Ein Geschenk zum Abschied

Als ich beim SAC anfing, hat man gerade 100 Jahre Wiederansiedlung des Steinbocks gefeiert und an der Abgeordnetenversammlung das Rauchverbot in den SAC-Hütten beschlossen. Das ist nun fast 15 Jahre her. Seither durfte ich – zuerst als Redaktorin und ab 2008 als Chefredaktorin – «Die Alpen» gestalten. Monat für Monat eine Zeitschrift herausbringen, die den Interessen des SAC-Zentralverbandes ebenso zu entsprechen hatte wie jenen der Bergwanderer, Kletterinnen und Skitourengänger: Es war und ist eine tolle, enorm herausfordernde Aufgabe. Eine Aufgabe, die ohne das starke, fünfköpfige Redaktionsteam nicht lösbar wäre.

Und ihr seid engagierte, genaue, humorvolle, grossartige Leserinnen und Leser. Eure Feedbacks zeigen uns immer wieder: Doch, das Heft wird gelesen, und zwar genau! Und von immer mehr Leuten: In den 14 Jahren sind die Leserzahlen von ca. 180 000 auf 301 000 gestiegen. Heute nehmen demnach doppelt so viele Berggängerinnen die Zeitschrift in die Hand, wie der SAC Mitglieder hat. Es gelingt uns also, euch in den Bann zu ziehen – mit den richtigen Themen und tollen Bildern.

Zuweilen haben wir euch auch absichtlich herausgefordert. Etwa, als wir 2013, im Jubiläumsjahr des SAC, im August statt des Hefts eine Zeitung herausgaben. Oder als ich ein Portfolio von einer Fotofachklasse gestalten liess.

Nun stehen wieder zwei grössere Änderungen an. Die erste ist der finanziellen Situation geschuldet: Ihr werdet mit dieser Ausgabe eine Sammelnummer erhalten. Neu entfällt die Ausgabe im August. Die stark gesunkenen Inserateeinahmen der letzten Jahre machten den Schritt notwendig. Wir haben uns überlegt, wie wir euch dafür entschädigen könnten. Entstanden ist eine Sondernummer mit fast nur Tourentipps. Denn im Sommer wollen wir alle ja vor allem eines: möglichst viel in den Bergen unterwegs sein.

Und die zweite Änderung? Diese Ausgabe ist auch ein Abschiedsgeschenk von mir an euch. Nach 14 Jahren verabschiede ich mich vom SAC und übernehme neue Aufgaben bei der Berghilfe Schweiz. Und so sage ich schlicht: Danke für die tolle Zeit, in der ich euch auf Wanderwegen, Boulderblöcken und wilden Aufstiegen begleiten durfte.

Feedback