Einfeuern ist nicht immer ganz einfach

Zu « Der 5. Grad beim Holzfeuer » aus DIE ALPEN 11/98, S. 46/47 Um im Bild zu bleiben: Auch bei Ofen gibt 's Steinschlag oder herausbre-chende Griffe und Haken! Ich halte mich im Umgang mit Holzfeuern nicht für speziell unbegabt, habe ich doch jahrelang ausschliesslich mit einem Holzofen geheizt-trotzdem folgendes Hüttenerlebnis: Im Januar 1997 brachte ich nach langem Kampf, viel Rauch und Gestank noch irgendwie eine heisse Suppe zustande, dafür lief im Schlafzimmer das Pech durch die zerbrochenen Kamin-ritzen auf den Boden! Im Oktober darauf dann nur noch Gestank, Rauch und Pech, ohne heisse Suppe, so dass wir es vorzogen, frierend draussen zu schlafen.

Ein weiterer Punkt ist die Grösse der Aufenthaltsräume, die oft nicht mit der Leistungsfähigkeit der Ofen zusammenpasst. Trotz immenser Hei-zerei wird es nicht warm. Da kann, wie auch schon angetroffen, eine ab-trennbare Ofenecke, die bei Bedarf geöffnet werden kann, Wunder wirken.

Hilfreich wäre oft eine Kurzbe-schreibung des Ofens, denn wer kennt schon alle Ofenfabrikate? Wie angenehm wäre es doch, vor dem Einfeuern zu wissen, wie die Züge offen und geschlossen sind, und nicht erst nachher, wenn das Feuer unter Rauch und Fluchen endlich in Gang gekommen ist.

Andrea Hecker, Reinach ( BL )

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