Edward Whymper: The valley of Zermatt and the Matterhorn

Daß Whympers Führer für Chamonix und Zermatt immer wieder neu aufgelegt werden können, obschon sie im Hauptkern stereotypiert sind, spricht einerseits für die Trefflichkeit der inneren Anlage, die alle Veränderungen, welche die Zeit an diesen beiden Hauptzentren hervorgerufen hat, siegreich überdauert, anderseits für die große Beliebtheit, deren sie sich erfreuen. Und ihr Verfasser, der jedes Jahr wieder an Ort und Stelle kommt, ist sorgfältig bemüht, die Tagesnotizen in der Einleitung, den Anhängen oder in Anmerkungen auf dem laufenden zu erhalten. Daneben läßt er das alte Gute unberührt. So erwähnt er in „ Chamonix and the Mont Blanc " den Tod von X. Imseng, dessen Arbeitsberichte an M. Eiffel von 1891 in extenso in allen Auflagen seit damals wiedergegeben wurden; ferner die Veränderungen, welche in Beziehung auf die Wintersaison, die Eisenbahnbauten und Projekte in Chamonix vor sich gehen usw., gibt auch Taxen und Zeiten der Eisenbahnverbindung Chamonix—Martigny an, aber in seiner pittoresken Wegbeschreibung geht er diese Strecke zu Fuß oder im Wagen durch, und das nämliche gilt für die Strecke Genève—Annemasse—Chamonix, wo jetzt kaum mehr jemand zu Fuß oder im Kabriolett reist. Vom Observatorium Jannsen sagt Whymper in den „ Notes to the fifteenth edition " pag. VIII, daß nach der Erzählung der neuesten Besucher des Mont Blanc-Gipfels dieses Gebäude nun gänzlich verschwunden sei. Er scheint also noch nichts davon gehört zu haben, was uns Herr Fritz Vöchting oben ( pag. 81 ) von 1910 erzählt, daß auf Veranlassung des Herrn Vallot die Trümmer des Observatoriums zu einer ganz leidlichen Zufluchtshütte zusammengefügt und ordentlich ausgestattet worden seien. Im „ Führer für Zermatt " sind mir keine nennenswerten Veränderungen aufgefallen, seit ich dessen 12. Auflage in diesem Jahrbuch, Band 44, pag. 414, besprochen habe. Aufgefallen ist mir, daß auch jetzt noch die neue Schönbühl- oder Dent Blanche-Hütte, an deren Einweihung 1909 doch Mr. Whymper teilgenommen hat ( siehe Jahrbuch XLV, pag. 431 ), nirgends erwähnt wird.

Redaktion.

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