankbar bin ich persönlich — wegen meines Hochgebirgsführers — für die Ergänzungen, welche B. Grivel dem Artikel Gallets später beigefügt hat. Unter dem Titel: Dans la région de Valsorey plaudert James Ginnel über eine sechstägige Tour, die er mit zwei Freunden und einem Führer in dieser Gegend unternahm und die ihn von Bourg-St-Pierre über den Vélan zur Cabane de Valsorey, über den Col de Meiten und ( nicht ganz ) auf den Combin de Valsorey und schließlich von Fionnay wenigstens noch auf die Alpe de Louvie führte, von deren schöner Aussicht eine der beigegebenen Illustrationen zeugt; die beiden andern stellen die Cascade de Valsorey und den Vélan von der Cabane de Valsorey aus vor. Die Escapades autour de Bérisal von J. Gallet, betreffen erstlich eine Automobilfahrt ( par occasion ) über den Simplon nach Crevola, dann eine Wagenfahrt nach Baveno, eine Fußwanderung nach Alpe de Devero, von hier Traversierung des Cherbadung nach Binn, von hier über das Steinenjoch nach Bérisal zurück; dann nach ein paar Tagen erzwungener Ruhe über den Furggenbaumpaß nach Alpe di Veglia und über das Bortelhorn nach Bérisal zurück, endlich von dort aus Besteigungen des Monte Leone und des Furggenbaumhorns; lauter sehr empfehlenswerte und nicht allzuschwierige Touren für gesetztere Leute. Unter dem Titel Glanures vereinigt G. Hantz in drei verschiedenen Artikeln seine Eindrücke von Velofahrten und Fußtouren, als Zugänge zu alpinen Exkursionen, die er von Genf aus mit Freunden nach allen Richtungen gemacht hat, in die Vallée du Borne, par Martigny, Champex, Praz-de-Fort, Ferret, Annecy-Tournette, alles dieses sehr lebhaft und anziehend geschildert und mit reizenden kleinen Zeichnungen geschmückt. Im Stil Töpfers erzählt und mit entsprechenden Zeichnungen geschmückt ist die reizende Studentenerinnerung von Th. Chappuis-Orny 1878. Höchst modern dagegen die Course d' hiver à Gstaad et au Col du Pillon, par P. Meyer de Stadelhofen. Sehr witzig wie immer die Beschreibung der Course des sections romandes du C.A.S., par A. Bernoud. Besonders interessiert haben mich die Schilderungen, welche M. Albert Brun über seine in Gemeinschaft mit Mr. Montagnier an den Vulkanen Pico de Teyde und Chahorra 1909 ausgeführten Arbeiten und ausgestandenen Strapatzen, gibt. Im nämlichen Hefte findet sich ein Abdruck aus dem „ Mercure de France " von 1773, betitelt: Description des Hautes Alpes de la Suisse au commencement de juin 1773, in welcher man die Wirkung von Rousseaus „ Nouvelle Héloise " deutlich verspürt. Mit den Waadt- länderalpen befassen sich zwei Artikel der Novembernummer. Der eine le Secret de l' Alpe, par M. P. Rousseau, M. Georges Hantz gewidmet, ist eine in dithyrambischem Tone gehaltene Schilderung eines Abends bei der Croix de Javernaz; der andere, von E.R. Blanchet, beschreibt Deux courses nouvelles dans les Alpes vaudoises, nämlich die erste Ersteigung der Tête aux Veillon über die Nordwestwand und einen neuen Anstieg auf die Petite Dent de Mordes über die Nordwand. ( Von der letztern hatte ich oben, pag. 382 f., zu sprechen Gelegenheit. ) Les Choucas du glacier de Bertol, betitelt sich die Erzählung eines mehrtägigen Aufenthalts mit Exkursionen in der Cabane de Bertol von M. Ch. Fontannaz und der sehr hübsch und originell illustrierte Récit ist den „ Kindern der Clubisten " gewidmet. Ich bin „ altes Kind " genug, um ihn sehr goutiert zu haben. Ebenso die hübsche, etwas melancholische Phantasie von M. P. de Palézieux, betitelt Impressions ( auf der Dent du Midi, wenn ich nicht irre ). Um diese Besprechung nicht ungebührlich lang werden zu lassen, muß ich mich begnügen anzudeuten, daß auch die Variétés sehr gute und instruktive Artikel enthalten, von Dr. L. W.: Le Ski; von Benj. Valloton: Au Club Alpin; von Dr. Thomas: Quelques réflexions sur les causes et les effets de la fatigue au cours des ascensions; von E. Fontaine: Du taillage des marches dans la glace au cours des ascensions ( man vergleiche mit diesen beiden Artikeln die gleichartigen von Dr. Thomas und Dr. J. Jacot Guillarmod in diesem Jahr-buchvon R. de Girard: Pour le visage aimé de la patrie, ein glühender Aufruf zum Schütze der Naturschönheiten unsrer Berge; von J. Monod: Le Soir qui tombe sur la montagne. Wir finden sogar einen Chant du matin sur l' Alpe, paroles et musique de P. Hahnemann, und da auch die schönen Künste in der Chronique artistique von G. Hantz und in den guten Illustrationen dans le texte und hors texte, vignettes, bandeaux, lettrines gut vertreten sind, so darf man mit dem „ Echo " von 1909 wohl zufrieden sein.Redaktion.

Revue Montagnarde, publiée par le Club Ascensionniste Grenoblois. N08 14—17. Du 15 juin 1909 au 15 avril 1910.

Diese Vierteljahrsschrift, das Organ eines der mehreren Alpenvereine, welche ihren Sitz in Grenoble haben und speziell den Dauphiné kultivieren, bietet neben diesem Interesse doch auch manches die Allgemeinheit des Alpinismus oder die Schweizer Alpen betreffende. So finden wir im Juniheft 1909 einen Artikel: Le Weisshorn ( auf dem gewöhnlichen Wege erstiegen ), par Joseph-Antoine Favre, guide de Ire classe, à Pralognan ( Savoie ), mit 3 Illustrationen: Weißhorn vom Mettelhorn aus, Weißhornhütte und Gipfel des Weißhorns. Das Septemberheft enthält nur: En Oisans: Brèche de la Meije—Pic Coolidge—Vallouise, par L. Sainson, mit 3 Illustrationen. Im Dezemberheft finden wir, neben

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